Nach der 32:33-Niederlage gegen Polen

Brand bedauert Olympia-Aus

Alex aus Siegen, 30.01.12, 15:04 Uhr
Was bringt all das Gejammere, wir haben keine besseren Spieler. Es ist doch nicht nachvollziehbar, daß durch einen Trainerwechsel die Jungs an Qualität gewinnen. Z.B. waren die Halbstürmer bei Überzahl nicht in der Lage, den verarbeitsmöglichen diagonalen Pass nach Außen zu spielen.
Entweder ging der Pass auf die Füße oder in die Zuschauerränge. Die Paß-Genauigkeit bei dem erweiterten Gegenstoß - wenn mal einer gelaufen wurde - war eine einzige Katastrophe. Immer diese vollmundigen Ankündigungen und Ausreden.Was nützt da das neue Wir-Gefühl und die Mitbestimmung. Wie sagte doch einmal ein ehemaliger Fußballer und späterer BL-Trainer (Addi Preißler): "Entscheidend is aufm Platz".
gerri, 28.01.12, 15:02 Uhr
@ handballfreund vom Heuberg: Also jetzt mal ganz langsam! Die ganzen anderen Kommentare drehen sich darum, dass die Nationalmannschaft zu früh ausgeschieden ist und du möchtest uns hier etwas davon erzählen, dass Heuberger nicht alles für den Erfolg tun soll??? Der Erfolg und nichts anderes ist doch woran er gemessen wird. Hier "unfaire" Spieler wie Roggisch oder Ettwein anzuprangern ist ja der völlige Witz. Die Spieler bewegen sich immer innerhalb der Regeln die von der IHF aufgestellt werden und von den Schiedsrichtern interpretiert werden. So eine Spielweise ist ja gewollt!!!! In den unteren Liegen werden die Regeln doch auch ganz anders ausgelegt. Das wäre auch in der Bundesliga und International möglich! Hier die Schuld bei den Spielern, oder gar ihren Trainern zu suchen ist völlig falsch! Und zu der Ansprache Heubergers: Wenn ich als Trainer in den Minuten vorher die völlig unverständlichen 2-Minuten Strafen gegen die deutsche Mannschaft erlebt hätte, dann würde ich meinen Spielern exakt dasselbe empfehlen. Das was die Schiris in den letzten Minuten mit dem deutschen Team abgezogen haben, das war unfair und unsportlich! Übrigens haben die Schiedsrichter in den 50 Minuten eine gute und klare Linie gehabt. (Außgenommen die unsägliche Stürmerfoulauslegung, die sich aber über das gesamte Turnier zieht. Eine völlig unverständliche Order von oben!)
R.-I. Koepke, 28.01.12, 11:41 Uhr
Über was reden wir denn? Die letzten Handballjahre waren doch eine Katastrophe, außer großen Worten geschah auch gar nichts. Jetzt zur letzen EM, mit 4 Punkten in die Hauptrunde Herz was willst du mehr, aber dann au Weyer, die Tempogegenstöße die wir gegen die Dänen zugelassen haben, waren doch wohl alles andere als Toll, dann gegen Polen vier Minuten vor Schluss so eine billige Vorstellung abzuliefern, einfach nur peinlich. Ob die Herren etwas Gutes und Besseres auf die Beine stellen, wir Handballfreunde wünschen es uns.
Herbert Heger, 28.01.12, 09:08 Uhr
Sicher ist das Olympia Scheiern schade, bringt aber auch Hoffnung, dass endlich die Bundesliga Vereine unseren Junioren Weltmeister und anderen Spielzeiten einräumt. Wir müssen das Flaggschiff wieder auf Kurs bringen. Vertraue dabei ganz auf die Herren Schwarzer, Baur, Heuberger, Hanning, Brand ! Da sind schon die richtigen am Ruder. Es wird nicht gleich in den nächsten 12 Monaten eine Kehrtwende geben, aber ich denke schon bei der WM 2013 in Spanien wird man eine andere DHB Auswahl sehen.
Handballfreund vom Heuberg, 28.01.12, 09:03 Uhr
Will man fair oder unfair gewinnen? Will man mit "Beschiss" gewinnen oder weil man wirklich die bessere Mannschaft ist?
Wenn ein Bundestrainer seine Mannschaft (und einzelne Spieler) zu Unsportlichkeit auffordert (Heuberger hat bei dieser EM in einer Auszeit Spieler auch zum "fallen lassen" aufgefordert!), dann ist das unfair, unsportlich und in keinster Weise Vorbild für Niemanden!
Deshalb brauchen wir Trainer die Fairness vermitteln - und nicht um jeden Preis nur nach Erfolg schielen. Heuberger ist, kraft seines Amtes, "Vorbild" - leider, aus besagten Gründen, kein Gutes!
Das betrifft, aus meiner Sicht, sämtliche Trainer in jeder Sportart! Sage ja nicht dass andere nicht ebenso teilweise Unsportlich agieren. Das soll auch benannt und angeprangert werden. Möchte einfach zum fairen Spiel auffordern.
Dann wären beispielsweise Spieler wie Roggisch in der Nationalmannschaft, oder in der Bundesliga Ettwein oder Sauer von Balingen (meinem nächstgelegenen BL-Verein), nicht mehr tragbar weil sie einfach zu oft zu unfair, mit versteckten Fouls und sehr brutal, Verletzungen in Kauf nehmend, zur Sache gehen. Die Trainer müssten das begrenzen (z.B. auch Brack), im Sinne von Fairness!
Um Fairness und Respekt (vor dem Gegner) geht es mir. Um nicht mehr und nicht weniger!
G. Hellmuth, 28.01.12, 01:38 Uhr
Sowie die Schiedsrichter Schwächen zeigen, werden die Spieler versuchen, diese auszunutzen. Und wenn ein Spieler nicht schnallt was da abgeht, dann ist es die Aufgabe des Trainers ihn darauf hinzuweisen.
Was hat Bogdan Wenta seinen Spielern vor dem Spiel oder in den Auszeiten gesagt?
So kann man endlos weitermachen. Zum Schluß unterhalten wir uns über die Steuererklärung …
hb2007, 27.01.12, 20:06 Uhr
@Handballfreund vom Heuberg

Man sollte nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Was Heuberger seinen Jungs in der Auszeit vermittelt, scheinen nur wenige zu verstehen. Ob es an dem schwäbischen Slang liegt? Also, ich habe da echt Probleme, hier genau rauszuhören, was gemeint ist. Könnte mir durchaus vorstellen, dass es dem einen oder anderen Spieler genau so ergeht wie mir u. er deshalb nur abschaltet oder denkt: Wat soll dat denn oder icke habe nix kapiert.
Handballfreund vom Heuberg, 27.01.12, 15:31 Uhr
Heuberger hat in der Auszeit 1 Minute vor Schluss gegen Polen, den Spieler Sprenger konkret dazu aufgefordert eine Zeitstrafe der Polen zu provozieren. Zitat (zu Sprenger gerichtet): "...und du legst dich jetzt dahin und der kriegt 2 Minuten...wenn er dich ein bischen berührt, machst du auch mal Theater..."
Ist sowas Vorbild für Kinder und Jugendliche im Handball? Mit unsportlichem Verhalten gewinnen wollen. Und nachher sich über die Schiedsrichter zu beschweren, sie hätten zu einem Teil den Spielausgang mit zu verantworten. Schlechter Verlierer der Heuberger, unfairer dazu. Dringend austauschen. Oder ist mir das nur aufgefallen?
G. Hellmuth, 27.01.12, 12:29 Uhr
Da hätte ich mir von den Funktionären eine Reaktion, bzw. Darstellung, gewünscht, welche auf einen größeren Ehrgeiz schließen lässt.
s., 27.01.12, 11:31 Uhr
Meiner meinung nach hat das DHBteam gar nicht so eine schlechte em gespielt. Wenn es von ihnen verlangt wurde, haben sie ihre leistungen abgerufen. Bis auf dieses eine spiel gegen polen. Es sind auch nur menschen und machen fehler also sollte man nicht alles runtermachen.
Blümchen, 27.01.12, 11:06 Uhr
Also bitte, es ist schon traurig, wenn man den Kampf und die Mannschaftliche Geschlossenheit als einzigen Punkt loben muss.

Ich spiele in einem Thekenteam jedes We und auch wenn unsere Handballerischen Fähigkeiten nicht an die eines Jicha ranreichen, mannschaftlich geschlossen kämpfen wir immer um jeden Punkt.

Das nennt man übrigens Teamsport
Dr. Klaus Dührsen, 27.01.12, 09:43 Uhr
Natürlich: Cornix cornici nunquam oculos effodit! Alle stecken unter einer Decke: Krombach, Bredemeier, Brandt (leider) und Heuberger. Sie sind verantwortlich dafür, dass wir im Handball so schlecht wie nie dastehen. Es muss einen Umbruch geben, aber ohne die Clubs, die für immer mehr Profit die guten Ausländerholen und spielen lassen, während unsere Spieler 2. Wahl sind, geht das nicht. Warum waren wir noch bei den Junioren so gut?

Hier muss m.E. auch Herr Bach, Chef des DOSB, ein Machtwort sprechen, sonst wird das auch in den nächsten Jahren nur Pleiten geben.
hb2007, 26.01.12, 21:31 Uhr
Ein sofortiger Neuanfang mit jungen Spielern ist unerlässlich.
Die Aussage vom Trainer, dass er kein Vertrauen in dieser Mannschaft habe, kann man nur als unüberlegt herausgerutscht oder schlicht gesagt als töricht bezeichnen. Sich so zu äußern, zeugt von wenig Fingerspitzengefühl, Abgeklärtheit u. auch Coolness gegenüber den Reportern von Fernsehen u. Presse.
Heuberger scheint mit den Baustellen im Seniorenbereich total überfordert zu sein. Ob man mit ihm weiterwurschteln sollte, ist stark zu bezeifeln.
Wir brauchen neue Ideen, Infragestellung der Strukturen beim DHB, sind dort noch die richtigen Personen an den richtigen Schaltstellen in Verantwortung, das alles ist zu durchforsten und mit Blick auf andere Nationen dringend neu zu positionieren.
Bestes Beispiel Bredemeier aus Minden. Er wird den DHB nicht mehr weiterbringen. Denkt in erster Linie nur in Grün-Weiß an seinen Club, der auch nur noch in der zweiten BL rumkrebst.
Jörg Schulz, 26.01.12, 21:14 Uhr
Nach den Frauen erleben nun auch die Handball-Männer ihr Desaster. Hier gibt es viele Parallelen: jetzt wird wieder über den Trainer diskutiert, über die Aufstellung, über den einen oder anderen Spieler, der nicht dabei war etc. Wir sollten einfach anerkennen, dass der deutsche Handball international zur Zeit nur zweitklassig ist. Dass die Bundesliga die stärkste Liga der Welt ist, liegt doch nicht an den deutschen Nationalspielern, sondern an den vielen ausländischen Stars, die die Liga so attraktiv machen. Zur Zeit gibt es keinen einzigen deutschen Spieler von Weltklasseformat und nicht einmal einen Spieler mit echten Führungsqualitäten. Das wiederum verwundert nicht, da die Führungslast bei den Spitzenvereinen auf Ausländern wie den Gebrüdern Gille, Jicha oder Omeyer liegt. Daher jetzt bitte nicht wieder jammern, sondern sich an der attraktiven Bundesliga erfreuen und darauf hoffen, dass die Bundesligavereine zukünftig vielleicht doch wieder vermehrt auf deutschen Nachwuchs bauen.
Mario Hebestadt, 26.01.12, 20:34 Uhr
Nach dem Sieg gegen Mazedonien gab Herr Heuberger ein Interview.
Hier sagte Herr Heuberger das er kein Vertrauen in die Mannschaft hat.
Herr Heuberger ist für den Kader, die Aufstellung, Taktik usw. verantwortlich als Bundestrainer. Wenn er als Bundestrainer kein Vertrauen in die Mannschaft hat, dann hat er kein Vertrauen in seine eigene Arbeit.
Somit ist er aus meiner Sicht nicht mehr als Bundestrainer tragbar.
Matthias T. Poch, 26.01.12, 17:18 Uhr
Mal ehrlich, wer hätte im Vorfeld gedacht, dass die Truppe sich zur EM als Einheit präsentiert? Es war höchst überraschend die Jungs so bis zur Erschöpfung kämpfen zu sehen. Ein Höchstmaß an Hochachtung muss man den Akteuren auch in den gegebenen Interviews zollen, die knallhart offen, selbstkritisch und ehrlich waren. Das Verhalten von Hens ist vorbildlich und professionell, auch und gerade weil er trotzdem für die Mannschaft da war und nicht auf „Beleidigte Leberwurst“ gemacht hat. Respekt.

Es nütz jetzt wenig über die Verhältnismäßigkeit der Schiedsrichterentscheidungen im Polenspiel zu philosophieren, über das de faco Aussetzen der Zeitspielregel oder unsinnige Stürmerfoul-Pfiffe im Turnier zu debattieren, wer zwei Matchbälle hat, muss zuerst in sich selber gehen.

Klar ist aber auch, dass jetzt in die Analyse gegangen werden muss. Hier wird sich zeigen, ob der gute Eindruck von Martin Heuberger aus Serbien Bestand haben wird. Eine Trainerdiskussion jedenfalls wäre fatal. Der Imageschaden ist nach dem London-Aus der Frauen, und nun der Männer, riesig. Ein öffentlich ausgetragenes „Zerlegen“ wäre noch viel schädlicher, würde ewig nachwirken und das nächste Ziel, die WM in Spanien, eher behindern als befördern.

Nun plötzlich sind von allen Seiten, die schon von Brand geforderte Einbindung talentierter Nachwuchsspieler und deren entsprechender Spielanteile in den Erstligaclubs, Signale zu vernehmen, das auch zu tun. Nur, warum erst jetzt? Das Kind liegt bereits im Brunnen!

Natürlich sind die Fans im Handballmutterland Deutschland enttäuscht, doch vor allem die Aktiven und Verantwortlichen werden noch lange daran zu knappern haben. Alle schon im Gebüsch lauernden „Schon-immer-Besserwisser“ sollten auch daran mal denken.

Sicher aber auch, zum All Star Game in Leipzig, wird die Mannschaft trotzdem gefeiert werden. Auch um zu zeigen, dass die Handballnation hinter ihnen steht. Und das ist jetzt ganz wichtig!

Matthias T. Poch
Waldheim
Sauti, 26.01.12, 17:14 Uhr
Wenn man sich die Mehrzahl der Spiele angesehen hat, stellt man fest, dass fast alle Konkurrenten insbesondere auf den Rückraumpositionen besser besetzt waren. Technische Fehler und unsicherer Abschluss sind dort eher die Ausnahme, bei der deutschen Auswahl jedoch regelmäßig zu besichtigen. Unter dem Strich wäre es für eine Mannschaft wie z.B. Mazedonien ein Schlag ins Gesicht gewesen, hinter der deutschen Mannschaft zu landen. Im Halbfinale hatte Deutschland nichts zu suchen.

Verwunderlich stimmt insbesondere, dass die Nationalmannschaft einer der beiden führenden Handballigen der Welt nur bedingt konkurrenzfähig ist. Man sollte sich bei Spanien abschauen, wie die Ligastärke auch in der Nationalmannschaft erkennbar ist.
Steffens, 26.01.12, 16:32 Uhr
Bei 3 verlorenen Spielen mit einem Unentschieden und nur 2 Siegen braucht man sich nicht wirklich wundern die olympischen Spiele zu verpassen.
Leider ist dies aber auch kein einmaliges Phänomen, da die letzten Großereignisse "fast" noch schlechter waren....
G.H., 26.01.12, 11:57 Uhr
Sport1
Bredemeier steht zu Heuberger Bundestrainer Martin Heuberger steht beim DHB auch nach der verpassten Olympia-Qualifikation vorerst nicht zur Diskussion.
"Stand heute gehe ich davon aus, dass er seinen Vertrag bis 2014 erfüllen wird", sagte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier: "Der Trainer war nicht das Problem bei diesem Turnier. Er hat mutig gecoacht. Das Ausscheiden ist nicht an seiner Person festzumachen."
Heuberger selbst schloss einen Rücktritt aus. "Ich werde nicht aufgeben. Ich mache weiter, sofern man mich lässt. Aber das müssen andere entscheiden", sagte der 47-Jährige nach dem Aus bei der Europameisterschaft in Serbien:
"Ich versuche hier etwas aufzubauen, eine Mannschaft, die irgendwann wieder um Titel mitspielt."
Wie Bredemeier ankündigte, werde Heuberger das Turnier mit seinem Vorgänger, dem jetzigen DHB-Manager Heiner Brand, analysieren.
Heuberger mache seine Arbeit "sehr gut", sagte Brand am Donnerstag: "Er hat seine Aufgabe bei diesem Turnier zu 100 Pozent erfüllt."
Einen personellen Umbruch der Mannschaft werde es nicht geben, "dazu haben wir gar nicht die Leute", sagte Bredemeier: "Wir müssen mit dem leben, was wir aus der Bundesliga bekommen."
Deutschland hatte am Mittwoch zum Hauptrundenabschluss der Europameisterschaft in Belgrad 32:33 gegen Polen verloren und neben dem EM-Halbfinale auch die Teilnahme an den Sommerspielen in London verpasst. Der Weltmeister von 2007 hat keine Chance mehr auf eines der beiden Tickets für ein Olympia-Qualifikationsturnier.
Heuberger, der erst im Sommer Trainer-Legende Brand beerbt hatte, war nach dem "Super-Gau" (Ex-Welthandballer Daniel Stephan) sichtlich mitgenommen.
"Er muss sehen, dass solche Rückschläge im Sport dazugehören. Die schönen Seiten hat er im Nachwuchsbereich schon erlebt", sagte Bredemeier. Heuberger war mit den DHB-Junioren 2009 und 2011 Weltmeister geworden.




Soviel zu dem offenen Analysieren der EM :-(

Die Herren Brand und Heuberger haben dies auch in den letzten Jahren so gemacht.

KOMMENTARE

Was meinen Sie? Schreiben Sie Ihre Meinung.
  • E-Mail-Adresse und Namen
    merken
  • (*Pflichtfelder; E-Mail-Adresse
    wird nicht veröffentlicht)
  • Kommentar absenden