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Frauen-WM: Deutschland im "Endspiel" um Platz sieben

Mit Rumänien ist noch eine Rechnung offen

Ein saftiges Stück Fleisch, ein leckerer Rotwein und ein gemütlicher Abend: Mit einem geselligen Essen in einem Steakhouse haben die deutschen Handball-Frauen den glücklichen Ausklang der Hauptrunde gefeiert und sich auf das Spiel um Platz sieben bei der WM eingeschworen.

"Ich bin sehr froh, dass meine Mannschaft, die sich im Umbruch befindet, im Spiel um Platz sieben stehen wird", bekannte Bundestrainer Rainer Osmann, der vor dem Platzierungsspiel am 17. Dezember gegen Rumänien erstmals während der WM in China ein wenig durchschnaufen konnte. "Die WM war aus unserer Sicht ein Gradmesser. Platz sieben oder acht sind der Situation real angepasst."

Schweden gewinnt President's Cup

Die deutsche Mannschaft war von Yangzhou aus zur letzten WM-Station Suzhou aufgebrochen. In der 6,3 Millionen Einwohner zählenden Stadt, in der Schweden durch einen 33:31-Erfolg nach Verlängerung gegen Tunesien als 13. den President's Cup gewonnen hatte, bestreitet die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) nur ein Spiel. Wie im gewonnenen "kleinen Finale" bei der WM 2007 ist wieder einmal Rumänien der Kontrahent. "Platz sieben wäre ein guter Abschluss", sagte der Bundestrainer.

Gerade einmal 24 Stunden nach dem hart erkämpften 25:21 im letzten Hauptrundenspiel gegen Angola bat Osmann seine Frauen im Suzhou Sports Center Gym schon wieder zum Training. Neben dem Auflockern der schweren Beine und müden Körper standen erste taktische Übungen auf dem Programm. Denn Rumänien ist ein altbekannter Kontrahent: Im letzten WM-Spiel treffen beide Widersacher bereits zum vierten Mal in diesem Jahr aufeinander.

Turnier ordentlich abschließen

Dabei ist die Bilanz wechselhaft. Im März folgte dem 37:24-Kantersieg am Tag darauf eine 27:29-Niederlage, im Halbfinale des Worldcups im September in Dänemark setzte es ein 24:30. Schon deswegen wollen sich die deutschen Frauen noch einmal richtig reinknieen. "Beim Worldcup haben sie uns noch unsere Grenzen aufgezeigt. Da ist noch eine kleine Rechnung offen", sagte Rechtsaußen Sabrina Neukamp (Blomberg), mit 29 Treffern Top-Torjägerin der deutschen Mannschaft, und fügte an: "Wir wollen einfach gewinnen und mit einem guten Gefühl aus dieser WM gehen und das Turnier mit einem gewonnenen Spiel ordentlich abschließen."

Die Rumäninnen waren als einer der Favoriten in die WM gestartet. Doch in den entscheidenden Spielen gegen die Halbfinalisten Norwegen (24:25) und Spanien (25:26) spielten dem Worldcup-Sieger die Nerven einen Streich. Zudem wird dem Team von Trainer Radu Voina mit Cristina Neagu wegen Verletzung eine seiner wesentlichen Stützen fehlen.