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Krowicki-Team überrennt die Trierer Miezen

Oldenburg im Torrausch

Eine gelungene und überaus torreiche Heimpremiere der Saison 2009/10 feierten der VfL Oldenburg. Vor allem die Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Während auf beiden Seiten die Abwehrarbeit vernachlässigt wurde, fielen die Tore nahezu im Sekundentakt. "Ich bin zufrieden. Natürlich freue ich mich mehr darüber 41 Tore erzielt, statt darüber enttäuscht zu sein, 34 Gegentreffer kassiert zu haben", fand ein bei Spielschluss noch immer merklich angetaner Oldenburger Trainer Leszek Krowicki.

Nach einer kurzen Abtastphase übernahmen die VfL-Frauen schnell die Initiative. Die in der VfL-Start-Sieben auf Linksaußen eingesetzte Julia Wenzl warf in der 9. Minute erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung (8:5) heraus. Trier hatte zunächst versucht, die Oldenburgerinnen mit einer offensiven Deckungsformation zu stoppen. Die Gastgeberinnen präsentierten sich aber bestens vorbereitet und hatten auch auf die anderen Abwehrsysteme des Gegners jeweils eine Antwort parat.

Zum Beispiel Anita Herr. Die 23-jährige Ungarin kam erst in der 15. Minute ins Spiel und bewies anschließend mit fünf blitzsauberen Toren ihre Klasse. Überhaupt wusste der deutsche Pokalsieger auch im Positionsangriff zu überzeugen, allen voran Natalja Parchina mit insgesamt sechs Toren.

Nach der Pause bauten die VfL-Frauen ihren Vorsprung zügig aus. Über die Stationen 25:20 (33. Minute), 29:23 (39.), 35:30 (49.) und 38:31 (52.) steuerten sie einem ungefährdeten Heimsieg entgegen - auch dank Julia Renner. Die 21-jährige Torfrau wurde in der 42. Minute eingewechselt und war zur Stelle, als es kurzzeitig noch einmal eng aus Oldenburger Sicht werden konnte. Mutig entschärfte sie drei, vier 100-prozentige Trierer Chancen und zeichnete so dafür verantwortlich, dass der Vorsprung bei 31:29 (45.) nicht weiter dahin schmolz. Die junge Torfrau verschaffte letztendlich auch Mitspielerin Ulrike Stange noch zwei ganze große Auftritte, denn dank Renner festigte sich die VfL-Deckung und kam das Gegenstoßspiel wieder in Gang. Stange sagte Danke und vollendete frech erst zum 40:33 und dann zum 41:33.