Sindelfingen entzaubert den Favoriten aus Frankfurt - Torfrau Chemicz wehrt 24 Bälle ab - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Sindelfingen entzaubert den Favoriten aus Frankfurt

Torfrau Chemicz wehrt 24 Bälle ab

Zu seinem dritten Heimspiel empfing der Aufsteiger aus Sindelfingen den letztjährigen Tabellenvierten aus Frankfurt/Oder und feierte einen überraschend klaren 30:25-Sieg.

Von Beginn legte der Gastgeber los wie sprichwörtlich die Feuerwehr und ging schnell mit 4:0 in Führung. Zudem hielt Magdalena Chemicz ihr Tor bis zur 7. Minute sauber, ehe Christina Beier den ersten Treffer für den FHC erzielen konnte. Der Frankfurter HC konnte nun das Spiel etwas offener gestalten und kam vermehrt zu Chancen. Doch die Sindelfinger Torfrau hatte einen tollen Abend erwischt und hielt allein in der ersten Halbzeit 60 Prozent aller FHC-Würfe.

Die Halle steht kopf

Auch im Angriff steigerte sich das Team von Jörg Plankenhorn. Iris Cartarius, mit zehn Treffern beste Werferin der Partie, erzielte per Siebenmeter das 13:7. Nun stand die Halle Kopf und die Gäste fanden kein Mittel gegen die aufmerksame 3:2:1-Abwehr und auch Nationalspielerin Franziska Mietzner fand nie richtig in die Partie. Bis zur Halbzeit erhöhte der VfL Sindelfingen gar auf 17:9 und eine Vorentscheidung schien gefallen.

Obwohl nach der Pause Friederike Gubernatis den ersten Treffer zum 18:10 für Frankfurt erzielte, sollte es kein Startschuss für eine fulminante Aufholjagd werden. Beide Teams spielten nun annähernd auf Augenhöhe. Beim Stand von 26:19 stellte FHC-Trainer Dietmar Schmidt auf eine doppelte Manndeckung um, doch auch dieses Mittel brachte nicht den gewünschten Erfolg. Matchwinnerin war zweifelsfrei Magdalena Chemicz, die mit insgesamt 24 gehaltenen Bällen überragte.