"Wir waren das Glückslos" - Champions League: HC Leipzig erwischt eine Hammergruppe - Handball - Handball-W CL - Artikel - Handballwoche
"Wir waren das Glückslos"

Champions League: HC Leipzig erwischt eine Hammergruppe

Thema der Woche beim HC Leipzig war die Auslosung der Zwischenrunden-Gruppen der Champions League. Danach trifft der HCL in Gruppe 1 auf Larvik HK, Krim Ljubljana und ETO Györ. "Es konnten ja nur noch schwere Gegner kommen", bewertet Heine Jensen die Auslosung. Zugleich stellt der HCL-Coach auch fest: "Wir freuen uns auf die Spiele. Es wird spannend und ich sehe das sehr positiv. Vor allem, weil keine wirklich weiten Reisen dabei sind."

Auf Reisen müssen sich die HCL-Fans auch bei einigen Heimspielen einstellen. "Die Situation um unsere Heimspiele im Februar gestaltet sich schwierig, da die Arena in dem Monat für Leichtathletik umgebaut ist. Wir sind gerade in Gesprächen mit dem Betreiber und der Stadt Leipzig, ob es eine Möglichkeit zum temporären Hallenumbau gibt. Alternativ müssten wir nach Dessau oder Riesa ausweichen", sagte Manager Kay-Sven Hähner.

Es ist müßig darüber zu diskutieren, ob es, wie Manager Kay-Sven Hähner glaubt, den HCL tatsächlich mit den beiden stärksten Gruppenersten und dem stärksten Gruppenzweiten der Vorrunde "erwischt" hat. "Leichte Gegner gibt es in dieser Runde gar nicht mehr. Wir waren doch das Glückslos", sagt Jensen. Er sieht seine Schützlinge als Außenseiter. "Aber das passt uns gut und ist auch positiv für unseren Entwicklungsprozess. Wer hätte schon gedacht, dass wir in dieser Saison mindestens zwölf Spiele in der Champions League erleben?"


Attraktive Gegner

"Es gibt in der Hauptrunde zwar keine leichten Gegner mehr, aber mit Krim und Larvik haben wir zwei der stärksten Gruppenersten erwischt. Aber wir nehmen das sportlich und sehen das als ganz große Herausforderung und werden es genießen", sagte Leipzigs Manager Kay-Sven Hähner. "Favorit sind wir hier definitiv in keinem einzigen Spiel, aber auch im letzten Jahr haben alle nur über die Höhe der Niederlage gegen Wolgograd geredet und am Ende ist es ganz anders gekommen. Es sind sehr attraktive Mannschaften, und wir haben gegen alle schon gespielt und auch schon gewonnen. Mal sehen, was wir als Außenseiter hier bewegen können." Ein wenig unglücklich sei die Konstellation der Heim- und Auswärtsspiele, da der HCL die beiden letzten Partien auswärts bestreiten muss. Der erste Spieltag ist für den 6./7. Februar angesetzt. Leipzig empfängt dann Larvik HK zu Hause. Die beiden Ersten der Hauptrunden-Gruppen bestreiten das Halbfinale.


Alte Bekannte

Die Gruppengegner sind gute Bekannte, der HCL hat gegen alle drei schon gespielt - und auch gewonnen! Co-Trainer Jochen Holz muss nicht lange überlegen. "Gegen Larvik haben wir in der Saisonvorbereitung beim Turnier in Wittlich gespielt und im Finale 23:22 gewonnen. Krim Ljubljana konnten wir vor Jahren als amtierenden Champions-League-Gewinner bei einem unserer Masters-Turniere besiegen, und der Heimspiel-Erfolg gegen Györ 2005 im EHF-Cup-Halbfinale (33:27) ist auch bei allen noch in allerbester Erin nerung."

Leipzigs Trainer Heine Jensen freut sich auf die namhaften Gegner: "Larvik und Krim sind sehr souverän durch ihre Gruppen gegangen, Györ war punktgleich mit dem Gruppensieger Zweiter in der Gruppe und auch im letztjährigen Finale gegen Viborg nur mit einem Tor unterlegen. Besser geht es kaum. Aber wir denken jetzt noch nicht so viel an Februar, wir haben noch einige wichtige Bundesligaspiele zuvor." Jensen sieht sein Team in der Champions League aber keinesfalls chancenlos. "Klar wollen wir Spiele gewinnen. Aber da reicht es eben nicht, wenn zwei oder drei unserer Mädels hundert Prozent bringen. Das müssen dann alle. Und eine Angriffsleistung wie zuletzt gegen Trondheim reicht natürlich auch nicht", so der HCL-Coach. Folgende Parole für die Gruppenspiele gibt der Däne für sein Team aus: "Punkten, genießen und uns teuer verkaufen."