Frankfurt völlig indisponiert - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
 

Frankfurt völlig indisponiert

Es gibt Spiele, konstatierte FHC-Trainer Dietmar Schmidt, die könne man getrost nach 20 Minuten abbrechen. Dieses gehört dazu. Da hatte der FHC nach guter Anfangsphase völlig die Übersicht verloren und begann, den Abstand wachsen zu lassen. "Ich habe noch nie ein Spiel gesehen, wo die Torhüterinnen keinen Ball gehalten haben", wunderte sich Leverkusens englische Nationalspielerin Lyn Byl.

Im Gegensatz zu einer gut haltenden Clara Woltering fasste das Duo der Gastgeberinnen in der gesamten Partie sechs Bälle an. "Nicht nur da waren wir indisponiert", zuckte Schmidt die Schultern. "Wir hatten einfach zu viel Respekt vor dem Eins-Eins von Bayer", kritisierte er. Und hatte damit Recht: Leverkusen tanzte die sonst stabile FHC-Abwehr ein ums andere Mal aus. Den Rest erledigten die Frankfurterinnen mit Fehlabspielen, vergebenen Kontern und Ballverlusten im Mittelfeld allein. "So leicht habe ich mir das nicht vorgestellt. Sonst hatten wir nach der langen Reise immer harte Spiele an der Oder", wunderte sich Bayer-Trainerin Renate Wolf nach der Partie.