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"Das war eine ordentliche Sause"

Jensen-Team feiert WM-Teilnahme ausgelassen

Die deutschen Handball-Frauen haben ihren bedeutsamen 27:22-Sieg in Györ und das ersehnte WM-Ticket ausgelassen bis in den Sonntagmorgen hinein gefeiert.

«Das war eine ordentliche Sause», sagte Bundestrainer Heine Jensen der Nachrichtenagentur dpa, nachdem sein Team das Alles-oder-Nichts-Spiel souverän gewonnen hatte. Nun geht es im Dezember nach Brasilien zur Weltmeisterschaft (3. bis 18. Dezember). Dort werden die Plätze für die Olympia-Qualifikationsturniere vergeben. Nur der neue Weltmeister löst direkt das Ticket für die Olympischen Spiele 2012 in London.

«Jetzt ist der deutsche Frauenhandball wieder wer», betonte der Trainer des Bundesligisten Frankfurter HC, Dietmar Schmidt. Der Olympiasieger von 1980 gehörte wie Renate Wolf (Bayer Leverkusen) und Dirk Leun (Buxtehuder SV) zu Jensens neuem Trainerteam. «Das Projekt mit der Bundesliga hat exzellent funktioniert. Die Mannschaft hat auf und neben dem Parkett eine klasse Teamleistung geboten», sagte Kay-Sven Hähner, Manager des HC Leipzig und stellvertretender Vorsitzender der Handball-Bundesliga-Frauen (HBF).

Die Leipziger Torhüterin Katja Schülke hielt den Auswärtssieg mit insgesamt 20 Paraden fest, und Nadja Nadgornaja (mit acht Toren beste deutsche Werferin) vom Double-Gewinner Thüringer HC traf im Rückraum nervenstark. «Es war richtig toll, was Nadja gezeigt hat», lobte Jensen und betonte: «Sie hat ihre Leistungen aus der Bundesliga bestätigt. Und das zeigt auch die Stärke des Teams, dass es einer so jungen und international noch unerfahrenen Spielerin vertraut.»