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Müller mit 54 Minuten zufrieden

Das erste Halbfinale beim diesjährigen Final Four um den DHB-Pokal der Frauen gewann der Thüringer HC mit 26:22 (14:11). Erst 10 Minuten vor dem Ende konnte sich der Meister mit fünf Toren entscheidend absetzen. Das Spiel begann mit hohem Tempo. Karolina Kudlacz eröffnete den Torreigen und erhöhte kurze Zeit später per Strafwurf auf 0:2 für den HC Leipzig. Erst dann konnte Nadja Nadgornaja mit einem Rückraumkracher das erste Tor für den deutschen Meister erzielen. Anne Müller stellte mit dem Treffer zum 1:3 den alten Abstand wieder her und nach einem Doppelschlag von Katrin Engel konnte der Meister wieder ausgleichen. Nach diesem hohen Tempo der ersten fünf Spielminuten kam Ruhe in die Partie und bei beiden Teams schlichen sich technische Fehler und Fehlwürfe ein. Das Spiel stand nun auf des Messers Schneide und den Thüringerinnen gelang es nicht sich abzusetzen, obwohl Maike März im Kasten des Meisters einen Sahnetag erwischt hatte.

Da beide Teams nun abwechselnd trafen, konnte sich kein Team bis zum 20:20 durch Natalie Augsburg absetzen. Dies läutete eine schwache Phase der Leipzigerinnen ein. Im Angriff schlossen sie nun unkonzentriert ab und in der Abwehr packten sie nicht mehr so zu, wie sie es vorher getan hatten. Die Folge war ein 4:0-Lauf der Erfurterinnen, die mit drei Toren in Folge von Nadgornaja und einem von Snelder mit 24:20 in Front gingen und so das Spiel entscheiden konnten. Herbert Müller (Trainer des Thüringer HC) sagte nach dem Spiel: "Heute war Stephanie Subke unser Erfolgsgarant. Ich bin auch mit 54 Minuten sehr zufrieden, aber die ersten sechs Minuten der zweiten Hälfte waren nicht in Ordnung."