Zwei Siege und ein Remis - Juniorinnen auf dem Weg zur EM-Form - Handball - Handball-W Nationalmannschaft - Artikel - Handballwoche
Zwei Siege und ein Remis

Juniorinnen auf dem Weg zur EM-Form

"Das war ein wichtiges Spiel gegen einen starken Gegner", sagte Osmann. "Frankreich war sehr präsent. Wir hatten dagegen individuelle Probleme und wissen, was wir nun tun müssen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns kämpferisch so präsentiert, wie ich das erwarte. Der Erfolg war jedenfalls wichtig für die Psyche."

In knapp drei Wochen müssen die DHB-Talente der Jahrgänge 1990/91 bei der Europameisterschaft in Ungarn (14. bis 23. August) bereits in der Vorrunde gegen Top-Gegner bestehen. Im Vergleich mit Jugend-Weltmeister Russland, dem WM-Finalisten Serbien und Polen müssen Kim Naidzinavicius & Co. mindestens Rang zwei belegen, um in die Hauptrunde einzuziehen.

Während die deutschen Juniorinnen erst am vergangenen Sonntag in Tettnang zusammenkamen, befindet sich Frankreich bereits seit einer Woche im Training. Defizite im Umgang mit dem Ball gab es jedoch noch auf beiden Seiten. Die nötige Aggressivität in der Defensive erkannte Osmann erst nach dem Seitenwechsel. Weiteres Potenzial liegt in einer zu verbessernden Abstimmung zwischen Torfrauen und Abwehr.

1. Spiel: Deutschland - Frankreich 27:26 (13:14)

Deutschland: Kurzke, Roch; Zapf (2), Schulze, Müller (3), Hellriegel (2), Eisenkolb, Bönighausen (3), Schmele (2), Naidzinavicius (10/6), Wenzl (1), Leppert (2), Busch, Thomas (2)

Auch in Blaubeuren haben die DHB-Juniorinnen im zweiten Spiel gegen Frankreich einen guten Eindruck hinterlassen. Das Team von Bundestrainer Rainer Osmann und DHB-Trainerin Kathrin Blacha gewann vor 500 Zuschauern mit 23:19 (12:8). "Das war eine deutliche Steigerung mit einer hervorragenden kämpferischen Leistung", sagte Osmann. "Alle Spielerinnen besitzen an diesem Erfolg einen riesigen Anteil. Wir haben auch in kritischen Phasen gewechselt, aber die Mannschaft ist widerstandsfähig geblieben."

Reserven sah Osmann gegen die aggressiven Französinnen noch in der Chancenverwertung. "Insgesamt", sagte der 59-jährige Eisenacher, "muss ich der Mannschaft nach sieben Trainingseinheiten und dem Spiel vom Mittwoch jedoch meine Anerkennung zollen und bin mit der kämpferischen Einstellung sehr zufrieden."

2. Spiel: Deutschland - Frankreich 23:19 (12:8)

Deutschland: Kurzke, Glaser; Zapf (1), Schulze, Müller (2), Hellriegel (7), Eisenkolb (1), Bönighausen (2), Preis, Schmele (1), Fischer (2), Naidzinavicius (2/1), Wenzl (4), Thomas (1)

Zum Abschluss einer intensiven Woche haben die deutschen Juniorinnen gegen Frankreich in Riedlingen ein 25:25 (12:13)-Remis erreicht. "Wir sind wieder in einer ordentlichen Verfassung", sagte Osmann nach den drei Partien gegen Frankreich. "Das waren wichtige Tests gegen eine starke Mannschaft."

Im dritten Vergleich waren beiden Mannschaften die Anstrengungen der vergangenen Tage anzumerken, die sich in der Qualität des Spiels niederschlugen. Trotz vieler Fehler kämpfte die DHB-Auswahl jedoch erfolgreich gegen die Müdigkeit an. Gegen die 5:1- und 4:2-Abwehr der Französinnen offenbarten die deutschen Spielerinnen allerdings große Probleme. "Das war ein wichtiger Fingerzeig. Wir werden das besprechen und dann passende Mittel trainieren", sagte Bundestrainer Osmann mit Blick auf die unmittelbare EM-Vorbereitung, die am 9. August in Grünberg beginnt.

3. Spiel: Deutschland - Frankreich 25:25 (12:13)

Deutschland: Roch, Kurzke; Zapf (1), Schulze, Müller (2), Eisenkolb, Bönighausen (1), Preis (2), Schmele (1), Fischer (2), Naidzinavicius (8), Wenzl (6/1), Leppert (1), Busch (1)