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Erfurts zweiter Streich

Der neuformierte Thüringer HC bezwang den VfL Oldenburg, wobei der Spielverlauf spannender war, als das Ergebnis es aussagt. Aber immerhin stellte sich in der Salzahalle ja ein Mitfavorit auf den Titel vor. "Ein gutes Handballspiel. Sehr schnell, da passieren natürlich Fehler", schätzte Bundestrainer Rainer Osmann zur Pause ein. Im zweiten Spielabschnitt waren es sicher im Angriff ein paar zu viel.

Die Gastgeberinnen verzauberten gleich zu Beginn ihr Publikum. In der fünften Minute traf Nadja Nadgornaja zum 5:1, später markierte Stephanie Subke das 10:5 (18.). "Die ersten zehn Minuten haben wir ein überragendes Angriffsspiel gezeigt, damit haben wir Oldenburg überraschen können", resümierte THC-Trainer Herbert Müller am Ende der Partie. "Der Rest war eine reine Abwehrschlacht, in der Maike März überragend gehalten hat." Dem hatte sein Gegenüber Leszek Krowicki nichts wesentlich anderes hinzuzufügen. "Wir haben über 50 Minuten ein ausgeglichenes Spiel gesehen, in dem wir die ersten zehn Minuten verschlafen haben", meinte er.

Die Gäste schöpften allerdings erst in der Schlussminute der ersten Halbzeit Hoffnung, als ihnen nach dem 14:8 durch Stephanie Subke in den letzten 25 Sekunden noch zwei Treffer gelangen. Ähnlich wie am letzten Spieltag bei der Partie in Göppingen verlor der THC den Faden und verzettelte sich in überhasteten Einzelaktionen. So kämpfte sich der DHB-Pokalsieger von 2009 auf 15:16 (42.), nach einem Treffer von Rückraumspielerin Angie Geschke, heran.


Starke Torhüter

Neben Stephanie Subke und Kerstin Wohlbold behielt aber vor allem Torhüter Maike März kühlen Kopf. Die 26-Jährige zeigte im Spiel 23 Paraden und ließ sich auch nicht von ihrer allerersten Zwei-Minuten-Strafe (39.) beeindrucken. Sie soll Kim Birke, die den Ball blockierte und einen Gegenstoß verhinderte, gestoßen haben. Nach dem Anschlusstreffer hielt die 1,80 Meter große Keeperin gleich viermal hintereinander großartig, so dass der THC wieder auf 20:15 (50.) davon zog. Die "gewissen Momente der Hoffnung", die Leszek Krowicki hatte, waren damit vorüber. Die Müller-Schützlinge hielten nun souverän ihren Vorsprung. Den Oldenburgerinnen, bei denen Tatjana Surkova im Tor ebenfalls überzeugte, fehlte an diesem Tag eine effektive Rückraumschützin.

"Oldenburg hat sich in den letzten zwei, drei Jahren zu einer absoluten Spitzenmannschaft entwickelt", lobte dennoch der Thüringer Trainer. "Das ist für mich so etwas wie das Vorbild", meinte Herbert Müller. "Vier Punkte in zwei Spielen, das ist doch ein guter Start", freute sich Katrin Engel, die wie alle in ihrem Team ein großes Kämpferherz zeigte.

KOMMENTARE

Zaiyah, 08.01.15, 16:12 Uhr
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Mitchell, 06.01.15, 19:19 Uhr
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