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Frauen-WM: Frankreich kann Hauptrundensieg nicht wiederholen

Russland verteidigt Weltmeistertitel

Russland hat seinen Weltmeistertitel verteidigt. Im Finale der 19. Frauen-WM setzte sich die Mannschaft von Trainer Evgeni Trefilov verdient mit 25:22 (14.11) gegen Frankreich durch.

Letztlich scheiterten die Französinnen, die dem erfolgreichen Titelverteidiger in der Hauptrunde mit 24:23 die einzige Niederlage zugefügt hatten, an ihrer mangelnden Durchschlagskraft im gebundenen Angriffsspiel. Die Deckung stand gut, das Tempospiel nach vorne funktionierte – trotz aller nervositäts-bedingten Fehler, die beiden Teams unterliefen – sehr gut. Doch fanden die Schützlinge von Trainer Olivier Krumpholz nur zu selten Lücken gegen den russischen Abwehrblock.

Auf der anderen Seiten trafen die Russinnen nicht nur aus dem Rückraum etwas besser und setzten sich entschlossener zum Kreis durch. Vor allem mit Elena Dmitrieva, die acht Tore aus acht Würfen erzielte, kam zudem sehr viel Druck und Torgefahr von außen. So lag Russland schon zur Pause mit drei Toren, kurz danach beim 15:11 gar mit vier Toren vorne.

Der Außenseiter kämpfte sich wieder heran, beim 14:15 und 16:17 sogar auf ein Tor. Doch der Ausgleich gelang - im Gegensatz zum Hauptrundenspiel, als Frankreich einen Vier-Tore-Rückstand im Endspurt wettgemacht hatte - nicht mehr. Über 19:16 (43.), 22.17 (49.) und 24:20 (55.) brachten die Russinnen ihren verdienten Erfolg am Ende sicher nach Hause.

Das Endspiel in der Statistik

Frankreich – Russland 22:25 (11:14)
Frankreich:
Leynaud, Darleux; Goudjo, Dancette, Ayglon, Pineau (6), Mendy, Baudouin, Dembele (4), Deroin, Tervel, Limal (2), Piejos (2), Signate (8).
Russland: Suslina, Sedoykina; Postnova (3), Dronina (1), Dmitrieva (8/2), Levina (3), Petrova, Andryushina (2), Muravyeva (1), Vetkova (2), Zhiliniskayte, Koroleva, Turey (3/1), Khmyrova (2).
Zuschauer: 13.000. – Schiedsrichter: Gjeding/Hansen (Dänemark). – Zeitstrafen: 6:10 Minuten. – Siebenmeter: 1/0:6/3