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Frauen-WM: Deutschland verabschiedet sich mit bester Leistung und Platz 7

Nach der Gala-Vorstellung wird gefeiert

Der Gala-Vorstellung gegen Rumänien folgte die verdiente Feier zum Ende einer strapaziösen Weltmeisterschaft. Die beste Leistung hatten sich die deutschen Handballerinnen bis zum WM-Schluss aufgehoben.

Souverän sicherte sich das Team von Bundestrainer Rainer Osmann in Suzhou den siebten Rang durch ein deutliches 35:25 (20:13) im Platzierungsspiel gegen enttäuschende Rumäninnen. "Wir feiern heute, das haben wir uns verdient", kündigte Anja Althaus, die mit sechs Treffern beste Werferin der DHB-Sieben, nach dem letzten Match an. Neben der Kreisläuferin des dänischen Champions-League-Siegers Viborg HK traf die Leipzigerin Susann Müller mit fünf Toren am besten. Für Rumänien war Carmen Amariei (7) treffsicher.

"Abbild der Leistungsstärke"

"Wir sollten dieses Ergebnis nicht überbewerten, da Rumänien sich früh aufgegeben hatte, aber wir haben uns mit einer guten Leistung aus dem Turnier verabschiedet. Darauf lässt sich aufbauen", sagte Osmann, und ergänzte: "Insgesamt können wir mit Platz sieben zufrieden sein. Das ist ein reelles Abbild unserer aktuellen Leistungsstärke angesichts unseres Personals."

Die Deutschen entschieden die Partie durch den unbedingten Siegeswillen, ein flüssiges Angriffsspiel und eine gute Defensive, hinter der Torfrau Katja Schülke vom HC Leipzig mit 16 Paraden überragte. Schon in der ersten Hälfte baute die Auswahl des Deutschen Handballbunds (DHB) die Führung kontinuierlich aus, nach dem Wechsel resignierte Rumänien völlig, die Deutschen schafften es vor allem, die gefürchteten rumänischen Gegenstöße zu unterbinden. Torfrau Paula Ungureanu verhinderte mit einigen Paraden ein noch größeres Debakel für den WM-Vierten von 2007, der vor zwei Jahren das Spiel um Bronze gegen die Deutschen nach Verlängerung verloren hatte.

Moral bewiesen

"Mit dem siebten Platz können wir gut leben", sagte Althaus, "das hört sich doch besser als an als Zehnter oder Zwölfter." Die deutsche WM-Bilanz liest sich positiv: In neun Spielen gab es sechs Siege. "Wir können die Vorrunden-Niederlagen gegen Frankreich oder Dänemark nicht ungeschehen machen, deswegen sehen wir die Sache positiv", meinte Althaus, deren Team die letzten drei WM-Spiele gegen Österreich, Angola und nun Rumänien siegreich bestritt. "Nach der Hauptrunden-Niederlage gegen Russland haben wir Moral bewiesen und dreimal alles für den Sieg gegeben. Das stimmt mich positiv für die Zukunft", sagte Osmann.

Nach einem Ruhetag fliegt die Mannschaft, die bei der WM auf Leistungsträgerinnen wie Grit Jurack,  Nadine Krause, Sara Walzik und Ulrike Stange verzichten musste, zurück in die Heimat. Im März stehen dann die nächsten Länderspiele gegen Weißrussland in der EM-Qualifikation an