Vizemeister Bayer fertigt Pokalsieger Oldenburg überdeutlich ab - Nicht auf Augenhöhe - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Vizemeister Bayer fertigt Pokalsieger Oldenburg überdeutlich ab

Nicht auf Augenhöhe

Neuntes Spiel, achter Sieg: Nach dem überraschend deutlichen 33:22-Erfolg über Pokalsieger VfL Oldenburg, der in Sachen Taktik und Einstellung weitgehend enttäuschte, bleiben die offensivfreudigen Bayer-Handballdamen der einzige ernsthafte Verfolger von Spitzenreiter HC Leipzig.

Beste Werferinnen waren Bayer-Nationalspielerin Laura Steinbach (8/2) und VfL-Torjägerin Angie Geschke (8/2). Die meisten Tore aus dem Feld glückten am Sonntag der Slowakin Denisa Glankovicova (7), die wie Abwehr-Routinier Heike Ahlgrimm einen besonders starken Auftritt im TSV-Trikot ablieferte. Bei Oldenburg, das die dritte Saisonniederlage kassierte und auf den vierten Tabellenplatz abrutschte, wusste noch Wiebe Kethorn (5) am Kreis zu gefallen.

Wolf lobt die Teamleistung

Doch ein Kampf auf Augenhöhe fand nicht wirklich statt - nach einer noch ausgeglichenen Anfangsphase und einer 5:3-Führung (7.) für die Gäste kamen die "Elfen" rasch auf die gewünschte Betriebstemperatur und gingen schon mit einem beruhigenden Vorsprung in die Pause.

Nach dem Wechsel geriet die Partie dann zu einem besseren Schaulaufen für Leverkusen. Während Oldenburg sogar acht Minuten ohne Torerfolg blieb, sorgte Leverkusens Außen Sara Walzik beim 25:15 eine Viertelstunde vor dem Abpfiff für die erste Zehn-Tore-Führung. Beim Team von Coach Leszek Krowicki wurde dagegen nicht nur die Durchschlagskraft von Nationalaußen Ulrike Stange, die derzeit stressbedingt pausiert, unübersehbar vermisst.

Für Bayer-Trainerin Renate Wolf stand nach dem vorletzten Punktspiel vor der WM-Unterbrechung fest: "Heute hat mir vor allem die starke Teamleistung von Torhüterin Clara Woltering bis vorne zu Anne Müller imponiert. Die Art und Weise unseres Sieges zeigt mir, dass wir unsere hohen Saisonziele konsequent verfolgen können."