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Schaulaufen der HCL-Frauen

Kernfrage nach dem 39:20 (18:6)-Schaulaufen des HC Leipzig gegen den noch sieglosen Tabellenletzten SG Bietigheim: Wie viel Spaß machen eigentlich Spiele gegen einen Gegner, der in allen Belangen klar unterlegen und nicht Bundesliga tauglich ist? "Die machen schon Spaß", sagte Ania Rösler, mit sieben Treffern gemeinsam mit Karolina Kudlacz beste HCL-Werferin in dem einseitigen Match. Aber tief blicken lässt ihr Satz: "Wir hatten uns vorgenommen, die Angriffe auszuspielen. Aber das war oft nicht möglich, weil sich so viele Lücken aufgetan haben." Die nutzen die Leipzigerinnen mit Wonne und fast ohne Aussetzer. Das findet auch der Trainer gut. "Mir hat gefallen, dass wir die Konzentration über die gesamte Spielzeit gehalten haben. Und dass sich jede Feldspielerin in die Torschützenliste eingetragen hat", sagte Heine Jensen. Wieder - wenn auch nicht so "extrem" wie am Mittwoch gegen Blomberg - setzte er auf die Jugend. Der Coach jubelte und litt mit der 16-jährigen Isa-Sophie Rösike, die ihren ersten Bundesliga-Treffer erzielt und dabei umknickt - genaue Diagnose folgt.