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"Wie auf einer Beerdigung"

Im Schongang ist der HC Leipzig ins Halbfinale um die deutsche Meisterschaft eingezogen. In einem wenig begeisternden Match bezwang der Meister den Thüringer HC mit 27:23 und trifft am 5. Mai (auswärts) und 9. Mai (zu Hause) nun auf die HSG Provital Blomberg/Lippe.

Der HCL ließ es angesichts der Dominanz gegen die mit nur sieben Feldspielerinnen angereisten Thüringerinnen sehr locker angehen und leistete sich viele Fehler. Spielfluss kam selten auf. Zur Ehrenrettung der Leipzigerinnen muss freilich gesagt werden, dass das Weiterkommen bereits im Hinspiel vor einer Woche (28:22) geklärt war. Umso bemerkenswerter, dass sich der THC nicht aufgegeben hatte und sich bis zum Schluss tapfer wehrte. Interessanter als das Match waren die Reaktionen hinterher. Das Resümee von HCL-Präsident Axel Ehrhardt "ein gutes Pferd springt halt nur so hoch wie es muss", wurde zum geflügelten Wort des Nachmittags. Die Spielerinnen wollten/durften das nicht so locker sehen, führten entschuldigend die "vielen Wechsel" und "zu viele Fehler" (Ania Rösler) an. Coach Heine Jensen reagierte säuerlich. Die Lust auf Handball habe er vermisst, den Willen, besser zu sein, klagte der Däne und meinte: "Das sah aus wie auf einer Beerdigung. Wir sind weiter, und das ist das einzige Positive."