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Frauen-Bundesliga

Leverkusen stürmt ins Spitzenquartett

Leverkusen stürmt in der Frauenbundesliga ins Spitzenquartett, Koblenz/Weibern und Bensheim/Auerbach gelangen unterdessen Befreiungsschläge und Metzingen schwebt weiter auf Wolke sieben, oder in diesem Fall Wolke drei. Das Spitzenduo hält sich unterdessen vor heimischer Kulisse schadlos. Spannung gibt es unterdessen im Mittelfeld, wo die Plätze in der Meisterrunde ausgekämpft werden - die Trennlinie erfolgt nach dem sechsten Rang. Die Teams auf den Rängen 5-9 mussten allesamt Niederlagen quittieren.

Der Thüringer HC dominiert weiter die Handball Bundesliga Frauen. Nach dem deutlichen 41:29 über den Buxtehuder SV ist der deutsche Meister auch nach fünfzehn Partien weiterhin ungeschlagen. "Nach einer Viertelstunde haben wir zumindest begonnen so Handball zu spielen, wie man es machen muss: mutiger, aggressiver und mit Tempo. Das heutige Spiel war für uns ein Schritt in die richtige Richtung, das Ergebnis spiegelt die derzeitigen Kräfteverhältnisse wider", so BSV-Trainer Dirk Leun, dessen Team in der Hinrunde dem THC noch den bislang einzigen Punktverlust zugefügt hatte. "Ich bin mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden. Wir waren in der Abwehr stark verbessert im Vergleich zu Oldenburg. In den ersten Minuten war hier heute schon alles entschieden", so THC-Coach Herbert Müller angesichts des schnellen 11:4, mit dem sein Team die Weichen stellte.

Der deutsche Meister muss nun gegen Bayer Leverkusen antreten, das die letzten Auswärtspartien in Bad Langensalza gewinnen konnte und mit 6:2 Zählern nach der WM-Pause gut aus den Startlöchern gekommen ist. "Wir fahren natürlich nicht dort hin, um zwei Punkte abzugeben", sagte Trainerin Heike Ahlgrimm: "Aber es muss auch jedem klar sein, dass wir beim THC nicht die Favoriten sind." Durch das 35:28 gegen die DJK/MJC Trier zogen die Elfen an Buxtehude vorbei und rangieren nun auf dem vierten Platz. Die Miezen stecken hingegen trotz zuletzt zwei Siegen wieder verstärkt in Abstiegsnot.

Denn bei der HSG Bensheim/Auerbach konnte die neue Trainerin Gordana Covic einen Einstand nach Maß feiern. Mit 30:26 besiegten die Flames den Mitaufsteiger SG BBM Bietigheim, der durch die Niederlage den Anschluss an die obere Tabellenhälfte verpasste. "Wir haben zu viele einfache Gegentore kassiert. Bensheim hat mit Herz und Willen das Spiel absolut verdient gewonnen", so Bietgheims Trainer Dago Leukefeld. Die Gastgeberinnen hatten aus einem 4:6 ein 8:6 gemacht und sich zur Pause eine 12:8-Führung erspielt. Bietigheim kam im zweiten Abschnitt zwar wieder auf zwei Tore heran, der Anschlusstreffer gelang aber nicht. Stattdessen setzte sich Bensheim/Auerbach ab und feierte mit dem 30:26 den zweiten Saisonsieg.

Bietigheim reist nun am Samstag zum HC Leipzig, der seine Heimpartie gegen die HSG Blomberg-Lippe souverän mit 27:15 löste. Der HCL hatte nur in der Anfangsphase Mühe mit den Gästen. Aus einer stabilen Abwehr, die zehn Minuten lang keinen Gegentreffer zuließ, erspielte sich der HCL dann aber eine beruhigende Führung und festigte so den zweiten Tabellenplatz. Blomberg hat wie Bietigheim weiterhin 12 Zähler auf der Habenseite und bleibt drei Punkte hinter dem auf dem entscheidenden sechsten Platz liegenden VfL Oldenburg. Der Pokalsieger von 2012 verlor in Metzingen mit 28:29 und steckt mit 1:9 Punkten aus den letzten fünf Spielen in einer kleinen Krise.

"Metzingens Sieg war glücklich aber nicht unverdient. Wir haben durch eigene Fehler zweimal einen guten Vorsprung nicht verteidigen können", sagte Oldenburgs Trainer Leszek Krowicki nach der Partie. „Wir erleben gerade eine schwierige Phase – jetzt geht es darum, Ruhe zu bewahren. Dann kommen auch wieder die Erfolgserlebnisse.“ Metzingens Trainer Alexander Job befand unterdessen: "Wir schweben zurzeit auf Wolke 7. Wir hätten nie gedacht, gegen Oldenburg zu gewinnen. Aber die Mannschaft glaubt an sich."

Als Tabellendritter reisen die TuSsies nun nach Buxtehude, Oldenburg empfängt hingegen die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern, die durch das 28:21 gegen Frisch Auf Göppingen ihre Negativserie der letzten Wochen beenden konnten. Die Hausherrinnen dominierten die Partie von Anfang an, erzielten die ersten drei Tore der Partie und führten schon früh mit 10:4. Göppingen versuchte sich heranzukämpfen, doch die Gastgeberinnen hielten dem Druck stand und konnten im vierten Spiel unter dem neuen Trainer Christoph Barthel den ersten Sieg feiern. Beide Teams haben nun 10:20 Zähler auf dem Konto und halten den Anschluss zu Bietigheim und Blomberg.