"Zäh wie Kaugummi"
26.10.10 - 00:10
![]() |
Die Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen haben bei ihrem Debüt im EHF-Pokal ohne großen Aufwand die dritte Runde des europäischen Wettbewerbs erreicht. Nach dem 34:19 im Hinspiel siegten die Grün-Weißen auch auf Zypern deutlich mit 30:22.
Der Trip auf die Insel im östlichen Mittelmeer hatte für die Göppingerinnen aber trotz der sommerlichen Temperaturen mit Urlaub nichts zu tun, denn Trainer Aleksandar Knezevic forderte von seinem Team eine Leistungssteigerung zum Heimspiel vor Wochenfrist. Zunächst wollte dies aber gegen den A.C. Latsia nicht wirklich gelingen. Die Hausherrinnen ergötzten sich vor der spärlichen Kulisse von knapp 100 Zuschauern damit, durch lange Angriffe nicht ins Offensivmesser von Frisch Auf zu rennen. "Das Spiel war zäh wie Kaugummi", charakterisierte Manager Thomas Pientka folgerichtig.
Erwarteter Sprung in 3. Runde
Doch die Taktik der Zypriotinnen ging zunächst auf. Erst nach zehn Minuten konnte Göppingen zum 5:5 ausgleichen, übernahm aber dann doch zunehmend das Spiel in die Hand. Über ein 6:10 zog man davon und an diesem Vorsprung änderte sich bis zum Pausenpfiff beim 11:15 nichts mehr. Auch die zweite Hälfte ging klar an den deutschen Vertreter und der Vorsprung wuchs stetig an. Am Ende stand ein 22:30 auf der Anzeigetafel und der erwartete Sprung in die dritte Runde des EHF-Pokals für Frisch Auf stand fest.
Auf einen Einsatz der angeschlagenen Alena Vojtiskova und Marieke van der Wal verzichtete Coach Knezevic in Anbetracht der kommenden Aufgaben dabei gleich ganz. "Wir haben unser Ziel erreicht, sind in der nächsten Runde und konnten noch ein paar taktische Dinge für die nächsten Spiele ausprobieren", zeigte sich Aleksandar Knezevic vom kurzen Ausflug in den Sommer zufrieden. Zudem kehrten die Grün-Weißen ohne weitere Verletzungen unter den heimischen Hohenstaufen zurück, ein Punkt, der bei der Dreifachbelastung und dem dünnen Kader von Frisch Auf auch schon als Erfolg zu werten ist.



