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Der neue Frauen-Bundestrainer

Für Hoffnungsträger Jensen ist das Glas halb voll

Der Mann für alle Fälle ist momentan noch in doppelter Mission unterwegs, doch Heine Jensen gibt sich ungeachtet des Arbeitspensums dänisch gelassen. Der neue Frauenhandball-Bundestrainer sitzt entspannt im Mannschaftsbus des deutschen Meisters HC Leipzig und beantwortet geduldig Fragen nach der Zukunft der Nationalmannschaft. Eine Zukunft, die der 34-jährige Jensen entscheidend prägen soll. Egal ob WM- und Olympia-Qualifikation gelingen oder der radikale Neuaufbau des EM-13. bereits im Sommer ansteht. „Es wartet viel Arbeit, aber das Potenzial des deutschen Frauenhandballs ist riesig. Es wird eine spannende Aufgabe“, sagte Jensen dem SID und legte bewusst Optimismus an den Tag: „Die Chancen auf die Teilnahme an der WM in diesem Jahr stehen bei 50:50. Und wer ist nicht gerne bei Olympia dabei?“

In seine Arbeit will der Däne etliche skandinavische Aspekte einfließen lassen. Die Frauen-Nationalmannschaft seiner Heimat war einst in Sachen Athletik und Taktik das Maß aller Dinge und wurde zwischen 1996 und 2004 dreimal in Folge Olympiasieger. „Das hat mich geprägt“, verriet Jensen, über den Leipzigs Manager Kay-Sven Hähner sagt: „Heine ist ein Teamplayer, besonnen und sachlich. Für ihn ist das Glas immer halb voll, nie halb leer.“ Typisch skandinavisch eben.

Personell kündigte Jensen schon einmal eine neue Zeitrechnung an. „Ich werde die aktuell beste Mannschaft nominieren. Es geht nicht darum, was irgendwer vorher einmal geleistet hat“, sagte der frühere Profi der ersten norwegischen Liga. Aufgrund der knappen Zeitspanne bis zu den WM-Qualifikations-Spielen gegen Ungarn am 4./5. und 11. /12. Juni ist ein radikaler Umbruch dennoch unwahrscheinlich.

Der Däne aus Thisted, der in den nächsten Tagen beim Deutschen Handballbund einen Dreijahresvertrag bis Dezember 2014 unterschreibt, ist der erste Ausländer auf dem Posten des Frauen-Bundestrainers in Deutschland. „Jensen besitzt die Qualität, und nur darum geht es“, sagte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier: „Heine hat sehr erfolgreich mit einer deutschen Spitzenmannschaft gearbeitet und ist schon sehr erfahren.“ Bis zum 30. Juni wird Jensen noch in Doppelfunktion als Trainer der Leipzigerinnen verantwortlich sein, mit denen er in den vergangenen beiden Jahren jeweils den Meistertitel und 2009 den EHF-Cup gewann. Sein Debüt auf der Bank der Nationalmannschaft wird der neue Mann beim Osterturnier (21. bis 24. April) in Völklingen geben.

Zur Unterstützung sollen Jensen dort zwei Bundesligatrainer zur Seite gestellt werden. Im Gespräch sind Dirk Leun (Buxtehuder SV) und Renate Wolf (Bayer Leverkusen). Das letzte Wort hat das DHB-Präsidium. Die Spiele im Saarland gegen Olympiasieger Norwegen, Frankreich und Spanien sind die letzten Tests vor der Herkulesaufgabe WM-Qualifikation. Sollte das Ticket für die Weltmeisterschaft im Dezember 2011 in Brasilien verspielt werden, wäre die Nationalmannschaft auch bei den Olympischen Spielen 2012 in London nicht dabei. "Dann gibt es schon im Sommer den absoluten Neuaufbau, die klare Zäsur mit dem Ziel Olympia 2016", sagte Bredemeier. Heine Jensen soll dabei die Allzweckwaffe sein. Der Coach wird sich intensiv um die Leistungssportstrukturen im weiblichen Nachwuchs kümmern.

KOMMENTARE

PhyllisCheby, 24.04.17, 09:30 Uhr
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Mahala, 20.07.15, 18:57 Uhr
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