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Frauen-WM: Olympiasieger Norwegen gegen Weltmeister chancenlos

Russland im Finale gegen Frankreich

Frankreich und Russland haben das Endspiel der Weltmeisterschaft der Frauen in China erreicht. Die Französinnen, Titelträger von 2003, besiegten im Halbfinale in Nanjing den EM-Zweiten Spanien mit 27:23 (12:10). Durch den siebten Erfolg hintereinander zog das Team von Trainer Olivier Krumbholz, das in der Vorrunde die deutsche Mannschaft mit 29:15 deklassiert hatte, zum dritten Mal in ein WM-Finale ein. Gegner am 20. Dezember an gleicher Stelle ist Russland. Der Titelverteidiger setzte sich mit 28:20 (17:12) gegen Olympiasieger Norwegen durch.

Mariama Signate und Camille Ayglon (je 5) steuerten die meisten Treffer zum verdienten Sieg für Frankreich bei. Auf Seiten der Spanierinnen erreichte vor 6000 Zuschauern nur Marta Mangue (9) das Niveau der vorangegangenen Partien. In der von beiden Mannschaften schwachen ersten Halbzeit, die geprägt war von Abwehrspiel und einer hohen Fehlerquote im Angriff, schien Frankreich sich früh absetzen zu können. Doch nach der 9:4- Führung (22.) wurde auch Spanien besser und verkürzte den Rückstand bis zur Pause auf 10:12.

In den zweiten 30 Minuten drohte Frankreich das Spiel aus der Hand zu gleiten. Beim 16:15 (38.) war vom einst komfortablen Vorsprung nur noch ein Tor übrig. Spanien aber konnte Frankreichs Schwäche nicht nutzen. Mit vier Treffern hintereinander zum 20:15 (43.) enteilte die Équipe Tricolore wieder und sorgte mit dem 24:17 (52.) für die Vorentscheidung.

Russlands Zwischenspurt entscheidet

Das vorweggenommene Finale zwischen Weltmeister und Olympiasieger wurde den hohen Erwartungen gerecht. Bis zur 20. Minute war die Partie hart umkämpft. Norwegen führte 6:3 und 11:8, ehe die Russinnen aufdrehten und bis auf 16:11 wegzogen. Nach der Pause verkürzte der Olympiasieger noch auf 19:16, doch Russland konnterte und sorgte über 21:16 und 23:18 wieder für klare Verhältnisse. Mit sechs Treffern war Liudmila Postnova erfolgreichste Werferin für den Titelverteidiger.