Kein Selbstläufer für den HC Leipzig - Vor der Saison 2009/10: Die Konkurrenz wächst - Osmann erwartet spannende Saison - Handball - Bundesliga - Artikel - Handballwoche
Kein Selbstläufer für den HC Leipzig

Vor der Saison 2009/10: Die Konkurrenz wächst - Osmann erwartet spannende Saison

Die Saison 2009/10 beginnt am kommenden Samstag. Eine Neuerung gibt es schon vor dem Saisonstart. Der Deutsche Meister 2009/10 wird durch einen veränderten Modus ermittelt. Ab dieser Saison werden die ersten acht Clubs der Bundesliga-Normalrunde - statt wie bisher vier - die Playoff-Runde um die deutsche Meisterschaft ausspielen. Damit entfällt die bisherige sogenannte Playoff-2-Runde, für die sich bislang die Vereine auf den Plätzen fünf bis zehn qualifizieren konnten.

"Ich begrüße diese Reform. Diese Änderung hatte ich schon immer gefordert", kommentierte Trainer Leszek Krowicki vom deutschen Pokalsieger VfL Oldenburg die Modusänderung. Krowicki ist zudem davon überzeugt, dass die Frauen-Bundesliga dadurch zukünftig weiter an Spannung und Aufmerksamkeitswert gewinnt wird.

Kay-Sven Hähner, Manager des amtierenden Deutschen Meisters HC Leipzig, sieht den Neuerungen gelassen entgegen: "Für mich bedeutet der neue Modus eigentlich keine große Veränderung. Es wurde im Vergleich zur vergangenen Saison nur noch ein Viertelfinale eingeführt."


Keine taktischen Spielereien

Doch der HCL will sich erst auf gar keine taktischen Spielereien einlassen. "Wir wollen nach der Vorrunde die bestmöglichste Platzierung erreichen, denn das bringt Vorteile in den folgenden Play-Off-Spielen. Zudem bringt ja auch der erste Platz nach der Punkterunde eine sichere Europacup-Teilnahme", erklärt Hähner.

Der Manager des Titelverteidigers sieht seinen Club allerdings keineswegs in der klaren und alleinigen Favoritenrolle. "Es wird deutlich enger zugehen als in der vergangenen Saison." Nach Hähners Meinung dürfen neben Leverkusen auch die Teams aus Oldenburg, Buxtehude, Blomberg sowie Frankfurt/Oder durchaus berechtigte Titelchancen hegen. Hähner: "Es wird nach meiner Meinung keinen Zweikampf mehr zwischen Leipzig und Leverkusen geben. Die Titelverteidigung wird für uns mit Sicherheit kein Selbstläufer werden. Zudem werden die Gegner in den Spielen gegen den HC Leipzig immer noch zehn Prozent mehr drauflegen. "

Die Frauen-Bundesliga wird sich in der kommenden Saison wesentlich ausgeglichener als zuletzt präsentieren. Eine wesentlich größere Breite in der Leistungsspitze sieht auch Leipzigs Manager Kay-Sven Hähner. "Das ist unser Vorteil im Vergleich zu vielen anderen europäischen Ligen. Sechs gleichwertige Teams, die um den Titel spielen können, sehe ich ansonsten nur noch in Dänemark." Und die Leistungsdichte in der Bundesliga soll sich dann auch positiv auf die Ergebnisse der deutschen Mannschaften in den Europapokalwettbewerben auswirken.


Große Spannung erwartet

Bundestrainer Rainer Osmann erwartet in der kommenden Spielzeit viele spannende Begegnungen in der Bundesliga, die dann logischerweise auch eine hohe Publikumswirksamkeit mit sich brächten. Auch Osmann ist der Meinung, dass es in der Saison 2009/10 keinen Zweikampf um den Titel geben wird. "Die Liga präsentiert sich viel ausgewogener. Teams wie Buxtehude, Frankfurt, Oldenburg oder Blomberg haben ihre Kader sehr gut und gezielt ergänzt."

Der Vorsitzende der HBVF, Berndt Dugall, prognostiziert für die kommende Spielzeit ein weiter steigendes Zuschauerinteresse. "In den vergangenen Jahren ist die Qualität der Bundesliga-Hallen stetig gestiegen. Und nun kommt noch die modernisierte EWS-Arena in Göppingen hinzu. Das verspricht einiges", so Dugall. Und vom abgeänderten Modus erwartet der HBVF-Vorsitzende "eine größere Spannung in der entscheidenden Phase und eine einheitliche Linie".

Eine Neuerung ist auch in Sachen Europapokal angesagt. Nach der Saison 2009/10 gibt es nun insgesamt fünf Plätze für deutsche Teams zu vergeben: zwei für die Champions League, zwei für den EHF-Cup und einen für den Europacup der Pokalsieger.

Was meinen Sie? Schreiben Sie Ihre Meinung.
  • E-Mail-Adresse und Namen
    merken
  • (*Pflichtfelder; E-Mail-Adresse
    wird nicht veröffentlicht)
  • Kommentar absenden