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Frauen-Nationalmannschaft

Traumstart für Bundestrainer Groener

Der neue Bundestrainer Henk Groener hat mit den deutschen Handball-Frauen einen furiosen Neustart hingelegt. Die nach zahlreichen Rücktritten runderneuerte Mannschaft setzte sich in der EM-Qualifikation überraschend klar mit 33:24 (16:13) gegen Spanien durch.

Durch den verdienten Erfolg vor 1735 Zuschauern in Stuttgart verdrängte die DHB-Auswahl den Olympia-Dritten von 2012 von der Tabellenspitze der Gruppe 6 und ist nun auf dem besten Weg zur EM-Endrunde Ende des Jahres in Frankreich.

«Ich kann mein Team nur zur heutigen Leistung gratulieren. Wir hatten mit Spanien einen Gegner, von dem man nicht erwarten konnte, dass wir ihn mit neun Toren Unterschied besiegen», sagte Groener und Kreisläuferin Luisa Schulze fügte hinzu: «Wir merken einfach, dass es mit dem neuen Trainerstab passt. Es ist sehr harmonisch und ich finde, es ist jetzt alles ein wenig druckloser.»

Beste Werferin der deutschen Mannschaft war Xenia Smits mit fünf Treffern. Das Rückspiel zwischen beiden Mannschaften findet am Samstag in San Sebastián statt. Die jeweils ersten beiden Teams jeder der sieben Gruppen und der beste Gruppendritte qualifizieren sich für die EM.

Nach einem erfolgreichen Neustart nach dem enttäuschenden Achtelfinal-Aus bei der Heim-WM im Dezember sah es zu Beginn allerdings nicht aus. Anders als die Spanierinnen vergab die DHB-Auswahl zahlreiche gute Chancen und lag deshalb schon früh in Rückstand. Lediglich Torhüterin Dinah Eckerle präsentierte sich von Beginn an in starker Form und vereitelte über die gesamte Partie etliche Gelegenheiten der Gäste.

Besser wurde es erst nach rund einer Viertelstunde, als der neue Bundestrainer seine erste Auszeit nahm. Der Niederländer Groener gab seinen Spielerinnen knappe, aber klare Anweisungen - und seine Mannschaft setzte die Forderungen des Nachfolgers von Michael Biegler schnell um. Anders als bei der WM agierte die DHB-Auswahl fortan auch im Angriff konsequent und spielte nach der Ansprache Groeners wie verwandelt.

Nach 20 Minuten ging Groeners neu formiertes Team erstmals mit 10:9 in Führung - und zog anschließend davon. Gleich acht Spielerinnen hatten nach dem Achtelfinal-Aus bei der WM gegen Dänemark ihren Rücktritt aus dem Nationalteam erklärt. Groener nahm das gelassen hin und setzte stattdessen in Stuttgart auf zahlreiche Debütantinnen. Neu dabei waren unter anderen Alina Grijseels, Ina Großmann und Maren Weigel, die allesamt ihre ersten Länderspiel-Treffer erzielten.