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Abschied aus Riesa

Frauen suchen neuen Pokalsieger

Die Sieger der letzten sechs Jahre fehlen, der deutsche Meister ist auch nicht dabei: Zum Abschied des Final Four aus seinem Stammspielort Riesa suchen die Handball-Frauen erstmals seit 2003 wieder einen neuen DHB-Pokalsieger.

Im ersten Halbfinale am 01. Mai spielen 2003-Gewinner FHC Frankfurt/Oder und ProVital Blomberg-Lippe um den Einzug ins Endspiel am 02. Mai. Anschließend ermitteln Europacup-Finalist Buxtehuder SV und Rekord-Pokalsieger Bayer Leverkusen den zweiten Endspiel-Teilnehmer. Die Frauen spielen letztmals ihren Pokalsieger in Riesa aus. Die sächsische Sportstadt ist seit 1997 Gastgeber für das Final Four, das ab kommender Saison in Göppingen stattfindet. Spielort wird die 5500 Zuschauer fassende EWS Arena sein.

Leverkusen, Frankfurt/Oder und Buxtehude steht bei dem Turnier in Riesa inmitten der heißen Phase im Meisterschaftskampf ein besonderer Kraftakt bevor. Am Mittwochabend gewann Leverkusen das Viertelfinal- Rückspiel gegen Frankfurt/Oder mit 25:23 und zog nur dank der mehr erzielten Auswärtstore beim 25:27 in Hinspiel ins Playoff-Halbfinale ein. «Ich bin ziemlich am Ende. Erst die Dramatik am Wochenende, wo wir knapp verloren haben, und nun dieser knappe Sieg», bekannte Leverkusens Trainerin Renate Wolf und erinnerte an das Halbfinal-Aus im Europacup trotz eines 31:28 gegen Elda Prestigio (Spanien).

Der Buxtehuder SV hatte sich durch einem 31:28- Sieg gegen Metalurg Skopje (Mazedonien) ins Endspiel um den Challenge Cup gekämpft. «Sie hat ihr Herz in beide Hände genommen und ist in einem atemberaubenden Tempo ins Finale gerauscht», lobte Trainer Dirk Leun seine Mannschaft und versprach für das Final Four: «Wir werden mit gleichem Einsatz spielen und Leverkusen Paroli bieten.»

Vergleichsweise ausgeruht kommt Blomberg-Lippe nach einer spielfreien Woche zur Endrunde. Die Ostwestfalen hatten sich bereits am vorigen Samstag gegen den Halbfinal-Kontrahenten Buxtehude für das Meisterschafts-Halbfinale qualifiziert. «Und wir reisen nicht nach Riesa, um dort das Teilnehmerfeld zu vervollständigen», kündigte Trainer Andre Fuhr an.