Beier will als Regisseurin nach China - Frankfurts Trainer Schmidt setzt auf "ideales Doppel" für die Mittelposition beim FHC - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Beier will als Regisseurin nach China

Frankfurts Trainer Schmidt setzt auf "ideales Doppel" für die Mittelposition beim FHC

Gerade mal ein Jahr ist es her, dass sich Christine Beier bei ihrem ersten Schnuppern in die Nationalmannschaft von Grit Jurack ein Autogramm geholt hat. "Sie hat zwar etwas gegrinst, mir aber eine Karte unterschrieben", erinnert sich die Rückraumspielerin. Zwölf Monate danach ist die 25-Jährige in der nationalen Hierarchie so weit aufgerückt, um die Wahl-Dänin bei der Weltmeisterschaft im Dezember zu ersetzen.

"Die WM in China - irgendwie ist das für mich noch in weiter Ferne", bezieht Christine Beier das keineswegs nur auf die räumliche Entfernung. "Immer, wenn es heißt: Wir machen das oder das mit der Nationalmannschaft, dann zucke ich fast zusammen. Es ist immer noch ein bisschen unwirklich, dass ich jetzt dazu gehöre", sagt die Stammspielerin des Frankfurter HC stolz.

Die gerade verkündete Schwangerschaft ihres Vorbildes Grit Jurack hat sie aber ohne besondere Emotionen vernommen. "Ich freue mich für Grit. Für meine Entwicklung sollte das aber keinen Einfluss haben." Die Rechtshändern, beim FHC lange auf der für sie untypischen Jurack-Position im rechten Rückraum eingesetzt, gewöhnt sich gerade an ihre neue Aufgabe in der Mitte der Mannschaft.

"Das klappt schon recht gut", verriet sie nach dem Trainingslager im sächsischen Altenberg in der vergangenen Woche. Da wohnte sie mit ihrer neuen Team-Kollegin Janine Wegner im Doppelzimmer, die sie aus gemeinsamen Jahren beim SV Berliner VG noch gut kennt. "Das mache ich in den Vorbereitungstagen immer so: Die Spielerinnen, die zusammen eine Position besetzten, kriegen auch ein Zimmer", erklärt Frankfurts Trainer Dietmar Schmidt. Denn auf die Art gebe es auch in den Ruhephasen genug fachlichen Gesprächsbedarf.

So ganz neu sei die Rolle als Regisseurin für sie nicht, gesteht Tine Beier. Vor fünf Jahren hat sie sich bei dem mittlerweile in die Fünftklassigkeit abgestürzten Traditionsverein Lok Rangsdorf in der Rückraummitte probiert und die Position auch während ihrer drei Jahre in Berlin längere Zeit besetzt. Mit Janine Wegner, die ein völlig anderer Spielertyp als Christine Beier ist, erhofft sich Trainer Dietmar Schmidt nun ein ideales Doppel am Regiepult. Profitieren soll davon auch die Nationalmannschaft. Die neue Rolle der Christine Beier an der Oder ist nicht nur dem Wechsel der einstigen Spielmacherin Anne Jochin nach Trier geschuldet. "Das habe ich auch mit Rainer Osmann besprochen. Er sieht Tines Zukunft in der Nationalmannschaft in der Rückraummitte", erklärt FHC-Coach Schmidt.

Diese Chance wird die im brandenburgischen Kyritz geborene Sportstudentin mit aller Konsequenz nutzen. "Ich will nach China. Auch wenn es für mich selbst immer noch ein bisschen unwirklich klingt", hat sie die WM-Teilnahme kurz vor Weihnachten in Asien als festes Ziel ausgemacht. Bis dahin will sie sich auf der neuen Position etablieren und bei Vorbereitungsturnieren von Rainer Osmann genügend Einsatzzeiten bekommen. Im Treffen der Weltelite hofft die Frankfurterin dann auch im Angriff zeigen zu können, was sie drauf hat. Als Abwehrchefin hat sie das in den beiden Qualifikationsspielen gegen Serbien zur Genüge bewiesen und sich für den Mittelblock nahezu unentbehrlich gemacht.


Nr. 20 fehlt noch zum Glück

Zusammen mit Anja Althaus, die der Frankfurterin noch etwas voraus hat: Die Rückennummer. In allen Vereinen, wo Tine Beier bisher gespielt hat, trug sie die Nummer 20. Die ist in der Nationalmannschaft jedoch von der Kreisläuferin blockiert. "So lange sie spielt, ist das für mich kein Thema", winkt die auf die 19 ausgewichene Brandenburgerin ab. Ob sie später einmal mit dem Wechsel liebäugelt, ist derzeit in noch weiterer Ferne als die WM. Vielleicht hat die internationale Konkurrenz dann die wurfgewaltige Nummer 19 aus Deutschland schon so richtig fürchten gelernt.

KOMMENTARE

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