VfL Oldenburg gleicht Nachteile in der Körpergröße mit Tempo, Technik und Taktik aus - Krowickis junge, dynamische Vielfalt - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
VfL Oldenburg gleicht Nachteile in der Körpergröße mit Tempo, Technik und Taktik aus

Krowickis junge, dynamische Vielfalt

Der Pokalsieger von 2009 setzt nach einer Saison ohne Titel ganz auf die junge, dynamische Vielfalt. Trainer Leszek Krowicki jedenfalls ist davon überzeugt, die richtigen personellen Weichen gestellt zu haben.

In der Tat: Mit den niederländischen Jung-Nationalspielerinnen und Rückraum-Talenten Lois Abbingh (18 Jahre) und Laura van der Heijden (20) sowie den gestandenen Spielerinnen Jacqueline Reinhold (24/Linksaußen) und Lydia Jakubisova (28/Rückraum) scheint der engagierte Coach seinen VfL Oldenburg ganz gezielt und bestens verstärkt zu haben.

Denn es wird weiter Tempo gemacht im Nordwesten Deutschlands. "Wir spielen noch schneller als im Vorjahr", sagt Nationalspielerin Wiebke Kethorn. "Das ist eine Spielweise, die uns allen natürlich liegt", weiß Neuzugang Jakubisova . Die Slowakin ist der Inbegriff der Oldenburger Strategie: Nachteile in der Körpergröße werden mit Tempo, Technik und Taktik ausgeglichen. Erstmals seit seinem Amtsantritt 2005 ist Krowicki nun in der komfortablen Lage, jede Position doppelt besetzt zu haben, erstmals verfügt er über echte personelle Alternativen. "Unser Ziel muss es in der neuen Saison sein, in jedem Spiel 60 Minuten lang eine konstante Leistung zu bringen", lautet sein Credo. Unter dieser Prämisse wurde der VfL 2010/2011 zusammengestellt. Auswechslungen und Verschnaufpausen für die vermeintlichen Stammkräfte sollen störungsfrei ablaufen. Der Rhythmus der Mannschaft soll beibehalten werden.

Wie dies funktionieren kann, davon konnten sich die grün-weißen Anhänger schon in der insgesamt sehr gut verlaufenen Vorbereitung überzeugen. Die Linkshänderinnen Jakubisova und van der Heijden deuteten ihr Potenzial beim Wechselspiel im rechten Rückraum mehr als nur an. Zweitliga-Torjägerin Reinhold sorgte mit der wiedergenesenen Kim Birke für viel Druck auf der Rechtsaußenposition.

Durch diese Doppelbesetzung wird die letztjährige Linksaußen Julia Wenzl wieder frei für den Rückraum und kann dort sowohl Angie Geschke als auch Spielmacherin Sabrina Neuendorf entlasten. Rückraum-Ass Abbingh wiederum ist die Frau hinter Geschke. "Wenn das ganze Personalpuzzle greift, sehe ich tolle Möglichkeiten für unser Spiel", sagt Krowicki.

KOMMENTARE

Hugo, 06.01.15, 14:44 Uhr
Hey, that's a clever way of thkniing about it. mehr »
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