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Metzingen gewinnt Final-Hinspiel im EHF-Pokal, Meisterschaft vor Showdown

Binnen einer Woche gab die TuS Metzingen die gute Position im Kampf um die Deutsche Meisterschaft aus der Hand, der damalige Spitzenreiter unterlag erst unglücklich dem Thüringer HC und dann der SG BBM Bietigheim - international können die Ermstälerinnen jedoch noch Großes erreichen. In der Meisterschaft läuft unterdessen alles auf den großen Showdown am letzten Spieltag zwischen dem Thüringer HC und dem HC Leipzig hinaus, zuvor haben beide Teams aber noch Aufgaben zu erledigen und neben Metzingen liegt auch Bietigheim mit nur zwei Punkten Rückstand in Lauerstellung.

Erst die bittere Kunde vom Saisonaus für Nationalspielerin Julia Behnke, die sich beim 30:31 gegen den Thüringer HC schon in der ersten Halbzeit einen Innenband-Abriss zugezogen hatte, dann wohl das Ende aller Meisterhoffnungen. Denn die TuS Metzingen unterlag unter der Woche in Bietigheim mit 27:32 und rutschte in der Tabelle auf Rang drei ab. Die Woche verlief alles andere als nach Plan für das Team um Toptorschützin Anna Loerper. International trumpften die TusSies dann aber auf, führten im Finale des EHF-Pokals trotz einer schwachen Chancenverwertung gegen Dunaujvaros mit 26:20 (48), kamen letztlich aber nur zu einem 28:26-Heimerfolg.

"Wenn man mit Sechs führt, dann sind am Ende zwei Tore mehr nicht viel. Aber dass wir gewonnen haben, ist erst mal super", so Metzingens Kreisläuferin Celine Michielsen. "Wir dürfen stolz auf uns sein, haben bis zum Ende gekämpft. Wir müssen in Veszprem genau so spielen, dann aber ohne Fehler." Mit einer knappen Niederlage könnte sich der Traum vom internationalen Titel erfüllen. "Wegen der Belastung haben wir in der Schlussphase Fehler gemacht", erklärte Csaba Konkoly und verwies auf die lediglich zwei Tage Vorbereitung nach dem Spitzenspiel. "Wir haben kein gutes Spiel gemacht und müssen im Rückspiel viel besser spielen, um den Pokal zu holen", sieht der gegnerische Coach Zdravko Zovko sein Team jedenfalls unter Zugzwang.

In der Meisterschaft steuert unterdessen alles auf einen Zweikampf zwischen dem Thüringer HC und dem HC Leipzig am letzten Spieltag zu. "Alles was zählt, sind die Punkte", sagte Herbert Müller nach dem 32:24-Erfolg über die Füchse Berlin mit Blick auf den punktgleichen HC Leipzig, wobei der THC die um derzeit 39 Treffern bessere Tordifferenz auf seiner Seite hat. "Als wir in der Abwehr besser geworden sind, hat unser Angriffsspiel auch besser funktioniert und wird sind zu einfacheren Toren gekommen. Als es nochmal eng geworden ist, haben wir die Nerven behalten. So wie wir Ende der ersten Halbzeit gespielt haben, stelle ich mir unser Spiel vor. Es bleiben noch zwei Schritte bis zur Meisterschaft", fügte Müller an. "Wir haben heute gezeigt, was uns auch die letzten Spiele ausgezeichnet hat. Wir haben einen großen Kampf geliefert, dabei aber ein paar Fehler zu viel gemacht. Der THC hat verdient gewonnen", so Berlins Trainer Lars Melzer.

"Am Ende zählt der Sieg. Für die Meisterschaft werden wir wohl in Thüringen gewinnen müssen", blickte auch Leipzigs Manager Kay-Sven Hähner nach dem 30:27-Sieg in Celle vor allem auf die damit verbundenen Punkte. Der Favorit hatte allerdings einige Mühe. "Wir haben nicht schlecht gespielt und wenig Fehler gemacht. Celle hat aber wirklich sehr gut gespielt. Wenn sie so die ganze Saison gespielt hätten, wären sie jetzt nicht dort unten", erklärte Hähner nach dem Arbeitssieg seines Teams. "Es scheint so, als ob wir jetzt eingespielt sind", scherzte SVG-Trainer Martin Kahle angesichts der guten Ergebnisse in der jüngeren Vergangenheit. "Das Wildungen-Spiel hat der Mannschaft einen Kick gegeben und seitdem laufen wir." Gegen den HCL war sein Team beim 27:26 noch auf Tuchfühlung, dann aber spielte der Gast seine Klasse aus.

Hinter dem Spitzenquartett kann der VfL Oldenburg bereits fest mit dem fünften Rang planen, daran ändert auch der 35:40-Ausrutscher bei Schlusslicht SGH Rosengarten-Buchholz nichts. "Es gibt Spiele wo einfach gar nichts geht. Heute kann ich niemanden loben, außer vielleicht die drei Spielerinnen auf der Bank. Das waren die einzigen die keine Fehler gemacht haben und da schließe ich mich mit ein", so Oldenburgs Trainer Leszek Krowicki, der "ein kollektives Versagen von uns allen" attestierte. Die torreiche Partie nutzte allerdings Angie Geschke, die sich mit elf Treffern an die Spitze der Torschützinnenliste setzte und Anna Loerper überholte.

Oldenburg hat allerdings weiterhin vier Punkte Vorsprung auf den Buxtehuder SV, denn auch der Lokalrivale konnte beim 25:33 in Göppingen keine Punkte einfahren. "Alle Ideen sind diesmal wirkungslos verpufft", befand Buxtehudes Trainer Dirk Leun, dessen Team gut aus den Startlöchern gekommen war und zwischenzeitlich beim 13:7 mit sechs Toren führte. "Bis hierhin hat die Mannschaft das sehr gut gemacht, vor allem sehr konzentriert abgeschlossen. Die zweite Halbzeit war einfach schlecht von uns. Unsere vielen jungen Spielerinnen haben heute Lehrgeld gezahlt", konstatierte Leun. "Heute haben wir 30 bis 40 Minuten lang sehr gut gespielt, mit viel Engagement, Tempo und stark sowohl in der Abwehr als auch im Angriff", so Göppingens Trainer Aleksandar Knezevic nach der Partie. Bei drei Zählern Vorsprung auf Celle, aber auch drei Zählern Rückstand auf Bad Wildungen ist der zwölfte Rang für die Frisch Auf-Frauen so gut wie gesichert.

Denn auch die Vipers waren am Wochenende erfolgreich und besiegten den Siebten Borussia Dortmund mit 25:24. "Bad Wildungen wollte den Sieg mehr", so Dortmunds Sportlicher Leiter Jochen Busch zum verlorenen Vergleich gegen Tochter Annika. Den Siegtreffer für die Nordhessinnen erzielte in der auf Augenhöhe geführten Partie mit Miranda Schmidt-Robben dabei eine ehemalige Dortmunderin. "Wir haben verdient gewonnen", stellte Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer fest, eine weitere Ex-Borussin. Dortmund liegt nach dem Erfolg vier Punkte hinter Buxtehude auf dem siebten Tabellenplatz.

Im Kampf um die Vorherrschaft in Nordrhein-Westfalen müssen die Dortmunderinnen allerdings noch bangen. Die HSG Blomberg-Lippe rückte mit dem 33:29 über Bayer Leverkusen bis auf einen Zähler heran. Am letzten Spieltag kommt es im Lipperland zu direkten Duell der beiden Mannschaften. "Angesichts der personellen Situation bin ich sehr froh über die Punkte. Wir haben und schwer getan, mussten uns irgendwie ins Spiel kämpfen, haben aber bewiesen, dass wir unbedingt gewinnen wollten", so Blombergs Trainer Andre Fuhr. "Wir haben uns am Ende selbst um den Lohn unserer Arbeit gebracht", befand hingegen Leverkusens Trainerin Renate Wolf: "Wir hatten unsere Chancen, aber wie so oft in letzter Zeit waren wir vor dem gegnerischen Tor zu hektisch und zu unkonzentriert und haben dem Gegner dadurch viele Möglichkeiten eröffnet."

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