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"Noch ist nichts entschieden"

"Ich bin zuversichtlich für das Rückspiel. Wir haben heute nicht am Limit gespielt", meinte bei Spielschluss Oldenburgs sichtlich abgekämpfte Kreisläuferin Wiebke Kethorn. Vor allem in der Schlussphase waren die Leverkusenerinnen präsenter. "Diese Phase hat Bayer gut für sich entschieden", meinte denn auch VfL-Trainer Leszek Krowicki. Mit der Prognose für das Rückspiel waren sich Krowicki und Bayer-Trainer Renate Wolf schnell einig: "Noch ist nichts entschieden. Es bleibt ein Duell auf Augenhöhe."

Erst vor einer Woche hatten sich beide Teams beim Oldenburger 30:27-Erfolg im unbedeutenden Hauptrundenspiel gegenüber gestanden. Vorbei! Jetzt machten beide Mannschaften ernst. Leverkusen trat diesmal bis auf die verletzte Kreisläuferin Steffi Egger (Bandscheibenvorfall) und Anne Krüger (Kreuzbandriss) in Bestbesetzung an.

So entwickelte sich vor 950 Zuschauern das erwartet gutklassige und intensive Spiel. Nach anfänglichen Führungswechseln setzte sich Leverkusen beim 10:8 (17. Minute) erstmals mit zwei Toren ab. Oldenburg, ohne die verletzte Kim Birke konterte und erzwang durch drei Treffer von Lois Abbingh die 11:10-Führung. Und es blieb eng, denn beide Abwehrreihen griffen beherzt zu und suchten bei Ballgewinn postwendend die Chance zum Gegenstoß. Leverkusen führte schon mit 22:19 (37.), als Oldenburg die Partie mit fünf Toren in Folge zum 24:22 drehte. Zum Sieg reichte dieser Kraftakt aber letztendlich nicht, weil Leverkusen in der Schlussphase das fehlerhafte und auch etwas glücklose Angriffsspiel des VfL konsequent auszunutzen wusste.