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Trainerin Renate Wolf vermisst die mentale Stärke

Rechnerisch fehlte nach der dramatischen Schlussphase bei der 24:27 (11:14)-Heimniederlage zwar nur ein Treffer (Hinspiel: 29:27), doch "Elfen"-Trainerin Renate Wolf hatte beim Viertelfinal-Aus des TSV Bayer 04 vor allem die mentale Stärke ihrer Schützlinge vermisst: "Natürlich standen wir unmittelbar vor einem Happyend, wenn in der letzten Aktion der Ball von Marlene Zapf irgendwie in den Kasten gegangen wäre. Doch im Grunde sind meine Spielerinnen über 60 Minuten nicht mit dem Druck klargekommen, sind nur hinterher gelaufen und haben beste Chancen unerklärlich vergeigt. Die Schuld liegt eindeutig bei uns selbst."

Dagegen verdankte Oldenburg, das nach dem Wechsel seinen knappen Vorsprung ununterbrochen verteidigen konnte, den erneuten Halbfinaleinzug einer starken Mannschaftsleistung um die lange Zeit überragende Torhüterin Tatina Surkova. Auch Linksaußen Anna Badenhop (5 Treffer) verdiente sich ein Fleißkärtchen im Team des sichtlich stolzen Trainers Leszek Krowicki: "Wir haben in unserer Konzentration nie nachgelassen. Allerdings war ich schon überrascht, dass Leverkusen unter dem sonstigen Niveau gespielt hat."

Dabei profitierten die Gäste auch vom häufig zu zögerlichen Bayer-Rückraum, in dem vor allem Nationalspielerin Laura Steinbach trotz der höchsten Tagesausbeute (8 Tore) viel zu lange mit vornehmer Zurückhaltung glänzte - somit kam die Abschiedsvorstellung im TSV-Trikot für die langjährigen Leistungsträgerinnen Anna Loerper und Lyn Byl früher als erhofft.