Frauen-WM IN Deutschland - Trotz Verletzungssorgen: DHB-Frauen halten an WM-Ziel fest - Stolle rückt nach - Handball - Handball-W WM - Artikel - Handballwoche
Frauen-WM IN Deutschland

Trotz Verletzungssorgen: DHB-Frauen halten an WM-Ziel fest - Stolle rückt nach

Am Tag nach ihrem WM-Aus humpelte Pechvogel Kim Naidzinavicius an Krücken mit traurigem Gesicht durch die Lobby des Leipziger Mannschaftshotels. Und auch bei den Teamkolleginnen hinterließ das Verletzungspech der Rückraumspielerin vom deutschen Handball-Meister SG BBM Bietigheim, die beim 28:15-Auftaktsieg gegen Kamerun einen Kreuzbandriss im linken Knie erlitten hatte, tiefe Spuren. «Es ist kein Auge trocken geblieben», berichtete Emily Bölk. Für Naidzinavicius rückte Alcia Stolle ins WM-Aufgebot.

Nur langsam löste sich am Tag nach dem Spiel die Schockstarre im DHB-Team. «Die Stimmungslage ist nicht herausragend», sagte Sportdirektor Wolfgang Sommerfeld. «Die Verletzung hat die Mannschaft sehr getroffen, weil Kim eine Schlüsselspielerin ist.»

Naidzinavicius selbst wollte sich öffentlich nicht äußern, ließ aber über den Verband ausrichten: «Ich bin tieftraurig, dass die WM für mich so schnell beendet ist. Jetzt wünsche ich dem gesamten Team alle Kraft, um weiter erfolgreich durch das Turnier gehen zu können.»

Während Naidzinavicius in der kommenden Woche operiert wird und danach mindestens ein halbes Jahr ausfallen wird, geht die WM-Reise für die DHB-Auswahl am Sonntag (20.30 Uhr) gegen Südkorea weiter. «Es tut uns unheimlich Leid für Kim. Das ist natürlich ein herber Rückschlag. Aber jetzt müssen wir uns auf das nächste Spiel konzentrieren», sagte Torfrau Clara Woltering. «Der Fokus liegt jetzt wieder auf dem Turnier.»

Bundestrainer Michael Biegler ist zuversichtlich, dass seine Ladies schnell aus dem Stimmungstief herauskommen. «Die Mannschaft macht das überragend», lobte er. «Wir werden bis zum Südkorea-Spiel wieder den richtigen Drive bekommen.»

Ungeachtet der gravierenden Personalprobleme rückt die Mannschaft nicht vom WM-Ziel Halbfinale ab. «Ich diskutiere nicht über Ausfälle, auch wenn die Häufigkeit kein gutes Zeichen ist», sagte Biegler. «Wir lassen uns dadurch aber nicht entmutigen und halten daran fest, wofür wir 20 Monate lang gearbeitet haben.»

 

KOMMENTARE

Was meinen Sie? Schreiben Sie Ihre Meinung.
  • E-Mail-Adresse und Namen
    merken
  • (*Pflichtfelder; E-Mail-Adresse
    wird nicht veröffentlicht)
  • Kommentar absenden