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Göppingen gibt niemals auf

Eine ebenso unnötige wie ärgerliche Punkteteilung musste Provital Blomberg-Lippe gegen Göppingen hinnehmen - Gerecht, oder ungerecht? Auf jeden Fall glücklich für die Schützlinge von Trainer Aleksandar Knesevic, die in der Schlussphase die Ruhe bewahrten, von Blomberger Fehlern profitierten und sich den Zähler mit letzter Energie erstritten. Dabei hätte der Sack längst zugemacht werden können von den allerdings verunsichert wirkenden Lipperinnen. Denn beim 20:16 zwölf Minuten vor dem Schlusspfiff hatten sich die Mienen bereits merklich entspannt und die von Kerstin Wohlbold und Michael Seiffert angetriebenen Gastgeberinnen schienen eindeutig auf der Siegerstraße. Doch hektische Abschlüsse verhinderten einen sicheren Vorsprung, so dass Göppingen Anschluss behielt.

In der mitreißenden Schlussphase vergaben Krüger, Seiffert und Co. in Überzahl beim Stand von 24:22 beste Möglichkeiten. Das wurmte Trainer André Fuhr mächtig.

Mit einem energischen Kraftakt egalisierten dann Göppingens Jessica Schulz und Alena Vojtiskova drei Sekunden vor Ertönen der Schlusssirene zum 24:24-Endstand.

Auf Blomberger Seite entwickleten allein Seiffert und Langkeit sowie zuweilen Lang Zug zum Tor. Kaum Gefahr ging jedoch von Mirja Mißling aus - und die abwesend wirkende Annamaria Ilyes schmorte fast die gesamte Spielzeit auf der Bank mit leerem Blick.

"Wir haben immer an uns geglaubt, obwohl wir eigentlich Angst hatten, bei den unangenehmen Blombergerinnen spielen zu müssen", räumte Knezevic später ein und lobte seine Mannschaft: "Wir haben einfach nie aufgegeben und immer weiter gemacht, um doch noch erfolgreich zu ein."