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Überlegenheit beeindruckt

An der Seite von Urbannek und Oldenburg ging Saskia Lang voraus. Beim Weg zu den Zuschauern nahm die Halblinke ihre Teamkameraden in den Arm und tanzte zur Musik. Der Song "So ein schöner Tag" von Tim Toupet passte noch nie so gut wie am Samstagabend, nachdem Blomberg-Lippe mit 28:23 gegen den HC Leipzig gewonnen hatte. Nach dem deutlichen Sieg im DHB-Pokal-Viertelfinale beim VfL Oldenburg fegten die Lipperinnen nun den Deutschen Meister mit einem deutlichen Sieg aus der Ulmenallee-Sporthalle. Lang und Co. hatten allen Grund "zu fliegen" und "zu schwimmen", wie es in dem Lied heißt. Das Team um Spielführerin Michaela Seiffert schwimmt auf einer Erfolgswelle.

Dass Blomberg sich vor den Top-Teams nicht zu verstecken braucht, ist bekannt. Aber die Überlegenheit beeindruckte. Auch Trainer André Fuhr. Nach der Quali fürs Pokal-Final-Four hatte er die Euphrie etwas gedämpft, wollte von "der besten Saisonleistung" nichts wissen. Diesmal gab er Gas: "Eine fantastische Leistung, ein grandioser Sieg." Doch damit nicht genug: "Wenn mir am vergangenen Sonntag jemand erzählt hätte, dass wir Oldenburg und Leipzig klar dominieren, hätte ich gesagt: ,Du bist betrunken'." Die Stimmung bei HC-Trainer Heine Jensen passte zum Ergebnis: "Über Ostern haben wir viel zu tun. Es scheint so, als ob die Luft etwas raus ist. Dabei haben die Play-offs noch gar nicht begonnen, darauf bereiten wir uns jetzt vor. Und sollten wir nochmal in Blomberg spielen, werden wir uns anders präsentieren."

Nach dem Seitenwechsel hatten die Gastgeberinnen mit einem Zwischenspurt frühzeitig die Weichen auf Sieg gestellt. Angefangen bei Natalie Hagel, die Torwartkollegin Schülke nach dem Seitenwechsel in den Schatten stellte, legte Provital eine Schippe drauf. Beim zwischenzeitlichen 17:25 (49.) drohte Leipzig sogar eine Klatsche. "Wir haben zuletzt viele Spiele bestritten. Aber das soll keine Ausrede sein", sagte Jensen - aber eine Erklärung. Trotzdem betonte er: "Wir wollten das Spiel gewinnen."