Frauen-Bundesliga: Die Vorschau - HC Leipzig will den Hattrick - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Frauen-Bundesliga: Die Vorschau

HC Leipzig will den Hattrick

Es knistert förmlich vor dem Start der Frauen-Handball-Bundesliga. Selten wurden so viele Transfers getätigt, selten war die Dichte in der Spitze so hoch. Mindestens vier Teams wollen um die Meisterschaft mitspielen - auch wenn einige Vereine eher moderate Töne anstimmen. Nur Titel-Hamster HC Leipzig geht mit breiter Brust auf das Parkett und schickt eine klare Ansage an die Konkurrenz. „Die Hausaufgaben werden in Deutschland gemacht. Wir sind der amtierende Meister und kein Weg führt an uns vorbei“, sagte Leipzigs Coach Heine Jensen vor dem Start am Samstag gegen Aufsteiger SGH Rosengarten-Buchholz.

Für den Dänen Jensen steht statt Champions-League die Bundesliga im Fokus. Denn der junge Meistermacher peilt in seiner dritten Saison in Leipzig den Titel-Hattrick an. Doch er ist auch Realist: „Wir haben in der vergangenen Saison nur zwei Spiele verloren, das gibt es nicht noch mal.“ Dafür werden der Dauerrivale Bayer Leverkusen, der nach zahlreichen Abgängen eine Verjüngungskur eingeleitet hat, der VfL Oldenburg oder auch die HSG Blomberg-Lippe mit der ehemaligen Welthandballerin Nadine Krause sowie der Thüringer HC sorgen. Dort rechnet man sich trotz der vorsichtigen Aussagen einiges aus. Auch der VfL Sindelfingen, der Buxtehuder SV oder der Frankfurter HC sind immer für Überraschungen gut.

Den größten Sommerschlusseinkauf legte der Thüringer HC hin. Neu-Trainer Herbert Müller zog sich mit allein neun Neuverpflichtungen - unter anderem Nora Reiche vom Champions-League-Sieger Viborg HK - den Neid seiner Kollegen zu. „Erfurt hat sich eine starke Mannschaft zusammengestellt, sie werden auf jeden Fall ein harter Gegner“, meinte Jensen. Nach gelungener Vorbereitung präzisierte Müller auch sein Saisonziel. „Ich möchte im nächsten Jahr unbedingt international spielen“, sagte der ehemalige Nürnberger Meistertrainer.

Aber auch die Leipzigerinnen haben sich nach dem Abgang von Susann Müller nach Aarhus/Dänemark verstärkt. Am Kreis soll Anne Müller aus Leverkusen für Gefahr sorgen. Zudem stehen Rannveig Haugen aus Norwegen und Louise Lyksborg aus Dänemark neu im Aufgebot.

Den Coup der Sommerpause gelang jedoch der HSG Blomberg-Lippe mit der Rückkehr von Nadine Krause, die nach neunjähriger Pause wieder in Blomberg aufläuft, nachdem die 170-fache Nationalspielerin seit 2007 beim FC Kopenhagen unter Vertrag stand. „Ich freue mich auf diese sehr reizvolle Aufgabe“, sagte die 28-Jährige und betonte: „Blomberg hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt. Ich komme wieder zurück, um zur Fortsetzung dieser Entwicklung beizutragen.“

Neue Wege bei der Vermarktung bestreitet der Buxtehuder SV. Unter dem Motto: Wenn das Fernsehen nicht zu uns kommt, dann machen wir halt unser eigenes Fernsehen, wird der Club sämtliche Spiele live im Internet-TV übertragen, bestätigte BSV-Manager Peter Prior.