Aber Milena gewinnt das Schwestern-Duell gegen Ania - Tag des offenen Tors in Leipzig - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Aber Milena gewinnt das Schwestern-Duell gegen Ania

Tag des offenen Tors in Leipzig

Munteres Scheibenschießen: 78 Tore innerhalb von 60 Minuten bekommt man selbst im Handball verwöhnten Leipzig nicht alle Tage zu sehen , alle 46 Sekunden "klingelte" es. Wie es zu dem Torregen kam, ist schnell erzählt. Auf beiden Seiten verdiente die Abwehr den Namen nicht. Auch die Torhüterinnen beider Lager hatten schon bessere Tage erlebt. So durften sich die Angreiferinnen nach Herzenslust austoben.

Taten sie auch, und boten den staunenden 2.399 Zuschauern tolle Tore als Massenware: Flieger von Natalie Augsburg, spektakuläre Treffer von Susann Müller nach Zauber-Anspielen von Ania Rösler, Renate Urne mit noch nicht erlebten Solo-Einlagen und so weiter. Die Hammer-Fernwürfe aus dem schwäbischen Rückraum waren auch nicht von schlechten Eltern.

Wer das Rennen machen würde, war freilich schnell klar. Der Meister führte nach zehn Minuten 8:3, bis zum 14:12 (22.) hielt Sindelfingen tapfer mit. Mit dem Schlussspurt des HCL Ende der ersten Halbzeit brachen dann alle Dämme. Fast jeder Angriff ein Tor, so ging's im zweiten Durchgang munter weiter. Was dem Publikum viel Freude bereitete, begeisterte die Trainer nicht unbedingt.

Und nebenbei: Das zuvor viel diskutierte Schwestern-Duell Ania gegen Milena Rösler endete nach Treffern 2:4. Allerdings war die Leipzigerin Ania nur eine Halbzeit aktiv. Beide stellten anschließend jedoch fest: "Es war gar nicht so schlimm, wie wir uns das vorgestellt hatten."