Frisch Auf! Göppingen - Knezevic bastelt sich ein neues Team - FA Göppingen muss sechs Neuzugänge integrieren - Pokal-Final-Four als großer Anreiz - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Knezevic bastelt sich ein neues Team

FA Göppingen muss sechs Neuzugänge integrieren - Pokal-Final-Four als großer Anreiz

Viel zu tun gab es in der Vorbreitungsphase für den Göppinger Trainer Aleksandar Knezevic, denn in seinem zweiten Jahr bastelt sich der Coach ein neues Team zusammen. Eine schwierige Aufgabe, denn die Wechselspiele unter dem Hohenstaufen waren umfangreich.

Ein Blick auf das Mannschaftsfoto der vergangenen Saison verrät, dass zehn Spielerinnen die Grün-Weißen verlassen haben. Dagegen stehen sechs Neuzugänge. "Wir haben das Hauptaugenmerk auf Qualität und nicht auf Quantität gelegt", beschreibt Thomas Pientka die Strategie. Dass der feine, aber eben auch kleine Kader von großen Verletzungen verschont bleiben sollte, ist dem Manager dabei vollkommen bewusst. Entsprechend vorsichtig geht der Hauptrundensechste und Challenge-Cup-Finalist mit der Zielsetzung für die neue Spielzeit um. "Für uns geht es vor allem darum, schnell Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln", erklärt Pientka.

Ein durchaus machbares Unterfangen, denn Göppingen hat international erfahrene Spielerinnen, für die die Bundesliga zudem kein Neuland ist. Die größte Lücke hat bei den Grün-Weißen sicher das Karriereende von Torfrau Alexandra Meisl hinterlassen, doch mit der holländischen Nationaltorhüterin Marieke van der Wal, die im Gehäuse auf die Unterstützung von Julia Schulz bauen kann, hat sich Frisch Auf hier gut verstärkt. Auf den Außenpositionen sollen die Niederländerin Joyce Hilster und die Schweizerin Karin Weigelt für Gegenstöße und Gefahr im Positionsangriff sorgen. Anita Herr wird wohl die Fäden in der grün-weißen Offensive ziehen, ist aber auch auf der rechten Angriffsseite einsetzbar. Viel Bundesligaluft will das 17-jährige Talent Alisa Berger bei ihrer Premiere im Oberhaus schnuppern.

Dazu gesellen sich mit Alena Vojtiskova, Birute Stellbrink, Nicole Dinkel, Frances Günthel und dem Kreisläuferduo Katrin Schröder und Christine Dangel bewährte Kräfte, die neben dem Ligaerhalt noch ein weiteres Ziel vor Augen haben. "Im DHB-Pokal unter den letzten Vier zu stehen, ist schon super, aber im Final Four vor den eigenen Fans wäre die Krönung", so die Schweizerin Dinkel. Natürlich ist dies ein ganz besonderer Anreiz für das Team von Trainer Knezevic, das aber auch im EHF-Pokal so lange wie möglich auf dem internationalen Parkett tanzen will.