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THC findet kein Gegenmittel

Jetzt hat es auch den Thüringer HC erwischt. Die Schützlinge von Trainer Herbert Müller kassierten gegen Leverkusen in der heimischen Salzahalle ihre erste Punktspielniederlage der Saison. "Gescheitert sind wir an einer super haltenden Clara Woltering um am erfolgreichen Leverkusener Kreisspiel. Wir haben nach der Halbzeit durch verschiedene Abwehrumstellungen versucht, wieder ins Spiel zu finden. Das ist uns aber durch zu viele technische Fehler und Fehlwürfe nicht gelungen", analysierte der Erfurter Coach kurz nach dem Spiel.

Die Gastgeberinnen verschliefen erneut die Startphase und lagen schnell mit 2:6 (12.) im Hintertreffen. Das lag vor allem an ihren schlechten Wurfleistungen, mit den halbhoch geworfenen Bällen bauten sie die Bayer-Keeperin förmlich auf. Später hielt Clara Woltering dann auch einige der besseren Würfe. Zudem fanden gleich vier Siebenmeter des THC nicht den Weg ins Netz.


Loerper wirbelte im Angriff

Das Rezept der Gäste war einfach. Hinten verschoben sie die 6:0-Abwehr gut, dem THC-Angriff gelang es nicht, Platz für die Rückraum-Schützinnen zu schaffen. Vorn wirbelte Nationalspielerin Anna Loerper und erarbeitete zusammen mit ihren Mitspielerinnen immer wieder gute Positionen für Laura Steinbach, die insgesamt sechs Mal aus der Distanz die Erfurter Torhüterin bezwingen konnte. Als die Thüringerinnen gegen sie offensiver deckten, kamen viele erstklassige Anspiele an die Kreisposition, die Stefanie Egger und die treffsichere Marlene Zapf zu nutzen wussten.


Routinierte "Elfen"

Die fünf Tore Rückstand zu Pause erwiesen sich für den THC letztendlich als zu schwere Hypothek. Im Angriff war weiterhin kein System erkennbar. Stefanie Subke und Kerstin Wohlbold zeigten ihr Können lediglich in Einzelaktionen. Zwar keimte dann und wann ein Hoffnungsschimmer auf (16:19/38.), doch die zu hohe Fehlerquote bei den Schützlingen von Herbert Müller verhinderte eine Wende. Die junge Leverkusener Mannschaft spielte zudem sehr routiniert und ließ sich auch von einer zwischenzeitlichen Pressdeckung gegen Anna Loerper nicht verunsichern.


Thiel vertratt Wolf

Beim Stande von 21:29 (56.) waren alle Messen gesungen, mehr als etwas Ergebniskosmetik war für die Müller-Schützlinge an diesem Tag nicht drin. "Wir haben durchgängig gut gespielt und gekämpft und sicher nicht unverdient gewonnen. Für unsere diesjährige Truppe war das heute eine sehr ordentliche Leistung", freute sich Leverkusens Torwarttrainer Andreas Thiel. Der "Hexer" vertrat Cheftrainerin Renate Wolf, die aufgrund des verbalen Schlagabtauchs im Vorfeld der Begegnung , nicht zur öffentlichen Pressekonfernz nach dem Spiel erschien.