Europapokal als Eigenwerbung
02.02.10 - 00:10
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Erst Schwäbinnen, dann Schwedinnen: Binnen vier Tagen sind die Bayer-Handballdamen zwei Mal auf nationaler wie internationaler Bühne gefordert. Zunächst soll gegen die unberechenbaren Gäste von FA Göppingen ein Bundesliga-Heimsieg gelingen, dann steht der erste Teil der schweren Achtelfinal-Aufgabe im EHF-Pokal gegen IK Sävehof auf dem Plan.
"Gegen diesen sehr attraktiven Gegner mit einigen schwedischen Nationalspielerinnen erhoffe ich mir ein Duell auf Augenhöhe. Um gute Chancen für den Einzug in die nächste Runde zu haben, müssten wir das Hinspiel mit drei bis fünf Toren Vorsprung gewinnen", blickt Trainerin Renate Wolf voraus.
Förderverein gegründet
Natürlich sollen jeweils die Ergebnisse beim Schlusspfiff stimmen, doch die "Elfen" werden beide Partien ebenso zur massiven Eigenwerbung außerhalb der Spielfläche nutzen. Denn eine drastische Etatkürzung für die kommende Saison 2010/2011 gefährdet die Erstliga-Zugehörigkeit des immer noch amtierenden Rekordmeisters, der bis 31. März die entsprechende Lizenz beim Deutschen Handball-Bund (DHB) beantragen muss. "Bis dahin werden wir durch verschiedene Aktionen auf unsere schwierige Lage aufmerksam machen und für den Erhalt des traditionsreichen Standortes Leverkusen kämpfen", kündigt die langjährige Top-Kreisläuferin an.
"Wir fühlen uns nicht nur unseren seit Jahren im Bayer-Trikot auflaufenden Eigengewächsen wie die Nationalspielerinnen Clara Woltering, Anne Müller oder Anna Loerper verpflichtet, sondern vor allem den gerade in der Ausbildung stehenden deutschen Nachwuchshoffnungen Marlene Zapf, Laura Glaser, Penda Bönighausen und Elisabeth Garcia", gibt sich Renate Wolf gewohnt kämpferisch für ihre "Elfen".
Aktuellste Maßnahme ist die am Wochenende erfolgte Neugründung eines Fördervereins zur Unterstützung des Leverkusener Frauenhandballs samt eigenem Spendenkonto und mit prominenten Mitstreitern wie beispielsweise Torwart-Legende Andreas Thiel. Dazu gibt es während der Heimspiele attraktive Verlosungen von Original-Trikots von Sympathisantinnen wie Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius oder der Paralympics-Dritten Astrid Höfte unter dem passenden Motto "Sportler geben ihr letztes Hemd für die Elfen". Außerdem wird eine eigens eingerichtete Internet-Homepage (www.rettetdieelfen.de) die Fans über die Aktivitäten zur Rettung ihrer Sportart täglich informieren.
Und in Kürze kann die Handball-Abteilung einen neuen Automobil-Partner präsentieren. Renate Wolf: "Wir werden auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig agieren. Unsere Spielerinnen sind über die einzelnen Schritte stets informiert und arbeiten Seite an Seite mit uns, damit wir unsere sportliche Heimat Leverkusen nicht verlieren."



