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Deutsche Torjägerin muss operiert werden

Ohne Krause zur WM nach China

Dem Bundestrainer fiel es sichtlich schwer, über das Thema zu reden. "Ich habe keine Hoffnung mehr, dass Nadine Krause mit zur Weltmeisterschaft nach China fahren wird", erklärte dann Rainer Osmann hörbar betroffen. Dass ist nach der Absage von Grit Jurack (Schwangerschaft) der zweite herbe Rückschlag für den Frauen-Bundestrainer im Vorfeld der WM 2009.

Krause hatte sich an zwei Sehnen in der Schulter Verletzungen zugezogen, die sie schon zur Absage der EM-Qualifikationsspiele zwangen. Am heutigen Dienstag unterzieht sich die Rückraumspielerin vom FC Kopenhagen in Dänemark einer Operation. "Das ist ganz bitter für meine WM-Planungen und ein großer Verlust für meine Mannschaft," sagt Osmann über die Bedeutung der ehemaligen Welthandballerin.

Trotz der kürzlich zu verzeichnenden sicheren Erfolge in der EM-Qualifikation über Slowenien und Italien ("Zwei letztendlich erwartete Siege", so Osmann) plagen den Bundestrainer doch jetzt einige Bauchschmerzen. "Gegenüber der Teilnahme am World-Cup offenbarten wir ohne Nadine Krause einige Schwächen. Reserven bestehen im Tempogegenstoß und im Positionsspiel", bilanzierte der Frauen-Bundestrainer.


Chance zur Bewährung

Rainer Osmann wird am morgigen Mittwoch seinen 28er Kader für die WM in China bekanntgeben (siehe dazu www.handballwoche.de). Am 19. November steigt dann ein 16-köpfiges Aufgebot in den letzten Vorbereitungsabschnitt ein. "Der Ausfall von Nadine Krause ist jetzt natürlich die Chance für andere Spielerinnen, sich zu bewähren," hofft Osmann darauf, dass eventuell Franziska Mietzner oder Laura Steinbach die große Lücke schließen können. Aber der Bundestrainer hat auch noch weitere Alternativen und Varianten im Kopf, um das Problem zu lösen.

Bis zur Abreise nach China am 30. November bleibt aber nicht mehr viel Zeit. Kurzfristig ist noch zwei Tage vor dem WM-Start gegen Dänemark ein Testspiel in China gegen Ungarn vereinbart worden.