Deutsche Frauen ohne vier Stammspielerinnen nach China - Hering statt Walzik zur WM - Handball - Handball-W Nationalmannschaft - Artikel - Handballwoche
Deutsche Frauen ohne vier Stammspielerinnen nach China

Hering statt Walzik zur WM

Die Personalprobleme reißen nicht ab für Rainer Osmann. Einen Tag vor dem Abflug zur Weltmeisterschaft nach China musste der Frauen-Bundestrainer sein Aufgebot noch einmal umbauen. Für die verletzte Sara Walzik düst nun Mandy Hering vom Frankfurter HC mit nach Wuxi.

Nach Grit Jurack, Nadine Krause Und Ulrike Stange ist Walzik schon die vierte Spielerin, auf die Osmann verzichten muss. Die 22-jährige Linksaußin des TSV Bayer 04 Leverkusen hatte am Freitag im letzten Testspiel gegen die Niederlande (24:22) eine so schwere Zerrung der Rumpfmuskulatur erlitten, dass sich Osmann am Sonntagnachmittag zu einem kurzfristigen Wechsel genötigt sah.

Risiko wäre zu groß gewesen

„Von der medizinischen Seite kam keine zuverlässige Antwort, ob Sara In einer Woche wieder einsatzbereit wäre“, sagte Osmann. „Das Risiko wäre zu groß gewesen. Saras Ausfall ist ein herber Verlust. Ich bin persönlich betroffen.“ Walzik hatte im Uniklinikum Erlangen mehrere Tests absolviert und sich behandeln lassen, doch die Chance auf einen Einsatz im ersten WM-Spiel in Wuxi gegen Dänemark (Samstag, 5.Dezember, ab 13.45 Uhr live bei Eurosport) ließ sich auf maximal 50 Prozent beziffern.

Der nunmehr vierte Ausfall einer Stammkraft belastet die Zuversicht von Osmann. „Wir müssen das ertragen“, sagte der 59-jährige Eisenacher. „Unsere Aufgabe wird so noch schwerer, aber wir werden weiter versuchen, das Beste daraus zu machen.“ Nach derzeitigem Stand der Dinge wird Mandy Hering, die in bisher 68 Länderspielen 124 Tore erzielte, erst im Laufe der Woche zur deutschen Mannschaft stoßen können. Am Donnerstag bestreitet das Team in Wuxi noch ein letztes Testspiel gegen den Olympiavierten Ungarn.

In der als am schwersten geltenden Vorrundengruppe A muss sich das DHB-Team nicht nur gegen Rekord-Olympiasieger Dänemark, sondern auch gegen die Republik Kongo, Brasilien und die starken europäischen Nationen Schweden und Frankreich behaupten. Nur die ersten drei Mannschaften dieses ausgeglichenen Feldes erreichen die Hauptrunde.

Was meinen Sie? Schreiben Sie Ihre Meinung.
  • E-Mail-Adresse und Namen
    merken
  • (*Pflichtfelder; E-Mail-Adresse
    wird nicht veröffentlicht)
  • Kommentar absenden
MEISTGELESENE ARTIKEL