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Niederlage gegen Ungarn in der EM-Qualifikation

Rückschlag für deutsche Frauen

Die deutschen Handball-Frauen haben auf dem Weg zur EM Ende 2012 in den Niederlanden einen Rückschlag erlitten. Das Team von Bundestrainer Heine Jensen verlor in Nyiregyhaza gegen Gastgeber Ungarn unglücklich mit 23:25 (10:14).

Nach einer 21:20-Führung verhinderte Wurfpech in der Schlussphase einen möglichen Punktgewinn. Für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) war es in der EM-Qualifikation die erste Niederlage im dritten Spiel. Bereits am Sonntag kann sich der WM-17. beim Rückspiel in Trier revanchieren. In der Ausscheidung für die WM 2011 hatte die deutsche Mannschaft beide Spiele gegen Ungarn gewonnen. «Wir haben uns in der zweiten Halbzeit wirklich gut zurückgekämpft. Jetzt haben wir gesehen, was von uns verlangt wird. Wir werden alles daran setzen, am Sonntag in Trier zu gewinnen», sagte der Bundestrainer.

Die Chancen für die Teilnahme an der EM vom 2. bis 16. Dezember blieben für die deutsche Mannschaft intakt. Ende Mai und Anfang Juni folgen für die DHB-Auswahl die abschließenden Spiele in der Gruppe 1 gegen Weißrussland und Aserbaidschan. Die ersten beiden Teams qualifizieren sich für das Endrunden-Turnier.

Vor rund 3500 Zuschauern in der Halle Fönix war Nadja Nadgornaja (11/3) beste deutsche Torschützin. Pech hatte Isabell Klein: Die Spielführerin verletzte sich bereits in der 10. Minute am linken Knie so schwer, dass sie nicht mehr weiterspielen konnte. Nach der Rückkehr soll sie genauer untersucht werden. Ihr Einsatz in Trier ist jedoch unwahrscheinlich.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die DHB-Auswahl in ihrem ersten Spiel 101 Tage nach der WM-Blamage mit Platz 17 und dem Olympia-Aus den Ungarinnen ein Duell auf Augenhöhe geboten. Doch nach dem 4:4 (10.) geriet der Gast gegen den Olympia-Vierten durch Fehlwürfe und Tempogegenstöße immer mehr ins Hintertreffen und lag beim 7:13 (25.) erstmals mit sechs Toren zurück.

Im zweiten Durchgang stemmte sich das DHB-Team gegen die drohende Niederlage. Angetrieben durch die überragende Nadja Nadgornaja im Rückraum, kamen die Gäste beim 19:19 (47.) wieder zum Ausgleich und kurz darauf beim 21:20 (50.) gar zur ersten Führung nach dem 1:0. In der Schlussphase verhinderten Pfosten- und Lattentreffer den möglichen Punktgewinn.