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Hilfe für das Nationalteam

Frankfurter HC setzt weiterhin vorrangig auf deutsche Talente

Der Frankfurter HC bleibt auf dem eingeschlagenen Weg und weicht von den Zielen keinen Zentimeter ab. "Wir streben nicht den schnellen Erfolg an, um dann an einer verfehlten Wirtschaftspolitik zugrunde zu gehen. Wir werden weiter mit jungen deutschen Talenten arbeiten, um auch der Nationalmannschaft weiterzuhelfen", sieht Dietmar Schmidt weit über den Tellerrand des Vereins hinaus.

Diesem Credo des Trainers müssen sich alle unterordnen, Skeptiker oder Zauderer passen nicht in das langfristige Konzept. Die weiter verstärkte Mannschaft für die kommende Saison wurde ausschließlich unter diesen Gesichtspunkten zusammengestellt. Beispiel Rückraum-Mitte: Der Abgang von Spielmacherin Anne Jochin zum Liga-Kontrahenten nach Trier schmerzte nur vorübergehend. Doch die gebürtige Neubrandenburgerin wollte sich nur für ein weiteres Jahr an den Verein binden. Das Schmidtsche Konzept ist jedoch auf Olympia 2012 gerichtet und bedingt deshalb längerfristige Verträge. Erfolg: Statt Anne Jochin wird mit Janine Wegner ein phänomenales Bewegungstalent am Regiepult eingearbeitet. Die 20-Jährige kam vom SV Berliner VG, wo auch Christine Beier einst Zweitliga-Luft schnupperte und nun abwechselnd mit Wegner das Spiel lenken soll.

Zweites Beispiel: die Position der Linkshänderinnen. Hier schaute sich Schmidt nicht auf dem nahen osteuropäischen Markt um, sondern lotste mit Außen Kira Eickhoff aus Trier und Deckungs-Ass Friederike Gubernatis aus Ketsch zwei Junioren-Weltmeisterinnen von weither an die Oder. "Die Bedingungen sind doch hier perfekt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man irgendwo kürzere Wege zwischen Wohnung, Trainingsstätte und Uni hat", sagt Kira Eichoff. Und Friederike Gubernatis, die bei den Testspielen schon ihre Klasse im rechten Rückraum zeigte, führt das auf den Wechsel zurück. "Ich fühle mich einfach wohl in Frankfurt. Schön, wenn man das meinem Spiel auch anmerkt."

Ins Konzept Zukunft passt auch, dass mit Junioren-Nationalspielerin Lisa-Marie Preis und Annika Nega zwei Talenten der Sprung aus dem eigenen Nachwuchs ins Bundesliga-Aufgebot gelang. "Die beiden werden jetzt noch nicht im Stamm stehen. Aber sie kriegen ihre Einsatzzeiten, damit sie sich rechtzeitig an die raue Luft in der Bundesliga gewöhnen", verspricht der Trainer. Getreu diesem Motto wurde während der Junioren-EM in Ungarn noch Torhüterin Nele Kurzke vom insolventen SC Markranstädt geholt. "Sie hatte ich schon länger auf der Liste. Ein Riesen-Talent mit Blick nach vorn", erklärt Dietmar Schmidt.

Im Tor setzt der Olympiasieger von 1980 voll auf die Jugend, auch wenn ein Neuzugang nicht im Blickfeld von Bundestrainer Rainer Osmann steht. Mit Mandy Burrekers kam eine 21-jährige Holländerin an die Oder, die bei den zwei Vorbereitungsturnieren ihre Klasse schon bewiesen hat.

KOMMENTARE

Stormy, 06.01.15, 12:14 Uhr
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