Nach der 32:33-Niederlage gegen Polen
Brand bedauert Olympia-Aus
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Entweder ging der Pass auf die Füße oder in die Zuschauerränge. Die Paß-Genauigkeit bei dem erweiterten Gegenstoß - wenn mal einer gelaufen wurde - war eine einzige Katastrophe. Immer diese vollmundigen Ankündigungen und Ausreden.Was nützt da das neue Wir-Gefühl und die Mitbestimmung. Wie sagte doch einmal ein ehemaliger Fußballer und späterer BL-Trainer (Addi Preißler): "Entscheidend is aufm Platz".
Wenn ein Bundestrainer seine Mannschaft (und einzelne Spieler) zu Unsportlichkeit auffordert (Heuberger hat bei dieser EM in einer Auszeit Spieler auch zum "fallen lassen" aufgefordert!), dann ist das unfair, unsportlich und in keinster Weise Vorbild für Niemanden!
Deshalb brauchen wir Trainer die Fairness vermitteln - und nicht um jeden Preis nur nach Erfolg schielen. Heuberger ist, kraft seines Amtes, "Vorbild" - leider, aus besagten Gründen, kein Gutes!
Das betrifft, aus meiner Sicht, sämtliche Trainer in jeder Sportart! Sage ja nicht dass andere nicht ebenso teilweise Unsportlich agieren. Das soll auch benannt und angeprangert werden. Möchte einfach zum fairen Spiel auffordern.
Dann wären beispielsweise Spieler wie Roggisch in der Nationalmannschaft, oder in der Bundesliga Ettwein oder Sauer von Balingen (meinem nächstgelegenen BL-Verein), nicht mehr tragbar weil sie einfach zu oft zu unfair, mit versteckten Fouls und sehr brutal, Verletzungen in Kauf nehmend, zur Sache gehen. Die Trainer müssten das begrenzen (z.B. auch Brack), im Sinne von Fairness!
Um Fairness und Respekt (vor dem Gegner) geht es mir. Um nicht mehr und nicht weniger!
Was hat Bogdan Wenta seinen Spielern vor dem Spiel oder in den Auszeiten gesagt?
So kann man endlos weitermachen. Zum Schluß unterhalten wir uns über die Steuererklärung …
Man sollte nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Was Heuberger seinen Jungs in der Auszeit vermittelt, scheinen nur wenige zu verstehen. Ob es an dem schwäbischen Slang liegt? Also, ich habe da echt Probleme, hier genau rauszuhören, was gemeint ist. Könnte mir durchaus vorstellen, dass es dem einen oder anderen Spieler genau so ergeht wie mir u. er deshalb nur abschaltet oder denkt: Wat soll dat denn oder icke habe nix kapiert.
Ist sowas Vorbild für Kinder und Jugendliche im Handball? Mit unsportlichem Verhalten gewinnen wollen. Und nachher sich über die Schiedsrichter zu beschweren, sie hätten zu einem Teil den Spielausgang mit zu verantworten. Schlechter Verlierer der Heuberger, unfairer dazu. Dringend austauschen. Oder ist mir das nur aufgefallen?
Ich spiele in einem Thekenteam jedes We und auch wenn unsere Handballerischen Fähigkeiten nicht an die eines Jicha ranreichen, mannschaftlich geschlossen kämpfen wir immer um jeden Punkt.
Das nennt man übrigens Teamsport
Hier muss m.E. auch Herr Bach, Chef des DOSB, ein Machtwort sprechen, sonst wird das auch in den nächsten Jahren nur Pleiten geben.
Die Aussage vom Trainer, dass er kein Vertrauen in dieser Mannschaft habe, kann man nur als unüberlegt herausgerutscht oder schlicht gesagt als töricht bezeichnen. Sich so zu äußern, zeugt von wenig Fingerspitzengefühl, Abgeklärtheit u. auch Coolness gegenüber den Reportern von Fernsehen u. Presse.
Heuberger scheint mit den Baustellen im Seniorenbereich total überfordert zu sein. Ob man mit ihm weiterwurschteln sollte, ist stark zu bezeifeln.
Wir brauchen neue Ideen, Infragestellung der Strukturen beim DHB, sind dort noch die richtigen Personen an den richtigen Schaltstellen in Verantwortung, das alles ist zu durchforsten und mit Blick auf andere Nationen dringend neu zu positionieren.
Bestes Beispiel Bredemeier aus Minden. Er wird den DHB nicht mehr weiterbringen. Denkt in erster Linie nur in Grün-Weiß an seinen Club, der auch nur noch in der zweiten BL rumkrebst.
Hier sagte Herr Heuberger das er kein Vertrauen in die Mannschaft hat.
Herr Heuberger ist für den Kader, die Aufstellung, Taktik usw. verantwortlich als Bundestrainer. Wenn er als Bundestrainer kein Vertrauen in die Mannschaft hat, dann hat er kein Vertrauen in seine eigene Arbeit.
Somit ist er aus meiner Sicht nicht mehr als Bundestrainer tragbar.
Es nütz jetzt wenig über die Verhältnismäßigkeit der Schiedsrichterentscheidungen im Polenspiel zu philosophieren, über das de faco Aussetzen der Zeitspielregel oder unsinnige Stürmerfoul-Pfiffe im Turnier zu debattieren, wer zwei Matchbälle hat, muss zuerst in sich selber gehen.
Klar ist aber auch, dass jetzt in die Analyse gegangen werden muss. Hier wird sich zeigen, ob der gute Eindruck von Martin Heuberger aus Serbien Bestand haben wird. Eine Trainerdiskussion jedenfalls wäre fatal. Der Imageschaden ist nach dem London-Aus der Frauen, und nun der Männer, riesig. Ein öffentlich ausgetragenes „Zerlegen“ wäre noch viel schädlicher, würde ewig nachwirken und das nächste Ziel, die WM in Spanien, eher behindern als befördern.
Nun plötzlich sind von allen Seiten, die schon von Brand geforderte Einbindung talentierter Nachwuchsspieler und deren entsprechender Spielanteile in den Erstligaclubs, Signale zu vernehmen, das auch zu tun. Nur, warum erst jetzt? Das Kind liegt bereits im Brunnen!
Natürlich sind die Fans im Handballmutterland Deutschland enttäuscht, doch vor allem die Aktiven und Verantwortlichen werden noch lange daran zu knappern haben. Alle schon im Gebüsch lauernden „Schon-immer-Besserwisser“ sollten auch daran mal denken.
Sicher aber auch, zum All Star Game in Leipzig, wird die Mannschaft trotzdem gefeiert werden. Auch um zu zeigen, dass die Handballnation hinter ihnen steht. Und das ist jetzt ganz wichtig!
Matthias T. Poch
Waldheim
Verwunderlich stimmt insbesondere, dass die Nationalmannschaft einer der beiden führenden Handballigen der Welt nur bedingt konkurrenzfähig ist. Man sollte sich bei Spanien abschauen, wie die Ligastärke auch in der Nationalmannschaft erkennbar ist.
Leider ist dies aber auch kein einmaliges Phänomen, da die letzten Großereignisse "fast" noch schlechter waren....
Bredemeier steht zu Heuberger Bundestrainer Martin Heuberger steht beim DHB auch nach der verpassten Olympia-Qualifikation vorerst nicht zur Diskussion.
"Stand heute gehe ich davon aus, dass er seinen Vertrag bis 2014 erfüllen wird", sagte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier: "Der Trainer war nicht das Problem bei diesem Turnier. Er hat mutig gecoacht. Das Ausscheiden ist nicht an seiner Person festzumachen."
Heuberger selbst schloss einen Rücktritt aus. "Ich werde nicht aufgeben. Ich mache weiter, sofern man mich lässt. Aber das müssen andere entscheiden", sagte der 47-Jährige nach dem Aus bei der Europameisterschaft in Serbien:
"Ich versuche hier etwas aufzubauen, eine Mannschaft, die irgendwann wieder um Titel mitspielt."
Wie Bredemeier ankündigte, werde Heuberger das Turnier mit seinem Vorgänger, dem jetzigen DHB-Manager Heiner Brand, analysieren.
Heuberger mache seine Arbeit "sehr gut", sagte Brand am Donnerstag: "Er hat seine Aufgabe bei diesem Turnier zu 100 Pozent erfüllt."
Einen personellen Umbruch der Mannschaft werde es nicht geben, "dazu haben wir gar nicht die Leute", sagte Bredemeier: "Wir müssen mit dem leben, was wir aus der Bundesliga bekommen."
Deutschland hatte am Mittwoch zum Hauptrundenabschluss der Europameisterschaft in Belgrad 32:33 gegen Polen verloren und neben dem EM-Halbfinale auch die Teilnahme an den Sommerspielen in London verpasst. Der Weltmeister von 2007 hat keine Chance mehr auf eines der beiden Tickets für ein Olympia-Qualifikationsturnier.
Heuberger, der erst im Sommer Trainer-Legende Brand beerbt hatte, war nach dem "Super-Gau" (Ex-Welthandballer Daniel Stephan) sichtlich mitgenommen.
"Er muss sehen, dass solche Rückschläge im Sport dazugehören. Die schönen Seiten hat er im Nachwuchsbereich schon erlebt", sagte Bredemeier. Heuberger war mit den DHB-Junioren 2009 und 2011 Weltmeister geworden.
Soviel zu dem offenen Analysieren der EM :-(
Die Herren Brand und Heuberger haben dies auch in den letzten Jahren so gemacht.