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Osmann-Team feiert 1. EM-Sieg

EM-Hauptrunde im Visier

Dank einer starken kämpferischen Leistung haben die deutschen Handball-Frauen die Chance auf das Erreichen der EM-Hauptrunde deutlich verbessert. Die Mannschaft von Trainer Rainer Osmann gewann eine hitzige Vorrunden-Partie gegen die Niederlande mit 30:27 (17:18). Damit schaffte die DHB-Auswahl einen Tag nach der 25:27-Niederlage gegen Schweden zum EM-Auftakt in Dänemark und Norwegen das nötige Erfolgserlebnis.

«Die Niederländerinnen haben uns alles abverlangt. Wir mussten über die 60 Minuten Spielzeit kämpferisch alles geben», bilanzierte Osmann. Beste deutsche Werferinnen im norwegischen Larvik waren Sabrina Richter (HSG Blomberg-Lippe) und Anna Loerper (Bayer Leverkusen) mit jeweils sieben Treffern. Für die Niederlande war Laura van der Heijden (VfL Oldenburg) mit ebenfalls sieben Toren erfolgreichste Werferin. Mit zwei Punkten liegt Deutschland gleichauf mit dem Oranje-Team. Nun genügt der DHB-Auswahl im letzten Vorrundenspiel gegen die Ukraine am 10. Dezember ein Remis zum Weiterkommen.

 

Schweden hatte zuvor als erstes Team der Vorrundengruppe C durch ein 33:25 (18:15) gegen die Ukraine die Hauptrunde erreicht. Drei Teams sichern sich das Ticket für die nächste Etappe.

Osmann musste auf Linksaußen Nadine Härdter (VfL Sindelfingen) verzichten, die sich gegen Schweden eine Hüftprellung zugezogen hatte. Sie wurde von Natalie Augsburg (HC Leipzig) ersetzt. Überraschend saß Rekord-Nationalspielerin Grit Jurack vor der Pause nur auf der Bank - sie lief erst in der zweiten Hälfte auf.

Vor dem Seitenwechsel spielte die DHB-Auswahl dennoch engagierter als am Vortag. Nach einem deutschen 6:2-Blitzstart kämpften sich die Niederländerinnen wieder heran, glichen zum 7:7 aus und lagen beim 8:7 (14. Minute) in Führung. Nach dem Torwartwechsel von Katja Schülke auf Sabine Englert stabilisierten die Deutschen ihr Spiel. Dennoch gingen die Niederlande mit einer Führung in die Pause.

Die Partie auf Augenhöhe wurde in der zweiten Hälfte deutlich härter. Das DHB-Team holte sich in der 39. Minute die Führung zurück, verpasste aber mehrfach eine frühe Vorentscheidung. Es dauerte bis zur 53. Minute, ehe Sabrina Richter beim 28:25 erstmals wieder für eine Drei-Tore-Führung sorgte. Diese hielt bis zum Ende.