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Frauen-Nationalmannschaft

Osmann-Team nach Kantersieg Gruppenerster

Fünftes Spiel, fünfter Sieg: Deutschlands Handballerinnen haben in der EM-Qualifikation ihre weiße Weste behalten und sich vorzeitig den Gruppensieg gesichert. Im vorletzten Qualifikationsspiel feierte der WM-Siebte in Novo Mesto gegen Slowenien einen 35:24 (19:11)-Kantersieg.

Beste deutsche Torschützin vor rund 1200 Zuschauern in der Halle Leon Stukelj war Kreisläuferin Anja Althaus vom Champions League-Sieger Viborg HK mit neun Treffern.

Mit 10:0 Punkten ist die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB), die ihre Teilnahme an der EM im Dezember in Dänemark und Norwegen bereits sicher hatte, nicht mehr vom ersten Platz der Gruppe 4 zu verdrängen. Letzter Qualifikationsgegner ist am 30. Mai in Freudenstadt Außenseiter Italien. Die Auslosung der Vorrundengruppe für die EM vom 7. bis 19. Dezember findet am 5. Juni im dänischen Odense statt. Beim Championat vor zwei Jahren in Mazedonien hatte die deutsche Mannschaft Platz vier belegt.

«Die Mannschaft hat 60 Minuten lang das umgesetzt, was wir besprochen haben. Wir haben uns den Sieg nicht nur erkämpft, sondern auch erspielt», lobte Bundestrainer Rainer Osmann den gelungenen Auftritt und bilanzierte: «Dass wir mit 10:0 Punkten Gruppensieger geworden sind, ist souverän und bemerkenswert.»

Die deutschen Frauen starteten konzentriert und entschlossen in ihr Slowenien-Gastspiel. Mit dem Torhüter-Duo Sabine Englert und Katja Schülke als sicherem Rückhalt erspielte sich der EM-Vierte nach dem 2:2 (9.) einen 6:3-Vorsprung (12.). Nur sieben Minuten später lag das DHB-Team beim 10:5 bereits mit fünf Treffern vorn und zwang die Gastgeber zu einer Auszeit. Nichts war bis dahin davon zu merken, dass Bundestrainer Osmann ein weitgehend neu formiertes Team aufgestellt hatte, in dem die Leipzigerin Natalie Augsburg ein gutes Nationalmannschaftsdebüt gab.

Auch die knappe Vorbereitungszeit mit nur zwei Trainingseinheiten mit der kompletten Mannschaft hinterließ keine Spuren. Vielmehr demonstrierte das Team um Kapitän Nina Wörz Stärke. Auf die Auszeit der Sloweninnen antwortete der Gast mit zwei weiteren Treffern zum 12:5 und zwei vereitelten Siebenmetern durch Katja Schülke. Mit der daraus gewonnenen Souveränität zog der EM-Vierte bis zur Pause auf 19:11 davon und enteilte nach Wiederanpfiff gar auf 23:13 (34.). Danach ließ sich der WM-Siebte nicht mehr in Bedrängnis bringen, hielt die Sloweninnen auf Distanz und feierte einen überlegenen Sieg.