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Klarer Sieg gegen die Niederlande eine Woche vor dem WM-Start

Deutschland testet weiter mit Erfolg

Die Frauen-Nationalmannschaft hat ihren vorletzten Test vor der Weltmeisterschaft in China souverän gewonnen. In Wuppertal feierte der EM-Vierte einen glanzlosen 33:19 (12:10)-Sieg über die am Ende überforderten Niederlande.

Vier Tage vor der Abreise nach Wuxi blieb die DHB-Auswahl vor 1.488 Zuschauern in der Uni-Halle gegen den zweitklassigen Kontrahenten den Beweis der WM-Reife eine Halbzeit lang schuldig. Beste deutsche Werferin war Rechtsaußen Sabrina Neukamp (Blomberg-Lippe/13). Zum Abschluss der Vorbereitung trifft der WM-Dritte am Freutagabend in Greven erneut auf die Niederlande.

Vier Tage nach dem 31:27-Erfolg über WM-Auftaktgegner Dänemark taten sich die deutschen Frauen jedoch schwer. Im Angriff war noch viel Sand im Getriebe. Zudem sündigten die Frauen um Kapitän Nina Wörz reihenweise vor dem Tor der Niederländerinnen. Vor allem aus dem neu formierten Rückraum fehlte es ohne Grit Jurack (Schwangerschaft) und Nadine Krause (Schulteroperation) an Durchschlagskraft. Wie bereits gegen Dänemark wirkte vornehmlich Jurack-Ersatz Franziska Mietzner (Frankfurt/Oder) gehemmt und zögerlich beim Torwurf. Lediglich vom Siebenmeter-Punkt wies die 20-Jährige ihre aus der Bundesliga bekannte Treffsicherheit nach.

Beide Teams kamen nur schleppend in Gang, wirkten nervös und überhastet im Angriff. Die deutsche Mannschaft überwand als Erste die Schwächen und ging mit 5:2 (11.) in Führung. Allerdings blieben die Niederländerinnen, die sich nicht für die WM qualifiziert haben und auch bei der vorigen EM fehlten, ein unbequemer Widersacher. Beim 10:9 (25.) und 12:11 (31.) musste der Gastgeber um seine Führung bangen. Nach und nach aber machten sich dann die konditionellen Vorteile der deutschen Mannschaft bemerkbar. Vom 15:11 (35.) setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Rainer Osmann vorentscheidend auf 22:14 (45.) ab.

Bei der Weltmeisterschaft vom 5. bis 20. Dezember spielt das deutsche Team in der Vorrundengruppe A in Wuxi gegen Dänemark, Kongo, Brasilien, Schweden und Frankreich um den Einzug in die Hauptrunde. Dafür muss die Mannschaft mindestens Gruppendritter werden.

Das Spiel in der Statistik

Deutschland – Niederlande 33:19 (12:10)
Deutschland: Englert, Schülke; Härdter (3), Klein (1), Rösler, Walzik (3), Wörz, Kethorn (1), Loerper (2), Müller, Neukamp (13), Mietzner (4/4), Steinbach (2), Beier (1), Althaus (3)
Niederlande: van der Wal, Roelofs, Burrekers; van Dort, van der Heijden (1), Bont (1), de Haze, Deen (2), Snelder (4), Matteman, Lamein (1/1), Hilster (1), Visser (6/2), van Cappelle (2), Malestein (1)
Zuschauer: 1.488. - Schiedsrichter: Licis/Stolarovs (Lettland). - Zeitstrafen: 4:6 Minuten. –Siebenmeter: 5/4:3/3.