Thüringer HC gegen Buxtehuder SV - Final-Neuauflage unter anderen Vorzeichen - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Thüringer HC gegen Buxtehuder SV

Final-Neuauflage unter anderen Vorzeichen

Wenn am Samstag der Thüringer HC im Final-Hinspiel auswärts gegen den Buxtehuder SV die Grundlage für seine Titelverteidigung schaffen will, kommt es zwar zur Neuauflage des Vorjahresfinals der Bundesliga-Handballerinnen. Allerdings steht die diesjährige Meisterschaftsentscheidung unter anderen Vorzeichen.

Dominierte das Team um Trainer Herbert Müller noch im vergangenen Jahr die Liga, hatte der THC über die Saison hinweg mit argen Formschwankungen zu kämpfen. „Auch wenn wir nicht so konstant und dominant waren wie in der vergangenen Saison, so haben wir dennoch die Hauptrunde gewonnen“, stellt Müller klar. Natürlich sei Buxtehude ein großer Favorit. Das habe die Hauptrunde gezeigt. Gerade der BSV habe seine Positionen mit Spielerinnen besetzt, die im Alleingang ein Spiel entscheiden könnten - so wie Katja Langkeit zuletzt im Halbfinale gegen den HC Leipzig.

Den entscheidenden Vorteil sieht Müller jedoch bei seinem Team. „Wir haben die Erfahrung, das letztjährige Finale gewonnen zu haben. Und auch Ko-Spiele in der Champions League“, erklärt der 49-Jährige und betonte: „Ich glaube schon, dass das mentale Erfahrungswerte sind, die entscheidend sind. Das muss Buxtehude erst noch beweisen.“ 

Dabei ist die deutsche Meisterschaft die letzte Möglichkeit für den THC, einen Titel in dieser Saison zu holen. Denn bisher verlief es nicht nach Maß - in der Champions League nach der Vorrunde ausgeschieden, das Final Four des DHB-Pokals verpasst. Und obwohl die Thüringerinnen ihren Titel mit allen Mitteln verteidigen wollen, wie Müller immer wieder betont, sieht er seine Mannschaft nicht in der Pflicht. „Wir sind vor zwei Jahren aus dem Nichts gekommen, haben seither einen Quantensprung gemacht. Und ich denke nicht, dass man da immer von Titeldruck reden muss.“