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World Cup in Dänemark

DHB-Frauen starten mit Niederlage

Hoffnungsvoll trotz Fehlstarts: Die deutschen Handballerinnen können den weiteren Begegnungen beim World Cup trotz einer Auftaktniederlage optimistisch entgegen sehen. Das Team von Bundestrainer Rainer Osmann musste sich im dänischen Aarhus Ungarn mit 19:22 (10:9) geschlagen geben.

Für die DHB-Auswahl traf Grit Jurack, die nach der Babypause ihr Comeback gab, ebenso fünfmal wie ihre Viborg-Clubkollegin Anja Althaus. Beste Spielerin auf dem Parkett war allerdings die ehemalige Welthandballerin Anita Görbicz. Die Ungarin erzielte acht Treffer.

«Das war doch leicht ernüchternd, obwohl das Ergebnis nicht im Vordergrund stand», sagte Osmann, fand aber lobende Worte für Jurack und Torhüterin Katja Schülke (Leipzig). «Der Auftritt von Grit war sehr ansprechend, aber bei ihr gilt auch das, was für die Mannschaft gilt: Es ist alles ausbaufähig», meinte der Coach.

Besonders in den ersten 30 Minuten zeigte das DHB-Team eine ansprechende Leistung. Mit nur einer gemeinsamen Trainingseinheit ins Spiel gegangen, wurde besonders in der Abwehr sehr gut gearbeitet. Torhüterin Schülke sowie die Dänemark-Legionärinnen Althaus und Susan Müller (Aarhus) im Deckungszentrum gaben der Mannschaft den notwendigen Rückhalt. Selbst der Fehlstart mit einem 0:4- und später 2:5-Rückstand brachte die Osmann-Schützlinge nicht aus dem Konzept. Trotz einiger vergebener Chancen gingen die Deutschen mit einem 10:9 in die Kabine, nachdem Torhüterin Sabine Englert (Midtjylland) in den letzten Sekunden vor der Pause sowohl einen Strafwurf als auch den Nachschuss in großer Manier pariert hatte.

Nach dem Wechsel gab es acht Minuten lang keinen deutschen Treffer. Das nutzten die Ungarinnen, angeführt von der überragenden Görbicz, um auf 17:12 davonzuziehen. Dieser Rückstand war für eine aufopferungsvoll kämpfende DHB-Sieben eine zu große Hypothek. Zwar gelang noch eine Resultatsverbesserung, ein Punktgewinn war nicht mehr möglich. «Vielleicht lag es ja daran, dass wir uns ein Vierteljahr nicht gesehen haben, aber trotzdem hatte ich mir mehr gewünscht», bilanzierte Osmann.

Der World Cup dient der deutschen Mannschaft als Vorbereitung auf die Europameisterschaft im Dezember in Norwegen und Dänemark. Bundestrainer Osmann legt deshalb weniger Wert auf Erfolge, sondern will vielmehr die unterschiedlichsten Formationen bei Begegnungen auf hohem internationalen Niveau probieren und so das Team maximal vorbereiten. Weitere Gegner der DHB-Auswahl in der Vorrunde sind Frankreich und Gastgeber Dänemark.