Exklusiv-Interview mit Frauen-Bundestrainer Rainer Osmann - "Wir können etwas bewegen" - Handball - Handball-W Nationalmannschaft - Artikel - Handballwoche
Exklusiv-Interview mit Frauen-Bundestrainer Rainer Osmann

"Wir können etwas bewegen"

Der dritte Platz beim World Cup in Dänemark mit ansprechenden Leistungen, aber auch der Feststellung, dass es noch viel zu tun gibt bis zur WM in China im Dezember bestimmen den Vorausblick von Frauen-Bundestrainer Rainer Osmann auf das Großereignis. Im Interview mit HW-Mitarbeiter Björn Pazen äußert sich der Eisenacher zu Chancen und Risiken. 

Herr Osmann, sind Sie aufgeregt vor Ihrem ersten großen Turnier als Cheftrainer einer deutschen Nationalmannschaft?
Rainer Osmann: "Nein, eigentlich nicht, ich bin gelassen. Die WM-Qualifikation war nervenaufreibend für mich, momentan bin ich wegen der WM aber noch nicht aufgeregt. Ich weiß allerdings, welch große Verantwortung ich trage. Ich habe Respekt vor dieser Aufgabe, und ich messe mich an den vorherigen Ergebnissen dieses Teams. Ich weiß, dass ich eine Mannschaft übernommen habe, die zu den Top vier der Welt gehört."
Aber sie müssen einen Umbruch einleiten. Wie schwer wiegt zum Beispiel das Fehlen Ihrer Kapitänin Grit Jurack, die im Moment schwanger ist?
"Es ist nicht nur das Fehlen von Grit, sondern es geht um einen generellen Umbruch. Es geht nicht nur um Personen, sondern um unseren Spielstil. Mir geht es darum, mit mehr Tempo zu spielen und die Qualität der Abwehr zu steigern."
Angesichts dieses Umbruchs: Wie lautet Ihr Ziel für die WM in China?
"Dazu kann ich mich noch nicht äußern. Unser Trainerstab wird sich mit der Mannschaft kurz vor China zusammensetzen, um unser gemeinsames Ziel zu formulieren. Aber vorrangig wird es uns darum gehen, in dieser schweren Vorrundengruppe zu bestehen und die Hauptrunde zu erreichen." 
Wie sieht Ihre Planung für China aus?
"Ich habe den Spielerinnen zunächst einmal meine Philosophie von modernem Handball vermittelt - und die Spielerinnen ziehen alle mit. Es geht um ein erfolgsorientiertes Auftreten, mehr Tempo, eine aggressive Deckung und vor allem viele Emotionen. Die Mannschaft muss einfach begeisterungsfähig sein."
Sie haben die schere Vorrundengruppe angesprochen - ist Deutschland der Favorit?
"Unser Ziel ist das Erreichen der Hauptrunde, aber das wird sehr schwer. Dänemark, Frankreich, Schweden, Deutschland und vielleicht auch Brasilien liegen auf einer Wellenlänge. Um in dieser Gruppe zu bestehen, müssen wir uns individuell verbessern. Im Endeffekt geht alles nur über die mannschaftliche Geschlossenheit." 
Sie sprechen immer wieder von der jungen Mannschaft - was machen Sie, um Hierarchien zu formen?
"Ich bin nicht der autoritäre Typ, der Hierarchien vorgibt, diese müssen sich entwickeln. Es ist klar, dass erfahrene Spielerinnen ihrer Rolle genauso gerecht werden müssen wie die jüngeren, die zunächst einmal etwas annehmen müssen. Ich spiele gerne mit offenen Karten, deswegen habe ich jeder Spielerin vermittelt, was ich von ihr erwarte. Sie wissen, dass es um die Gruppe geht, nicht um Individualisten." 
Was ist für Sie der besondere Reiz Ihrer Position?
"Es ist eine Ehre, diesen Posten zu begleiten und das Team zu betreuen. Ich darf die WM-Mannschaft zusammenstellen, aber eines muss allen bewusst sein: Es geht nicht um mich, sondern um ein Konstrukt aus Experten. Für alle ist die WM eine Herausforderung, aber das Schöne ist: Wir können etwas bewegen."
Wenn alles so gut aufgestellt ist, warum sprechen Sie dann nicht von einer WM-Medaille?
"Die ganze Mannschaft wurde vom WM-Ausfall von Grit Jurack zurückgeworfen. Aber jetzt müssen wir weitersehen. Es macht zwar allen Beteiligten Spaß, sich auf die Weltmeisteschaft vorzubereiten, aber von einer Medaille möchte ich zu diesem Zeitpunkt nicht sprechen. "

KOMMENTARE

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