Das Fazit von Bundestrainer Rainer Osmann - "Wellentäler nicht so extrem erwartet" - Handball - Handball-W WM - Artikel - Handballwoche
Das Fazit von Bundestrainer Rainer Osmann

"Wellentäler nicht so extrem erwartet"

Gemischte Gefühle beherrschen Bundestrainer Rainer Osmann bei seinem Zwischenfazit der Frauen-Weltmeisterschaften in China. Nach dem spielfreien Montag bestreitet die deutsche Mannschaft, die das Halbfinale schon nicht mehr rreichen kann, ihr letztes Hauptrundenspiel am Dienstag gegen Angola.

>Herr Osmann, wie lautet Ihr Fazit nach den verpassten Einzug ins WM-Halbfinale?
„Diese deutsche Nationalmannschaft befindet sich im Umbruch und braucht Zeit. Wir sind erstmal froh, dass wir überhaupt in die Hauptrunde gekommen sind. Ich hatte mir allerdings andere Resultate gegen Frankreich und Russland vorgestellt.“

>Nach den ersten Vorrundenspielen war aber eigentlich mehr drin, oder?
„Das Minimalziel haben wir erfüllt, aber es ist uns nicht gelungen, unsere gute Position nach dem Schweden-Sieg zu untermauern. Das ist sehr schade. Wir haben uns zudem mit der deftigen Niederlage selbst einen Tiefschlag verpasst. Das ist nach der Weltmeisterschaft genau zu analysieren. Für mich persönlich ist das komplettes Neuland Wir hatten alle andere Hoffnungen und sind mit der klaren Zielstellung Sieg in die Partie gegangen. Diese Klatsche müssen wir erstmal verarbeiten Es war uns klar, dass es mit dieser unerfahrenen Mannschaft Wellentäler gibt. Dass diese jedoch so extrem sein könnten, hätte ich mir nicht träumen lassen.“

>Und die erhoffte Rehabilitation ist gegen Weltmeister Russland auch nicht geglückt.
„Das Ergebnis ist etwas zu hoch ausgefallen, aber der russische Sieg ist berechtigt Meine Mannschaft hatte sich nach der hohen Niederlage gegen Frankreich sehr viel vorgenommen. Das umzusetzen, ist jedoch nur bedingt gelungen. Ich möchte meinem Team die kämpferische Leistung zugute halten. Probleme sehe ich ganz klar im taktischen Verhalten. Unsere Aufgabe ist es jetzt, das Team so vorzubereiten, dass wir das Spiel gegen Angola gewinnen und mit einer ordentlichen Platzierung aus dieser Weltmeisterschaft gehen.”