Sorgen um Sara Walzik - Nationalmannschaft gewinnt auch letzten Test - Osmann-Team fliegt siegreich zur WM - Handball - Handball-W Nationalmannschaft - Artikel - Handballwoche
Sorgen um Sara Walzik - Nationalmannschaft gewinnt auch letzten Test

Osmann-Team fliegt siegreich zur WM

Die deutschen Handball-Frauen haben ihre makellose Testspielbilanz ausgebaut. Im letzten Test auf deutschem Boden vor der Weltmeisterschaft in China feierte der EM-Vierte in Greven einen allerdings mühsamen 24:22 (14:14)-Sieg gegen die kämpferisch starken Niederlande.

Drei Tage vor der Abreise zu den Titelkämpfen zeigten die deutschen Frauen vor 1.056 Zuschauern vor allem Angriffsdefizite gegen eine kompakte Defensive. Beste deutsche Werferin war Susann Müller vom HC Leipzig mit fünf Toren. „Bei uns war viel Sand im Getriebe. Aber wir fahren nicht chancenlos nach China“, sagte Bundestrainer Rainer Osmann.

Starke Vorstellung von Clara Woltering

24 Stunden nach dem 33:19 im ersten Testspiel gegen die Holländerinnen taten sich die DHB-Frauen in der ersten Hälfte gegen die dicht gestaffelte Abwehr der Gäste schwer. Eine starke Torfrau Clara Woltering und eine nach der Halbzeit konzentriertere Offensive sorgten dann jedoch für ein versöhnliches Ende.

Nach einem Sturz wird bei Sara Walzik aber eine Hüftverletzung befürchtet. „Das ist eine Zerrung im Hüftbereich. Ich kann noch keine genaue Diagnose abgeben. Wenn es schlimm läuft, müssen wir noch einen Tausch vornehmen”, sagte Osmann. Der Bundestrainer nutzte die Partie aber auch zum Experimentieren, was einige Fehler in der taktischen Abstimmung erklärt: Alle 13 Feldspielerinnen kamen in verschiedenen taktischen Systemen zum Einsatz.

In Wuxi gegen Ungarn

Ihr letztes Vorbereitungsspiel bestreitet die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am 3. Dezember im chinesischen Wuxi gegen den Olympia-Vierten Ungarn. „Wir können uns mit diesem Spiel ideal an die Halle gewöhnen und hoffentlich auch die Zeitumstellung noch etwas besser verarbeiten“, hatte Osmann vor der Partie gesagt.

Das Spiel in der Statistik

Deutschland – Niederlande 24:22 (14:14)
Deutschland: Englert, Woltering; Härdter, Klein (1), Rösler (2/2), Walzik (2), Wörz (3), Kethorn (1), Loerper (2), Müller (5), Neukamp (1), Mietzner (2/1), Steinbach, Beier (2), Althaus (3).
Niederlande: van der Wal, Roelofs, Burrekers; van Dort (1), van der Heijden (6), Bont (2), de Haze, Deen (1), Snelder (1), Matteman, Lamein (1), Hilster (1), Visser (8/3), van Cappelle (1), Malestein (1)
Zuschauer: 1.056. - Schiedsrichter: Licis/Stolarovs (Lettland). - Zeitstrafen: 6:8 Minuten. –Siebenmeter: 3/4:3/4.