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Rösler rettet den Meister

Nach einer drögen ersten Halbzeit, in der die mehrfach großartig parierende Katja Schülke den HCL vor einem größeren Rückstand bewahrte, bekam das Match in der zweiten Hälfte richtig Fahrt. Schnell zogen die unbekümmert aufspielenden Gäste mit einer stark aufspielenden Marielle Bohm davon. Nach 33 Minuten (14:18) war der Drei-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel aufgebraucht. Als Leipzig sechs Treffer zurück lag (15:21/38.), drohte der "Untergang", die große Blamage des Ausscheidens. Das Entsetzen bei den 2.329 Zuschauern war greifbar, Sindelfingen stand mit einem Bein im Halbfinale.

"Wir waren fünf Minuten zu Freudetrunken. Statt brutal nachzusetzen haben wir viele kleine Fehler gemacht", analysierte Sindelfingen-Coach Dago Leukefeld die folgende spielentscheidende Phase. "Spätestens da war es an der Zeit, den Schalter umzulegen", meinte sein HCL-Kollege Heine Jensen. Das tat vor allem die überragende Ania Rösler, die ihr Team in einer Art "One-Woman-Show" Stück für Stück zurück brachte.