Frauen-WM: erster Hauptrundenerfolg für Deutschland - Im Endspurt zum Sieg gegen Österreich - Handball - Handball-W WM - Artikel - Handballwoche
Frauen-WM: erster Hauptrundenerfolg für Deutschland

Im Endspurt zum Sieg gegen Österreich

Nach zwei bösen Pleiten in Folge hat sich die deutsche Nationalmannschaft wieder gefunden. Bei der Frauen-WM in China gewann das Team von Bundestrainer Rainer Osmann sein Hauptrundenspiel gegen Österreich 29:26 (12:14).

Allerdings setzte sich das DHB-Team erst im Endspurt durch. Die junge österreichische Mannschaft, die schon mit dem Erreichen der Hauptrunde ihre Ziele übertroffen hatte, bestimmte lange Zeit die Partie. In der Deckung taktisch sehr gut eingestellt von Trainer Herbert Müller und vorne vor allem aus dem Rückraum gefährlich lag die ÖHB-Auswahl meist mit ein oder zwei Toren vorne.

Müller beste Werferin

Nach dem 13:16 (33.) aber kämpfte sich der EM-Vierte zurück, eroberte eine 23:22-Führung (49.) und gab den Erfolg nicht mehr aus der Hand. In der Endphase, als sich die größere Tiefe des deutschen Kaders samt den vorhandenen Wechselmöglichkeiten bemerkbar machte, kippte das Osmann-Team die Partie. Mit einem weiteren Erfolg im letzten Hauptrunden-Spielgegen Afrika-Meister Angola kann die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) maximal das Spiel um Platz sieben erreichen. Beste deutsche Werferin war Susann Müller (7).

"Der Substanzverlust ist erkennbar. Kämpferisch gibt es nichts auszusetzen. Aber wir machen uns das Leben durch leichtfertige Fehler selbst schwer", sagte Osmann. Er musste vor der Partie erneute Rückschläge verkraften. Für Ania Rösler (Leipzig) ist die WM beendet. Die Rückraumspielerin erlitt gegen Russland einen Anbruch des Mittelfingers in der linken Hand. Unklar ist der weitere Einsatz von Torhüterin Clara Woltering, die wegen einer Knieverletzung ausfiel.

Das Spiel in der Statistik

Deutschland – Österreich 29:26 (12:14)
Deutschland:
Englert, Schülke; Härdter (2), Klein (2), Wörz (3), Kethorn, Loerper (5/4), Hering (2), Müller (7), Neukamp, Mietzner (3), Steinbach (2), Beier, Althaus (3)
Österreich: Schilk, Blazek; Scheffknecht (3), Frey, Subke (7), Magelinskas (4/1), Budecevic, Doppler, Nina Stumvoll, Sabrina Stumvoll, Plach (4), Grausenburger, Engel (5/2), Spiridon (3)
Zuschauer: 1.150. - Schiedsrichter: Raluy/Sabroso (Spanien). – Siebenmeter: 5/4:6/3. – Zeitstrafen: 12:10 Minuten. – Disqualifikation: Subke (53./grobes Foulspiel).

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