Halbfinale passé: Deutschland verliert gegen Polen

Großer Kampf nicht belohnt

Sascha, 30.01.12, 08:24 Uhr
LNordhorner: Danke für diese wahren Worte.
Nordhorner, 30.01.12, 00:29 Uhr
Hallo zusammen, ich habe jetzt alle ca. 35 Kommentare gelesen. Und alle fordern das die Spieler besser sein müssten, die Jungen eine Chance erhalten sollte, alte Seilschaften ausgebrochen werden sollen usw... ganz nebenbei ist es in anderen Ländern besser und ggf. sollte man auch mal eine WM oder EM abschreiben um den Aufbau in Ruhe gestalten zu können.
Wie ich ganz zu Beginn dieser Diskussion schon mal geschrieben habe:
wer sollen die Jungen sein und wie sollen sie an internationales Niveau herangeführt werden?
Ein einziger konnte Namen nennen, ( die meisten davon haben in den letzten Jahren unter Heuberger gespielt und einen Titel gewonnen). Die allermeisten von ihnen haben bei einem Spitzenklub gespielt und dort keine Spielpraxis erhalten und haben sich nun zu einem kleineren Klub verändert und können dort wieder ihr gesamtes Können zeigen.
Also Fazit Nummer 1: Die jungen Spieler müssen auf Geld und Titel verzichten um Spielpraxis zu bekommen. Und nicht wieder nach den ersten Erfolgen dem Ruf des Geldes folgen.
Fazit Nummer 2: wir können nicht auf alle ( da sind sich wohl die meisten einig) ähnlich guten bisherigen Nationalspieler verzichten, denn irgendwer sollte die " Jungen" führen.
Fazit Nummer 3: Der DHB und evtl. die HBL müssen was machen!? Die Einrichtung einer B Mannschaft macht sicherlich Sinn. Ob ein Perspektivteam ( ähnliches gibt beim Frauen Volleyball) in erster oder zweiter Liga spielen könnte und diese Geschichte machbar und sinnig ist, ganz zu schweigen vom finanzierbarem? Ein Gedanke wäre es wert, ich denke aber das wird nicht passieren.
Klarstellung: Warum klappt das im Auslang besser? Weil hier die guten Spieler in die HBL wechseln und so weitere Talente wieder Spielanteile finden, logische Folge die deutschen Nachwuchsspieler müssen ins Auslang wechseln.....
Ergo: zuerst mal müssen die jungen Spieler den schweren Weg gehen der für ihre Entwickelung der beste ist ( Spielen, Spielen, Spielen... und nicht wegen mehr Geld auf die Bank gehen).
Der DHB hat nur wenige Möglichkeiten, denn in der Juniorenklasse holen sie doch schon Titel, eine B Sieben spielt nicht bei einer WM oder EM, also ohne großen Druck.
Die HBL müsste auf Geld oder Prestige verzichten und sich somit selbst das Geschäft kaputt machen...
und ganz nebenbei müssten die Fans ( und davon sind alle hier betroffen) ihre Erwartungshaltung überprüfen.
Denn selbst wenn nun der große Umbruch ( mit dem tollen Talent als Trainer der nur mit fertigen Superstars Titel holen kann???/ oder mit einem Bob Hanning der sowohl beim HSV als auch in Berlin mit großem Geld einkaufen war, als DHB Trainer aber ebenfalls nicht mehr erreicht hat..)erfolgen würde ( wie auch immer) würden die Fans eine Phase ( WM und EM im nächsten Jahr ) als Umbruchphase akzeptieren, was wäre aber wenn dann immer noch Platz 12 rausspringt oder eben auch die Quali für solche Turniere gar nicht mehr geschafft wird....??

Leute mal ganz ehrlich, wenn die Deutschen gegen die Polen mit ganz viel Glück gewonnen hätten und mit etwas Glück dritter geworden wären was hätte dann hier gestanden ( Olympiaquli erreicht, nächste WM Teilnahme gesichert, viel mehr als erwartet erreicht!!)
Ganz ehrlich es waren 2 Tore die zu Lobeshymnen gefehlt haben... also sollten wir nicht alles schlecht machen...
Es ist schön das alle Verbesserungen wünschen und sich Gedanken machen, wobei manch einer seine persönlichen (Ab)neigungen ausleben möchte, doch alles was am Ende zählt und wirklich helfen wird ist Qualität. Und das wird abgeleitet vom Quälen, das müssen die Jungen Talente machen und dort hingehen wo sie spielen dürfen. Wenn hier das Video von Talenten reinstellt, bitte sollen sie zu höherklassigen Vereinen gehen und mittrainieren.
Solange sich die Nachwuchsleute gerne für gutes Geld auf die Bank setzten und auf ihre Chance hoffen ( Pekeler war schon mal Kiel....man erinere sich an sein verhalten) hat der deutsche Handball keine zukunft die besser ist als jetzt.
Und ein letztes Wort zu den Seilschaften beim DHB. Wer möchte denn den Posten von Hotti übernehmen, wer möchte denn gerne den von brand oder heuberger machen? Ich glaube das alle Fachleuten genau wissen warum sich da niemand wirklich freiwillig meldet.
Andere Jobs bringen mehr Geld, sind weniger Zeitintensiv und vor allem weniger der öffentlichen Zurschaustellung ausgesetzt....
Deshalb hinterfragt euch bitte vor weiteren nicht immer sinnigen und sachlichen Kommetaren;
" würdet ihr wirklich auf die nächsten beiden WM und EM Teilnahmen verzichten wollen, weil wir einen Umbruch machen möchten und deshalb nicht mit dem bestmöglichen Kader spielen? Würdet ihr dann nicht den Bundestrainer kritisieren und sagen aber mit dem und dem hätten wir es geschafft"???
treener, 27.01.12, 11:27 Uhr
Nach etwas Abstand und der nötigen Erholung möchte ich einiges zum deutschen Handball erwähnen.
1 Die Philosophie von Heiner Brand wird im deutschen Handball weitergelebt. Maritn Heuberger war Co und ist denke ich immer noch die Mariunette von Heiner Brand und Bredi!! Ich erkenne keine Neuerungen, Spieler wie Roggisch, Hens und Konsorten spielen immer noch, das kann ich nicht verstehen. Ich kann auch nicht mehr hören wir hätten keine Talente oder junge Spieler die kein Potential hätten. Das ist schlichtweg nicht wahr!! Was den Jungs fehlt ist die richtige Führung im Verein und in der Nationalmannschaft. Die werden betüttelt und geknuddelt, es wird ihnen doch alles abgenommen. Ich sage schon lange dass der Sport Handball zum Abklatsch des Fussballes wird. Man muss die Jungs schützen und behüten, wenn ich sowas höre. Oder die ausländischen Spieler wären besser!! Dann müssen sie mal den A.... zusammenkneifen und dafür kämpfen dass sie Spielanteile bekommen. Da muss ich einfach auch mal ein Egoist sein und mich nicht immer dahinter verstecken dass die Welt so ungerecht ist.
Wir haben Olympa nicht geschafft, weil wir keine Kämpfernaturen im Team hatten. Wenn Hens schon am Migro steht und irgendwelche Durchhalteparolen von sich gibt stellen sich mir die Nackenhaare. Wo war der Wille der Biß die Entschlossenheit die beiden Spiele unbedingt gewinnen zu wollen. Langes kreuzen ohne in die Tiefe zu gehen (das könnte weh tun) oder unvorbereitete Würfe sind für mich Hilflosigkeit!!
Mein Fazit: Wir müssen wieder richtige Männer erziehen die sich nicht hinter ihren Managern oder hinter ihren ausländischen Mitspieler verstecken,Verantwortung übernehmen und dahin gehen wo es verdammt weh tut. Sonst sollen sie einfach Softbällchen werfen und daheim bleiben!!!
Sorry aber das musste ich einfach mal loswerden.
aendert sich nichts, 26.01.12, 15:33 Uhr
@ Thore

ich will Dich ja nicht entäuschen, aber Du musst mal die ersten Kommentare vom "Ziegenbärtchen Bredemeier" (kriegt der eigentlich Geld vom DHB?) lesen, da iss nix zu lesen von Jugend, Nachwuchs, Ausbildung der Jugendlichen.....
da iss man jetzt schon wieder mit der Quali für die nächste WM zugange...für das nächste Debakel....
keine Angst da oben im deutschen Handball ändert sich so schnell nix, denn eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.....
Thore, 26.01.12, 14:56 Uhr
Die Mannschaft und vor allem der meiner Meinung nach überforderte Trainer haben genau das gemacht was sie können, nicht mehr und nicht weniger.

Aber das ist ja nur das vordergründige Problem. Das eigentliche Problem liegt in den fehlenden Strukturen die es jungen, ambitionierten Spielern aus der Jugend ermöglichen, in der 1. Liga Fuß zu fassen und Spielzeiten zu bekommen.

Ich hoffe das diese verpasste Olympiaqualifikation endlich mal etwas beim DHB auslöst und man die Chance nutzt hier den Hebel anzusetzen.
Wir sollten mal nach Island und Frankreich oder auf den Balkan schauen, wie die das schaffen, immer wieder vorzügliche Talente auszubilden und an den Profisport heranzuführen.

Von daher ist es eher ein Segen, dass wir nicht im Halbfinale stehen und bei Olympia dabei sind.
TB, 26.01.12, 14:10 Uhr
Ich denke, der deutsche Handball bräuchte eine klare Spielphilosophie, die auf die Stärken der einzelnen Spieler/der Nationalmannschaft aufgebaut ist.

Wenn eben der Rückraum im internationalen Vergleich nur mittelmässig bzw. nicht konkurrenzfähig ist, muss das Spiel über die Aussen und den Kreis (auch 2 KL, oder zügiges auflösen eines RR-Spielers) mit variablen Spielzügen neues Credo sein, sowie natürlich eine starke Fokussierung auf schnelle Gegenstösse mit einer offensiveren Abwehr. Die Rückraumspieler dürften dann nur noch bei 100% Chancen abschliessen, ihre Hauptaufgabe bestände darin, die Aussen und die Kreisläufer einzusetzen. Ein Lars Kaufmann hätte dann natürlich einen schlechten Stand, aber von solchen technisch liimitierten Spielern sollte Deutschland nicht abhängig sein.

Ich denke, das Hauptmanko bei der EM lag daran, dass auf den Rückraumspielern trotz ihrer begrenzten Möglichkeiten zuviel Verantwortung lag und diese dann in zum Teil haarsträubenden Fehlern mündeten, die im Spitzenhandball nicht vorkommen dürfen. Auch die Tore waren zum Teil aus dem Rückraum eher glücklich und schlecht platziert.

Wenn eben die Schlüsselpositionen in der HBL im Rückraum von Ausländern besetzt sind, sollte man evtl. bei der deutschen Nationalmannschaft vom gängigen Spielmodell mit starkem Fokus auf die Physis der RR-Spieler abrücken und einen neuen, deutschen, spielerischen Weg "erfinden".
bluemchen, 26.01.12, 14:10 Uhr
Nachdem ich alle Analysen gelesen habe wage ich es jetzt mal meine eigene These aufzustellen.

Die ganze Zeit wird hier von fehlenden Führungsspielern gesprochen. Dabei gehts es vorallem auch um die Individuelle Klasse der goldenen Generation. Dazu möchte ich eins anmerken ohne die Leistung der einzelnen Spieler in irgendeinerweise zu schmälern.

Kein Spieler der golden Geneartion, auch nicht ein Welthandballer Stephan hatte die gleich individuelle Klasse, wie es heute z.B. ein Jicha oder Karabatic oder damals ein Urios am Kreis hatte.

Seit 15 Jahren kamen die deutschen nicht irgendwie durch Einzelaktionen zum Erfolg sondern durch mannschaftliche Geschlossenheit.

Jeder hat für den anderen gekämpft und jeder hat sich für den anderen im Angriff wie in der Abwehr den Arsch aufgerissen für den Torerfolg der Mannschaft. Dadurch gab es dann Lücken für die Schwarzer, Kretsche, Kehrmann usw. Seit Jahren sind unsere Tore zu 60 % über Kreis und Außen gefallen und nicht über den Rückraum. Und wenn sie der Rückraum gemacht hat, dann nur nach perfekter Vorarbeit der anderen Spieler. Fehlende Individuelle Stärke wurde schon immer durch Mannschaftliche Geschlossenheit ausgeglichen.

Wenn ich jetzt lese, dass die Mannschaft toll gekämpft hat muss ich im ersten Moment klar zustimmen. Doch die Frage ist: Für was hat sie gekämpft?
Mir kam es die ganze WM so vor als würde die Mannschaft immer nur gegen die Blamage kämpfen. Immer nur gegen die Niederlage.
Nie hat sie auch an sich selbst den Anspruch gestellt für den Sieg zu kämpfen. (für alle Neunmalklugen: Wenn du für den Sieg kämpfst agierst du und wenn du gegen eine Niederlage kämpfst reagierst du)

Und hier ist der Ansatzpunkt, was die goldene Generation von der heutigen unterscheidet. Die heutigen Spieler kämpfen nicht weniger als die vor 5-10 Jahren. Nur wirkte der Kampf der Schwarzers, Baurs und Stephans strukturierter, mannschaftlich geschlossener. Jeder half da jedem und so vertraute da auch jeder jedem. Dadurch wurde jeder einzelne Spieler auf ein höheres Niveu gehoben. (Bestes Beispiel: WM 2007 Halbfinale gegen die stäkeren Franzosen. Direkter Freiwurf von Kehrmann am Ende der Halbzeit -abgezockt, cool machst du nur wenn du dir sicher bist das die Mannschaft dir das Vertrauen schenkt. Mal ganz abgesehen von dem legendären Kempa in der Nachspielzeit von Baur auf Klein)

Kurz und knapp, es fehlt der Mannschaft an Siegeswille.
Der Wille sich nicht zu blamieren ist da (sollte er im Profibereich bzw. im Sport überhaupt, aber auch sein).
Siegeswille hast du aber nur dann wenn du tief im inneren diesen Willen hast. Du kannst noch so viele Bekenntnisse machen. Ausstrahlen tust du ihn nur wenn du ehrlich dran glaubst.

Kommen wir zu Schluss zur gewagtesten These, die ich aber schon 2007 vertrten habe. Der WM Erfolg war damals zwar verdient, aber geerntet haben Ihn nicht nur die die Ihn gesäät haben. Hens, Kraus, Kaufmann und Glandorf haben sich seitdem nicht weiterentwickelt. Deswegen bin ich der Meinung, dass wir nur dann wieder Erfolg haben, wenn wir es schaffen Spieler in das Team einzubinden die für den Erfolg des Teams alles tun wollen. Und dafür muss auch der ein oder andere Weltmeister gehen.
Bernd Schmid, 26.01.12, 13:32 Uhr
Solange die Bundesligamannschaft osteuropäische Spieler ausbilden, wird sich nichts ändern, deshalb muss eine Ausländerbeschränkung eingeführt werden. Kai Häfner und Fabian Gutbrod sassen bei Göppingen lange Zeit auf der Bank und sind jetzt in Balingen beim besten deutschen Trainer Rolf Brack Stammspieler.Der Bundestrainer oder sein Stellvertreter sollten sich mal in der 2.Liga nach Talenten umsehen. Marcel Schiller vom TV Neuhausen ist in der Torschützenliste hinter dem schwedischen Nationalspieler Dalibor Doder an dritter Stelle.Mit den Nachwuchskräften sollte eine B-Nationalmannschaft aufgestellt werden , die dann zum Beispiel gegen die Schweiz, Niederlande , Österreich usw. Turniere spielen kann.
Vo dr Alb ra
Nikolau Neugrodda, 26.01.12, 12:30 Uhr
Der deutsche Handball muss sich neu enrfinden.

Es hilft eine Fehleranalyse, die allen Beteiligten weh tun muss.

1. Realistische Einschätzung des Sportes in der deutschen Öffentlichkeit
Handball ist kein Volkssport Nr. 2 Hint er Fussball Die Leute interessieren sich eher für Wintersport als für Handball. Das Gerede sollte der DHB mal aufhören, von der Ballsportart Nr.2 zu sprechen. In den Internetauftritten von Zeitungen wird nicht viel über den Sport berichtet. Der DHB soll mal fragen, warum ein Spiel der Nationalmannschaft zur Prime Time in den Regionalprogrammen WDR;NDR, die beiden Kerngebiete des Handballsportes gesendet wurden. Im hauptprogramm und in den anderen dritten kam z.B Tatorts oder Kai Pflaume.
2. Der Handball ist nicht professionell genug organisiert. Gummersbach hatte in Köln wneig Zuschauer, die meisten Clubs sind in Mittelstädten organisiert. Lediglich Hamburg und berlin haben Bundesligastandorte.
Um es kurz zu machen. Der Handball leidet an einer gewissen Provinzialität. Auch spielen keineswegs immer Hamburg und die Füchse aus Berlin in den großen Arenen der Stadt
3. Man muss auch Heiner Brand entmytologisieren. Nein er hat ganz schlimme letzte Turniere gespielt. Das waren keine einmaligen Ausrutscher, sondern beispielslos in der Geschichte der Nationalmannschaft. Nach der WM ging es abwärts. Seine Ausreden waren mannigfaltig Hauptsächlich waren es zu viele Ausländer in der lga und der zu dicke Terminkalender und vor allem die Schiedsrichter. Da suchte er die Nadel im Heuhaufen, um den Männern in Gelb und schwarz ein Verschulden bei den Debakeln zu geben. Nein Brand hat große Verdienste hat aber auch den schlimmen Niedergang zu verantworten.
4. Silvio Heinevetter ist nicht der Weltklasse Mann, wie er gemacht wird. Er ist ein guter ,aber er hat schlecht in den letzten beiden Spielen gehalten. Landin hat bei dem Spiel gegen Dänemark auf der naderen Seite klasse gehalten. Pascal Hens ist nicht der alleinige Sünder. Das wäre billig ihm allein die Schuld zu geben. Martin Heuberger ist ein Mensch des Systems Brand. Immer noch ist er vituell Bundestrainer. Ein echter neuanfang sieht anders aus. Das war peinlich, was Heuberger sich gestern in der Auszeit gesagt hatte. Das war unsportlich.
Nein es muss Geld in die Hand genommen werden, um Talant Duschebajew zu holen. Atletico madrid (Ciudad Real) war in den letzten Sieben jahren die konstanteste Mannschft der CL. TD würde für das Projekt siegen und Titel stehen. Er ist der beste Psychologe unter den Trainern. Wenn der DHB einen klasse Trainer holen will, der nur ein Verbum kennt zu gewinnen dann gibt es nur ihn. Da muss man auch mal Geld in die Hand nehmen. Bei schwerer See nehme ich einen alten Seebären als Kapitän (Duschebayew) und keinen Leichtmatrosen Wie heuberger.
5. Auch ist die Bundesliga nicht mehr alleinige Stärkste Liga der Welt. Die deutschen Mannschaften blamierten sich letztes Jahr im Fianal Four. Es waren deutliche Niederlagen gegen die Spanier. Also soll mann sie nicht so verklären. Wenn die neue Balkanliga Konturen annimmit, kann sie der Bundesliga gefährlich werden, also mal den Ball flach halten.
hb2007, 26.01.12, 12:30 Uhr
@GD

Ich stelle hier mal einen Link ein, aus dem man ableiten kann, dass junge Talente mit herausragenden Fähigkeiten auch bei kleineren Vereinen vorhanden sind.

http://www.recklinghaeuser-zeitung.de/lokales/recklinghausen/lokalsport/Standing-Ovations-fuer-den-HSC;art994,660021

Da bieten sich insbes. 2 Spieler des HSC Eintracht RE an; der eine als Mittelmann u. der andere auf LA oder HL.

In diesen beiden steckt soviel Potential, dass man ihnen ruhig zutrauen sollte, für einen Erstbundesligist und dann auch in 1 - 2 Jahren sogar für Einsätze in der Nationalmannschaft infrage zu kommen.

In anderen Nationen gibt es Spieler die knapp 20 Jahre alt sind u. ihren Weg machen. Es würde höchste Zeit hier etwas zu ändern, um den Handball wieder in ein besseres Fahrwasser zu leiten.
Hannes, 26.01.12, 11:34 Uhr
Das Kind im Brunnen ist ertrunken,das Geschrei ist groß.

Fragen ( auch an Herrn Hanning) :

Wusste denn Niemand dass das Kind im Brunnen war?

Warum ist denn der deutsche Handball heute auf dem Stand von 1997?

Wer hat den deutschen Handball dahin gebracht?

Wer wird es richten?


Ich habe leider keine Antworten ausser auf die erste Frage:

Jeder wusste es,doch Keiner wollte es sehen.
Es wurde und wird alles schön geredet.
Jetzt ist der Katzenjammer(den ja auch jeder erwartet hat) Fakt.

Wird jetzt wieder nur geredet und Schuldzuweisungen erteilt?

Nur zur Erinnerung : Handball ist ein MANNSCHAFTSSPORT:
deckarm, 26.01.12, 11:30 Uhr
@Sascha
Bin auch kein Freund von diversen "Anfeindungen" (das ist auch überspitzt) einzelner Spieler und besonders des Trainers. Auch wenn mich schon manche Leistung in Rage gebracht hat! Dieses nützt ja auch gar nichts in dieser Situation. Einige Spieler werden von selber ihre Konsequenzen suchen und finden.
Hier muss jetzt ein Strich drunter gesetzt werden. Aber NICHT so halbherzig wie es bislang (mit einigen Welt- oder Europatunieren die die Sicht versperrtenund man spielen "musste") geschehen ist.
Sorry! Dafür werde ich sicher gehängt ;))) !
Aber langfristig ist das Tunierergebniss, das beste was passieren konnte.
Der DHB ist jetzt von Grund auf gefordert...so es ihn noch gibt (konnte ich mir nicht verkneifen).
Hannes, 26.01.12, 11:23 Uhr
Originalkommentar von Bob Hanning bei Sport 1 :

Ich bin vor dem Turnier dafür kritisiert worden, dass ich einen Umbruch gefordert habe und dass wir selbst ein Verpassen der Olympischen Spiele in Betracht ziehen müssten, wenn es der Sache dient.

Jetzt ist das Turnier vorbei und ich könnte sagen: Seht ihr, ich habe Recht gehabt. Doch ich sage stattdessen ganz bewusst: Ich habe mich ein Stück weit geirrt.

Von der kämpferischen Einstellung und der Bereitschaft, Handball zu spielen, muss man der Mannschaft ein großes Kompliment machen.

Unabhängig davon, dass es viele kritische Ansätze gab, die man auch analysieren muss, war das Ausscheiden einer der bittersten Tage.
............................................................
Dennoch: Martin Heuberger hat es geschafft, ein sehr emotionales Team zusammenzustellen. Er wird jetzt Zeit haben, um gut zu überlegen, wie es weiter geht.

Der deutsche Handball ist da, wo er von Heiner Brand 1997 übernommen wurde. Damals durfte ich ja die ersten Jahre aktiv als Co-Trainer an der Entwicklung mitarbeiten.

Ich sage, der Handball hat große Perspektiven, weil wir heute viel weiter sind, als wir es damals waren.

Jetzt gilt es, das Turnier brutal zu analysieren und gemeinsam mit dem DHB, der Toyota HBL und den Landesverbänden konstruktiv den Olympia-Sieg 2016 anzugehen.
G. Hellmuth, 26.01.12, 10:56 Uhr
Auf der einen Seite können sie kämpfen, auf der anderen versagen ihnen die Nerven, schreibt der Artikel?
Der Wille war erkennbar, bei unseren „Hosenscheißern“, sie haben ordentlich gekämpft und damit Sympathie-Punkte gesammelt. Vielleicht waren sie schon etwas ausgelaugt, von der steten Aufputscherei?

Ich finde, ein paar Spieler haben sich in dem Turnier evtl. als austauschbar erwiesen. Manche Fehler kann man auch einen Nachwuchsspieler machen lassen. Da hat man dann das gute Gefühl dabei, dass es sich wenigstens für eine Person gelohnt haben könnte. Ähnlich wie bei Spendenveranstaltungen erhält der Zuschauer dadurch zumindest ein wohliges, gönnerhaftes Gefühl, auch wenn es an den Missständen meist nicht viel ändert–

Michael Haaß hat bei dieser EM so gut gespielt wie noch nie im Nationaldress. Seine Verletzung ist echt die größte Scheiße überhaupt!

Beim Gegenstoß von hinten mit „Verlust der Körperkontrolle“ … die klassische Rote Karte, die man jedes Wochenende in jeder zweiten Halle sehen kann. Soll man da etwa sagen: „Gut gekämpft, Dominik Klein“, oder: „Schade, aber das konntest Du ja nicht wissen“???
Ich finde es langweilig, schon wieder über die schlechten Schiedsrichter schimpfen zu müssen. Das ist immer das selbe. Vornehmlich, wenn man verloren hat.
Michał Jurecki kann sich bei Trikot-Zupfen effektvoll fallen lassen, Pascal Hens kann das nicht. Der setzt sich lieber auf den Hosenboden und fängt an zu plärren, „comme un bébé“.
Peng – Aus – Äpfel … Pferdeäpfel
G.D., 26.01.12, 10:55 Uhr
@ hb2007: ich bin Ihnen dankbar, dass Sie in Ihrem Beitrag Namen genannt haben! Das bringt uns viel weiter, als das zu wiederholen, was hier anscheinend Konsens ist: Einen Umbruch fordern, aber nicht wissen, wen man in die Nationalmannschaft berufen soll.
Zwar versuche ich mich mit dem deutschen Handball zu beschäftigen, dennoch ist es unmöglich, alle Bundesligaspiele (von der 2. Bundesliga ganz zu schweigen) zu sehen, um somit selbst einen Eindruck oder Überbliclk über die Leistung junger deutscher Talente zu erhalten.

Daher frage ich mal in die Runde:

1. Welche jungen deutschen Talente sollte man auf welcher Position einsetzen?

2. Was soll konkret an der Struktur der Jugendarbeit/ Heranführung an die Männermannschaften geändert werden?

3. Warum sollen die alten "Sä..." des DHB ihren Platz räumen? Wer würde/könnte/sollte nachfolgen?

4. Heuberger hat aus dem, was da war, das Maximum herausgeholt. Auch was seine Wechsel betrifft, kann ich die hier angebrachte Kritik nicht immer ganz nachvollziehen. Als er nämlich die Leute getauscht hat, hat sich auf keiner(!) Position tatsächlich eine (ich betone) durchschlagende Wirkung ergeben. Die Stärke und Schwäche dieses Kaders war, dass er im Rückraum auf keiner Position hervorragend, aber in der Breite gleichstark besetzt war. Wenn man also einen Spieler, der durchschnittlich spielt, für einen anderen durchschnittlich spielenden bringt, kann man keine Besserung erwarten, oder?
Dirk Habets, 26.01.12, 10:50 Uhr
Der DHB sollte sich auch so langsam mal die Frage nach dem eigenen Konzept stellen. Die Damen sind so schwach wie seid jahrzenten nicht mehr, die Herren sind zum ersten mal überhaupt nicht bei einem Olympia Tournier dabei. Die Bundesliga ist zwar sportlich eine Top Liga aber hauptsächlich auf Grund von Legionären aus allen Herren Ländern.Andere Sportarten haben genau die gleichen Probleme. Starke Ligen "Eishockey oder Basketball" aber schwache Nationalmannschaften da die eigenen Leute nur noch Kaderfüller in den Liga Teams sind.
Hengel, 26.01.12, 10:40 Uhr
Zum Spiel Gestern ist glaube ich alles gesagt worden was relevant ist.

Zur Zukunft:
Leider muss ich da unserem Nordhorner in fast allen Punkten absolut recht geben. Da ist erst einmal Niemand in Sichtweite der hier ganz unbeschwert die entstehenden Lücken füllt und die nächste WM steht - wenn man im Zeitraster der Fußballer denkt - quasi schon wieder vor der Tür.

Auf Grund der kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen von Vereinen, Verbänden und schlussendlich auch der unserer Spieler (die Leben schließlich vom Handball - jetzt), wird es verdammt schwer einen Konsens zu finden, mit dem wir mittelprächtige deutsche Handballer in die erste Reihe bekommen, wo sie sich erfolgversprechend entwickeln können.

Größere Talente werden sich durchsetzen, dafür gibt es genügend Vereine die das in ihrer Vereinsphilosophie berücksichtigen. Eine breitere Masse an guten Spielern mit entsprechender Spielpraxis (wie jetzt z.B. gerade unser Jogi zur Verfügung hat) erhalten wir in der aktuellen Struktur nicht.

Beim Blick nach vorne brauchen wir jetzt wirklich kompetente Personen die die Fähigkeit besitzen, umgehend erfolgversprechende Konzepte in Zusammenarbeit mit den Bundesligavereinen zu erstellen und vor allem konsequent kurzfristig umzusetzen. Dann könnte man mittelfristig wieder Hoffnung schöpfen.

Hier müssen unsere besten Männer (und Frauen) hin, die auch mal quer denken können und sicht nicht nur profilieren und einfache Kompromisse finden wollen.

Ich persönlich werfe jetzt mal, ich glaube eine ganz gute Idee in die Menge, die natürlich nur ein allererster Gedanke sein kann und sich eventuell auch als nicht umsetzbar erweist - aber wie gesagt, Querdenken bringt ab und zu mal neue Ansätze:

Ist es möglich ein oder sogar 2 Mannschaften mit deutschen Nachwuchstalenten im Bundesligabetrieb einzubauen, die vom DHB gefördert und bezahlt werden ?

Geld müsste noch etwas da sein nach der katastrophalen Vermarktung der EM - das musste jetzt mal sein !

An dieser Finanzierung müssten sich natürlich auch die Bundesligavereine beteiligen. Mann könnte auch darüber nachdenken, dass Vereine hier auch ihre Nachwuchstalente parken, die im normalen Spielbetrieb viel auf der Bank sitzen. Somit werden diese Spieler bereits bezahlt und nehmen aber auch regelmäßig am Bundesligabetrieb teil.

Die Jungs spielen außer Konkurrenz und können somit nicht absteigen.
Sportliche und finanzielle Anreize müssten sicherlich noch gefunden werden, damit hier ernsthafte Begegnungen zustande kommen.

Die Anzahl der Bundesligateams müsste sicherlich reduziert werden, um den ohnehin viel zu vollen Terminkalender der Spieler zumindest nicht noch weiter zu belasten.

Die Heimspiele dieser Teams werden wechselweise in ganz Deutschland - auch zu Werbezwecken durchgeführt. Sponsoren für so ein Werbeteam zu finden, müsste doch möglich sein.

Die Spieler und Trainer leben im Internat und verdienen monatlich mehr als ein Mittelklassespieler aus welchem Land auch immer.

Noch ein Gedanke: Vielleicht könnte ein Team von beiden ein Nachwuchsteam sein und das andere so etwas wie unsere Nationalmannschaft

Vielleicht sind diese Ideen auch schon in irgendeiner Art und Weise vorhanden. Ich persönlich hänge nicht an diesen Vorschlägen - Hauptsache es passiert jetzt endlich etwas !
Sascha, 26.01.12, 10:31 Uhr
@Christian Kehl und @deckarm:
Ich negiere keinesfalls die Notwendigkeit eines Neuaufbaus. Die "Nachwuchstruppe" diente auch eher der Überspitzung.
Was mich an der ganzen Diskussion stört, ist das Einschiessen auf einzelne Spieler, bzw. Trainer. Das trifft nicht den Kern. Ich glaube und da schliesse ich mich Euch an, dass wenn die NM nicht mit dem Rucksack Olympiaquali angereist wäre. Sondern mit einem jungen Team im Zeichen einer mittel bis langfristigen Strategie, die ein Nichtteilnehmen billigend in Kauf nimmt.
Wäre der Ausgang für die NM möglicherweise mit einer Überraschung ausgegangen, da die Spieler eventuell freier hätten aufspielen können.
Das ist natürlich reine Theorie...

In diesem Fall finde ich, kann es ein Segen sein, dass es mit der Quali nicht geklappt hat. So ist man hoffentlich gezwungen seine Strategie nochmal zu überdenken und da schliesse auch die Besetzung hoher Posten im Verband mit ein.

Lassen wir uns mal überraschen ;-)

LG,
Sascha
deckarm, 26.01.12, 10:01 Uhr
@Christian Kehl: Uneingeschränkter Applaus für diesen Kommentar, der so ziemlich alles offen legt! Danke dafür.

@Sascha: Es würden in Bezug auf diesem Szenario sicher einige abfällige Kommentare "hier" folgen. Abgesehen davon das ich keiner dieser "Schreiberlinge" wäre, wären die Vorraussetzungen für ein Tunier mit junger Mannschaft eine andere. Man wüsste woran man ist. Es hätte evtl. ("DHB"??) zu einer anderen Aussenwirkung kommen können. Es geht um einen ehrlichen Neuaufbau, und dies mit jungen Kräften (verstehe nicht die, die ihre Stirn darüber runzeln) sowie sicherlich ein oder drei "Alte Kämpen" (ohne geht es nicht! - aber auch nicht mehr). Slowenien macht es richtig. (Wir hatten dies, um mal in der Schartzkiste zu kramen, nach 1974 unter Vlado Stenzel genauso gemacht.) Welche andere Lösung gibt es überhaupt? Das würde mich mal interessieren. Und wenn es so ist, pläderiere (lediglich *lach*) ich für ein richtig junges Team. Diese Spieler gibt es, sonst stellen wir unsere eigene Jugend generell in Frage! Tun wir das?
Christian Kehl, 26.01.12, 09:56 Uhr
@ Heibro: da drei Teams punktlgleich sind, zählt der direkte Vergleich dieser drei Teams gegeneinander! Alle haben 2:2 Punkte, Mazedonien das beste Torverhältnis

@Sascha: es geht nicht darum, NUR noch Junioren mitzunehmen. Es bracuht Spieler, die die Jungen leiten können, meiner Meinung nach wäre es optimal gewesen, wenn man die zweite Reihe komplett mit Perspektivspielern besetzt, um sie an das Niveau heranzuführen! Sie einmal durch den Fleischwolf zu drehen, bringt nichts, aber als punktuelle Ergänzung fände ich das den richtigen Weg!

@G.H. Punkt 4) Herr Hens hat sicherlich in diesen beiden Aktionen Verantwortung übernommen und - wenn auch mit etwas Glück - die beiden wichtigen Tore gemacht und Entlastung gebracht. Ich fand ihn in der gestrigen Begegnung auch nicht so schlecht wie in den vorangegangenen, aber er hat neben den Toren auch beide Fehler gemacht, die letztendlich zur Niederlage geführt haben.
Abseits der Personaldiskussion geht es mir vor allem um das immer wieder gepredigte Aufstellen nach Leistung und wenn ein RL nicht die Leistung bringt wie Herr Kaufmann gestern, dann muss gewechselt werden genauso wie bei Herrn Hens in der ersten Partie gegen Tschechien viel früher hätte gewechselt werden müssen.
D. Onegal, 26.01.12, 09:20 Uhr
Ich denke, ohne die schwachen Leistungen im Vorfeld würden wir die Leistung der deutschen Mannschaft bei dieser EM nicht ganz so problematisch sehen. Man darf nicht vergessen, dass auch viele andere Mannschaften keinen souveränen Handball spielten und mit dem Gezeigten nicht zufrieden sein dürften. Ein Erreichen des Halbfinales hätte sicher viele Kritiker vorerst verstummen lassen.
Das letztliche Scheitern hat für mich rein psychologische Gründe. Die Ausgangssituation mit zwei Endspielen wäre für ein mental stabiles Team kein Problem. Es hieße dann: ""Wir brauchen überhaupt kein zweites Spiel gegen Polen, weil wir gegen Dänemark schon alles klar machen. Punkt!" Für eine angeknackste Mannschaft ohne jegliches Selbstvertrauen ist es eine Belastung. Das Spiel gegen Dänemark "musste" nicht unbedingt und das Spiel gegen Polen "konnte" dann nicht mehr gewonnen werden. Die erste verpasste Chance wirkt im zweiten Spiel als Verkrampfung. Allein sportlich - spielerische Schwächen hin oder her - gab es jedenfalls keinen Grund die Spiele gegen bestenfalls mittelmäßige Dänen und Polen zu verlieren. Da fehlt es letztlich an Abgezocktheit und Cleverness, die man einfach nicht hat, wenn es monatelang nichts läuft. Schade, denn aufgrund ihres Einsatzwillens war einem die Mannschaft letztlich doch irgendwie ans Herz gewachsen.
Heibro, 26.01.12, 09:16 Uhr
Kann mir jemand erklären wieso Mazedonien im der Abschlusstabelle vor Deutschland liegt? Wir sind Punkt und Tor gleich. Das Spiel gegen einander haben wir gewonnen.
Christian Kehl, 26.01.12, 09:11 Uhr
Mit dieser dürftigen Darbietung sind wir wieder schlagartig auf den Boden der Realität zurückgeholt worden. Statt durchaus möglichem Halbfinale und der damit einhergehenden Olympiaqualifikation reihen wir uns nun gleich hinter der Handballgroßmacht Mazedonien ein und dürfen interssiert zuschauen wie eben diese Mazedonier gegen eine slowenische Mannschaft, die gerade uns ein Vorbild für die Zukunft sein sollte, im Kampf um das Olympiaticket antreten.
Denn während in deutschen Landen sture DHB-Funktionäre derart von der krankhaften Sucht nach diesem auf DHB-Ebene ach so begehrten Olympiaticket beherrscht werden, dass nachhaltige Entwicklung dem verpassten kurzfristigen Erfolg untergeordnet wird, wurden in Slowenien richtige Entschjeidungen getroffen und nach wenigen Jahren des Mittelmaßes steht man nun dort - und zwar mit umbruchsbedingt positiven Entwicklungsmöglichkeiten des Teams - wo genau diese DHB-Funktionäre mit ihren stur auf London ausgerichteten und nicht darüber hinwegsehenden Scheuklappen das deutsche Team gerne sehen würden. Und genau da sage ich meinem "Nordhorner" Vorredner, es ist jedes Jahr im Handball EM oder WM, ab und an noch Olympiade dazu. Soll es dauerhaft so weitergehen, nur weil das nächste Großereignis vor der Türe steht und wir daher keinen Mut haben, dringend notwendige Maßnahmen umzusetzen? Irgendwann muss man den Schnitt machen und natürlich geht man in diesem Moment - dessen Optimum schon lange verpasst wurde - das Risiko ein, in der WM-Qualifikation auch mal ein Jahr gegen die Niederlande auszuscheiden. Aber bringt es uns perspektivisch nicht deutlich mehr wenn der sicherlich beschwerliche und Opferbereitschaft verlangende Weg des Neuaufbaus uns mittelfristig ein solches Gewürge erspart wie wir es teilweise mit einer uninspirierten, aber immerhin kämpfenden Truppe während dieser EM und auch während der letzten WM oder der Olympiade in Peking gesehen haben? Soll es wirklich so weitergehen, denn auf nichts anderes steuern unsere DHB-Funktionäre das Nationalteam durch ihr Nichtstun zu!? Dieser viel zu eng geschachtelte Modus aus EM und WM wird immer nur wieder als Argument vorgeschoben, damit man den unbequemen Schritt des Umbruches nicht gehen kann, weil man so ja beim nächsten Turnier nicht um die Medaillen mitspielen könnte. Tun wir das denn aktuell ernsthaft? Uns fehlt die Klasse und dazu auch noch die Perspektive, spielerisch und auch vom aktuellen Spielermaterial her. Zur spielerischen Weiterentwicklung benötigen wir einen taktisch versierten, innovativen Trainer, einen Mittelmann, der das Spiel leiten kann und die nachrückenden, jungen Spieler brauchen schlicht Zeit! Und während dieser Zeit, die ein Herr Maas (TVG), ein Herr Dissinger (Kadetten Schaffhausen), ein Herr Pekeler (BHC), ein Herr Sellin (Füchse Berlin), ein Herr Häfner, ein Herr König, ein Herr Gutbrod (Balingen) - die mittlerweile in ihren Vereinen auch Spielanteile bekommen und sich weiterentwickeln - benötigen, werden wir eben ab und an gegen die Niederlande verlieren. Und das muss der verwöhnte deutsche Handballfunktionär und auch der ein- oder andere Fan mit seinem überzogenen Anspruchsdenken vereinbaren können. Langfristiger Erfolg verlangt in dieser Situation eben kurz- bis mittelfrsitge (das wird zwei, drei oder auch vier Jahre brauchen!) Opfer. Alle reden von Nachhaltigkeit, sind aber zu bequem selbst etwas dafür zu tun sobald es ihnen zum Nachteil gereicht! Und mit bisher erfolgter drittklasssiger Anschlussförderung (nämlich Bankdrücken) unserer Juniorennationalspieler und unserem aktuellen Aufgebot werden wir uns auch ohne Umbruch kurzfristig nicht in der europäischen Spitze halten. Daher muss endlich etwas passieren und deswegen bin ich froh, dass diese Olympiade nicht erreicht wurde und man nun Gelegenheit oder gar den Zwang hat, den längst überfälligen Schnitt zu vollziehen statt sich mit Ausreden, dass man beim nächsten wichtigen Event unbedingt konkurrenzfähig sein müsse über die Runden zu quälen wie ein angeknockter, alternder Boxer, der durch Festklammern an glorreichen, früheren Erfolgen den richtigen Zeitpunkt zum Aufhören längst verpasst hat.
Die Partie gegen keinesfalls überzeugende Polen gestern hat die Notwendigkeit dieses Schrittes wieder deutlich gemacht. Die das deutsche Spiel nur allzu offensichtlich hemmende Manndeckung gegen den auf seiner Angriffsposition Wurzeln schlagenden Herrn Glandorf wurde in keinster Weise taktisch beantwortet. Weswegen startet man nicht einen Versuch mit zwei Kreisläufern oder Herr Glandorf löst zum Kreis auf? Herr Kaufmann als Gefahrenherd im Rückraum muss man die Wurfsituationen vorbereiten, was durch das Wegfallen des RR spielerisch für einen ohnehin nicht durch Spielleitung glänzenden RM viel schwieriger zu lösen ist. Weswegen bringt man in solchen Situationen mit Herrn Christophersen nicht viel früher den spielerisch stärkeren RL? Der Rückraum war ein Totalausfall und auch die sich über das Turnier stabilisierende Abwehr zeigte bei Weitem nicht die gewohnte Sicherheit. Lobenswert am Angriffsspiel waren ausschließlich Aktionen über den, die Lücken der offensiveren Abwehr sehr gut nutzenden Kreis und das Einsetzen der Außen, die dazu noch eine hohe Wurfeffektivität zeigten. Revidieren muss ich mich hier jedoch ganz klar in Bezug auf Herrn Klein, der zwar eine hochklassige Partie zeigte, aber mit seiner übermotivierten Abwehraktion vor der völlig berechtigten roten Karte jeglichen Kredit umgehend verspielte. Sicherlich weiß ich aus meiner aktiven Zeit wie vollgepumpt man mit Adrenalin ist und dass man dieses Gegentor unbedingt verhindern will, aber trotz allem muss man hier seinen Ehrgeiz im Griff haben und darf sich nicht zu solch einer in der Sache zwar harmlosen (es war ein Schubser), aber in der Situation wo ein Angreifer mit Tempo auf einen Abwehrspieler zuläuft absolut verantwortungslosen und in ihren Konsequenzen für die betroffenen Spieler brutalen und fatalen Aktion hinreißen lassen. Das war ähnlich hirnlos, dumm und unreif wie die Ansprache unseres Bundestrainers in der danach folgenden Auszeit, wo Herr Sprenger vor laufender Kamera zu Schauspielereien animiert wurde, um Zeitstrafen für das polnische Team herauszuschinden. Wenn man in der Defensive körperbetont zu Werke geht, dann muss man mit dieser Flut an Zweiminutenstrafen leben und man hätte sich auch problemlos durch die Konsequenz der Pfiffe über das gesamte Spiel auf die durchgezogene Linie der spanischen Unparteiischen einstellen können. Aber dem Unmut/Frust über diese dauerhafte und meist völlig verdiente Unterzahlspielerei durch Vorgaben zur Schauspielerei Ausdruck zu verleihen finde ich erbärmlich, unfair und peinlich! Das, Herr Heuberger, hat keinerlei Vorbildfunktion und ich bin froh, dass Herr Kaufmann Herrn Sprenger durch seinen Wurf diese Peinlichkeit erspart hat!
Diesem unwürdigen Niveau sollte man nun einen radikalen Umbruch folgen lassen und einen Neuanfang auf allen Ebenen wagen, auch wenn es unter Umständen Jahre dauern wird bis man sich wieder internationales Topniveau erreicht hat.
Sascha, 26.01.12, 08:52 Uhr
Ich muss hier meinen drei Vorrednern zu 100% recht geben. Das rumgehacke auf einzelnen Spielern und dem Bundestrainer ist nicht zielführend.
Ich würde gerne die Kommentare gelesen haben, wenn Herr Heuberger mit einer Nachwuchstruppe bei diesem Turnier aufgelaufen wäre.
Ich kann es mir vorstellen: Kann man nicht machen, man braucht Erfahrene, der Trainer hat keine Ahnung usw, und so fort...

Ich persönlich finde es immer erstaunlich, wie sich einige aufschwingen hier die alleinige Wahrheit gepachtet zu haben. Aber es scheint ja immer so zu sein, dass man im Juniorenbereich ein super Trainer sein kann (wegen eingeschränkter Öffentlichkeit?) und so bald man BT ist, hat man auf einmal keine Ahnung mehr. Diese Arith­me­tik erschliesst sich mir einfach nicht.

Abschliessend noch: Gute Besserung Michael Haaß!
Gerd, 26.01.12, 08:48 Uhr
Ein anderer Trainer hat auch keine anderen Spieler zur Verfügung als die, die jetzt schon im (erweiterten) Kreis der Nationalmannschaft parat sind. Und dazu zählen auch die Juniorennationalspieler. Trotzdem gebe ich allen Recht: die Impulse von der Bank fehlten - ganz speziell in Sachen "aktiver Deckung gegen Glandorf" und variablem Deckungsverhalten bei Überzahl.

Aprospos Glandorf: er machte gestern mal wieder keine gute Figur, weder in Angriff noch in der Abwehr (in meinen Augen der schlechteste deutsche Abwehrspieler, und das nicht nur gestern). Die Alternative Pfahl erwies sich in seinen gestrigen Kurzeinsätzen als der Sache nicht gewachsen. Ich halte fest: Baustelle Halbrechts ..... in Angriff und Abwehr.

Ich fahre fort: Baustelle "Angriff" Halblinks. Weder Kaufmann noch Christophersen erreichten ein angemessenes internationales Niveau. Bei Kaufmann bemängle ich ein mannschaftsdienliches Spiel, bei Christophersen fehlt es (unter anderem) an Athletik. Wobei Christophersen für mich Zukunft auf der Position hat und man Hens - dankend für die Leistungen der vergangenen Jahre - würdevoll einen angemessenen Abschied bereiten kann.

Baustelle "Mitte". Haas ist mir persönlich zu ruhig und versucht das Spiel ohne Schnörkel "recht neutral" zu lenken. Es fehlt mir an Esprit, an Intuition und an Individualismus - speziell dann 1:1 zu gehen, wenn ich in der zweiten Welle eine schnelle Chance zum Torerfolg sehe.

Baustelle "Spezialistenwechsel". Gestern wurde Roggisch-Theuerkauf und Pfahl-Glandorf in einer Phase gewechselt, als das Spiel eng war und die Polen genau durch diese Schnittstelle des Rückzugsverhaltens mit schnellen Toren sich wieder absetzen konnten.

Kein Baustellen: sowohl Rechts- als auch Linksaußen, Torhüterposition

Die Ziele - Teilnahme an einem olympischen Qualifikationsturnier und nicht die unmittelbare Teilnahe an Olympia - wurden nicht erreicht. Hierauf sollte der DHB reagieren und ein mittelfristiges Konzept vorlegen, wie den die kommenden internationalen Aufgaben bewältigt werden können, welche Ziele verfolgt werden sollen und wie das Ansehen und der Stellenwert des deutschen Handballs wieder hergestellt werden kann.

Noch ein paar Worte zur bedauerlichen Verletzung von Michael Haaß. Das Schubsen von Klein gegenüber Lijewski war ein Foul - aber selbst ein 2-Minuten-Strafe hierfür wäre in dieser Situation eine überzogene Bestrafung für Klein gewesen. Es ist vollkommen unglücklich, wie dann Lijewski und Haaß zusammenprallten. Alles Gute, Herr Haaß, und eine schnelle Rekonvaleszenz !!
Dirk Habets, 26.01.12, 08:37 Uhr
Bob Hanning hatte nach dem Tscheschien Spiel gesagt der Neuaufbau muss kommen. Damit hat er zwar den Nagel auf den Kopf getroffen allerdings stelle ich mir die Frage wie das gehen soll wenn die meisten Teams der 1 Liga einen Ausländeranteil von 80 Prozent haben und spieler aus Griechenland,Estland,Niederlande oder Österreich welche ja Weltmächte im Handball sind eher verpflichten als einen jungen Talentierten Spieler aus der Uckermark. Länder wie Mazedonien oder Tschechien oder die Slowakei profitieren in ihrer Entwicklung doch davon das ihre besten Leute in Deutschland spielen, während die deutschen Spieler entweder in der zweiten Liga unterwegs sind oder noch tiefer sich entwickeln müssen.Ein Problem an dem Heiner Brand schon gescheitert ist und auch Martin Heuberger scheitern wird. Ich kann schon verstehen das ein Heuberger der Meinung ist das er die besten nominiert hat. Wer fehlte denn aus der Bundesliga der der Mannschaft einen Impuls hätte geben können?Ich sehe da niemanden!Klar kann man über einen Pfahl diskutieren. Aber wer wäre die bessere Lösung gewesen?
G.H., 26.01.12, 08:07 Uhr
Zu aller erst: Eine Gute Besserung an Michael Haaß !!!!! Es ist ein Jammer, dass er jetzt für so lange Zeit ausfällt.

Als zweites sein angemerkt, dass ich mich freue, was die Mannschaft doch noch erreicht hat. Vor der EM haben alle, wie sie hier schreiben, nicht mal die Hauptrunde erwartet. Alle schrieben, dass das Team bereits dort ausscheidet. Jetzt haben Sie die Hauptrunde gespielt und wären meiner Meinung nach auch im Halbfinale.

Da komme ich zu Punkt drei. Die beiden Herren in Gelb waren eine bodenlose Frechheit. Wie man so unterschiedlich auf beiden Seiten pfeifen kann, ist mir schleierhaft. Die Mannschaft konnte sich auch auf nichts einstellen, denn ob Stürmerfoul oder Trikotzupfen, es wurde auf der einen Seite mit max. Freiwurf und auf der anderen Seite mit 2 Minuten bestraft. Das ist schon ein Armutszeugnis. Mit doppelter Unterzahl über fast 10 Minuten kann man einfach nicht gewinnen!

4. Dieses gemecker über Pommes geht mir völlig auf den Sa... Er kann der Mannschaft super helfen, wenn er seine Form hat. Das diese nicht immer da sein kann, ist auch jedem Sportler klar. Ihr würdet warscheinlich auch von einem Karabatic etc. erwarten, dass Sie jetzt aus der Nationalmannschaft fliegen, oder? Der hat auch eine Grotten-EM gespielt. Sollte der auch rausfliegen? Pommes hat es in der entscheidenden Phase zu 2 wichtigen Toren gebracht. Er hat die Verantwortung übernommen, obwohl er von seinem Formtief ja auch weiß. Dass dann die beiden Spanier noch weiter einschreiten, da kann Pommes auch nichts für.

5. Es bringt nichts, wenn man jetzt voreilige Schlüsse ziehen würde. Jetzt muss die Situation erst einmal aufgearbeitet werden. Ich denke wir müssen aber auf jeden Fall dahin kommen, dass alles durchleuchtet wird und hierbei auch auf die personellen Verbundenheiten keine Rücksichten mehr genommen werden. Ansonsten kommt man zu keinen ehrlichen Fehleranalysen.

Der DHB ist gefordert und da bin ich mal gespannt, ob und wie die Herrschaften, die die Verantwortung tragen, mit dieser Situation umgehen werden.

Für Herrn Klein: Das war ein sau dummes Foul, aber das wissen Sie glaube ich am Besten. Leider kommt so etwas im Sport immer wieder mal vor. Es war die einzige richtige Entscheidung der Spanier in den letzten 10 Minuten, die gegen das DHB Team gepfiffen wurde.

Vielleicht überlegt der DHB jetz mal, wie er seine Jugendförderung weiter voranbringen kann und kommt nicht wieder mit seiner dusseligen Ausländerbeschränkung, denn damit erreicht man gar nichts. Über das "tolle" Jugendzertifikat, dass auf die Bundesligisten beschränkt ist, habe ich schon oft hingewiesen.
Damit gibt es keine neuen Handballer in den kleinen Vereinen.
Nordhorner, 26.01.12, 00:42 Uhr
Hallo zusammen,
1. waren die SR richtig schlecht und in der verteilung pro Polen.
2. haben die Deutschen gut gekämpft ( ich weiß das mindeste..) und waren meiner Meinung nach auch gleichwertig
3. fehlten sicherlich taktische Rezepte gegen die deckung der Polen
4. weiß ich immer noch nicht wer die Spieler für den sogenannten Neuanfang sein sollen, denn erst dann darf man über einen erneuten Trainerwechsel nachdenken.
5. Heuberger kennt den deutschen Nachwuchs und hat nun ( leider) etwas Zeit diesen ranzuführen
6. wird Bauer sicherlich nicht als Trainer der Nationalmmanschaft mit ganz vielen Neuen beginnen
7. und somit bleibt die Frage wer soll auf dem Platz denn Tore aus dem Rückraum gegen die Polen werfen oder gegen diese gut verteidigen??
irgendwelche A Jugendliche die gerade gut gespielt haben???
Ich sehe keine deutsche Nachwuchsspieler die in der Bundesliga bestehen können und genau da wird das gespielt was wir jetzt bei der EM gesehen haben...
also nennt Namen ( ggf auch deren vereine) ich persönlich wüßte keinen der bereit wäre zu spielen
8. bitte bedenken nächstes Jahr ist WM und da will niemand in der Vorrunde rausfliegen oder ist es dann in Ordnung gegen die Niederlande in der Quali zu scheitern???
Icke, 25.01.12, 23:25 Uhr
Man sollte am Kopf anfangen und die alten Sä.... raus hauen. Last doch mal junge ran . Wenn ich den Bredemaier sehe mit sein Ziegenbart da kommt mir ja entschuldigung die Galle hoch oder der Präsi was ist das für ein Vogel nä ,alle die hier ihre Meinung geschrieben haben, haben auch recht jetzt ein neu Anfang nicht nur die Mannschaft auch an der Spitze sonst bleibt alles wie es war.
Gerhard, 25.01.12, 23:22 Uhr
Schade, daß es nicht gereicht hat. An Michael Haaß gute Genesung.
Es geht ja nicht alleine um das verlorene Spiel gegen die Polen. Mit entscheidend war doch schon das erste Spiel gegen Tschechien. Wenn man
so in eine EM startet braucht man sich nicht zu wundern, daß es am Ende
doch nicht reicht.
Im übrigen gebe ich Wolfgang recht, daß bei allen Spielen ganz besonders
die taktische Einstellung vom Trainer her falsch war. Z.Bsp. ordnete er bei
eigener Überzahl mal an, sich in die 6:0 Abwehr zurück zu ziehen. Von wem hat er denn diese Variante? Bei Überzahl muß doch wenigstens
ein Mann vom Gegner eng gedeckt werden damit die Mannschaft
schnell in Ballbesitz kommt. Nein, er er läßt den Gegner die Zeit
abspielen. Davon gibt es mehrere taktische, schwache Leistungen
seinerseits, die ich hier nicht aufzeigen muß.
Jetzt ist es an der Zeit sofort mit einem Neuaufbau zu beginnen und
einige Spieler auszusortieren, wenn diese nicht von alleine aufhören.
Ich persönlich würde den Tausch Bauer für Heuberger gerne sehen.
Bauer war schon als Spieler sehr beschlagen und hat dies als Trainer
auch schon sehr gut gezeigt, daß er eine Mannschaft zum Erfolg
führen kann.
Jetzt darf von Seiten des DHB nicht mehr geschlafen werden, sondern
es besteht absoluter Handlungsbedarf. Mal sehen wie es weter geht.
hb2007, 25.01.12, 23:04 Uhr
Ich habe diese Pleite gegen die robusten Polen erwartet. Ein Trainerfuchs wie Bogdan Wenta hatte ein einfaches Mittel parat und nahm Glandorf durch eine offensive Deckungsvariante komlett aus dem Spiel.
Was fiel H. Heuberger als Gegenmittel hierzu ein? Nichts, aber auch gar nichts. Man musste mit traurigen Augen verfolgen, wie hilfslos die Spieler von einem zum anderen die Verantwortung übertrugen u. sich nicht trauten, selbst aktiv zu werden u. Mann gegen Mann zu gehen, um ein Tor zu erzielen. Ein Hühnerhaufen was uns dargeboten wurde.
Dann kam auch noch unser Kapitän zum Einsatz, er erzielte ein Tor, das jeder bessere Keeper mit der Mütze gefangen hätte. Dann folgten noch auf HL zwei Aktionen von Pommes, die uns ins Verderben trieben. Dilettantische Ballvertändelungen.. einfach grausam was dort fabriziert wurde.
Nachdem ich dieses Luschenspiel einer Nationalmannschaft abgehakt hatte, bin ich dann zum Punktespiel meines Stammvereins gefahren.
Dort habe ich ein Superspiel der A-Jugend des HSC Eintracht RE - TuSEM Essen verfolgt, was der Gastgeber mit 32:28 für sich entschieden hat.
Ohne zu übertreiben konnte ich feststellen, dass auf dem Spielfeld einige hochkarätige Talente wirklichen Handball demonstrierten u. mögliche Alternativen bei entsprechender Weiterentwicklung auch für das Nationalteam darstellen könnten.
Es wird höchste Zeit, dass neue junge Spieler nachfolgen. Mit den Oldies wie Pommes, Roggisch usw. ist kein Blumentopf mehr zu ernten.
Ein total frustriertes Urgestein des Handballs hofft mit diesem Eintrag die "Schlaftabletten" beim DHB wachzurütteln.
Setzt auf die Jugend... dann haben wir wieder Perspektiven. Einfach mal iz. B. n Richtung Slovenien schauen, dort funktioniert so etwas.
wolfgang, 25.01.12, 21:35 Uhr
..zuerst, gute Besserung an Michael Haaß - das war leider ein sehr trauriger Abschluß dieser desolaten EM und ich wünsche ihm schnelle und komplette Genesung. Es ist genügend geschrieben worden über die Defizite der Mannschaft (Rückraum L) und des Trainers hinsichtlich Taktik/Wechsel/Personal usw.Warum wurde der TW nicht 30 sec. vor Schluß rausgenommen, dann hätte man 6-6 spielen können..eine Niederlage mit 1 oder 2 Toren wäre doch egal gewesen.. Leider sind alle bisher aufgeführten Kritiken berechtigt gewesen. Mit dieser Mannschaft und diesem Trainerteam kann es keinen Neuanfang geben, der dringend notwendig wäre.Es war peinlich zu sehen, wie weder die Mannschaft noch die Trainer mit der Deckungsvariante der Polen umgehen konnten - auch die hilflose Abwehr gegen Würfe aus der Distanz waren unverständlich. Man konnte sehen, wie Hr.Heuberger mitleidete - sein Engagement ist nicht abzustreiten - doch für diese Position ist er mmn nicht der richtige. Wenn alles so bleiben soll, wie es ist (Deutschland-Handballgroßmacht) muß sich alles ändern, wie es ist (innovative Trainer mit Mut zu unkonventionellen Entscheidungen)...Einige Spieler sollten von sich aus einsehen, daß sie ihren Zenit schon lange überschritten haben und sich einem Neuanfang nicht verschließen..
Fab, 25.01.12, 21:15 Uhr
Was mich am meisten bei dem Spiel gesört hat, vielleicht sogar mehr als die Schiris, war das Glandorf sich nie bewegt hat bei seiner Manndeckung. Aller Kritik möchte ich heute mal entgegen halten, dass wir zum ersten Mal bei der EM über 30 Tore geworfen haben. Ich finde am Angriff lag es garnicht mal. Es war eine zu unflexible Abwehr gegen den starken Rückraum (in den 10 torlosen Minuten der Polen hat man gesehen wie einfach das ginge) und auch zwei nicht so starke Torleute.

Was mir auch auf den Keks geht in den Kommentaren ist die Kritikart. Wenn wir gewinnen, waren es die schlechten Gegner, wenn wir verlieren hätten wir gegen die Luschen gewinnen müssen. Polen, Serbien und Dänemark sind ja auch alles Handballanfänger.
Zugegebenermaßen sehe ich mit Heuberger und den alten Männern im Vorstand keine Zukunft, aber man muss auch mal Maß halten.

Noch ein Wort(oder zwei) zu den Schiris. Die Ansetzungen sind ansich fragwürdig, da auch bei Spanien vs. Slowenien die Deutschen Schiris gepfiffen haben. Das Spiel haben wir selbst verloren, klar. Aber die Leistung in den letzten 12-13 Minuten war einfach gegen uns. Das muss auch mal gesagt werden dürfen.

Zur Aktion vom Klein. Dumm, nichts anderes und verdient Rot. Aber in Halbzeit eins gibts gegen Klein die gleiche Aktion mit nur 2 Minuten. Nur weil Klein sich nicht verletzt ist die Strafe geringer? Naja, die Schiris waren mist. Punkt.

Hoffen wir auf ein Wunder und sind mal ein Spiel Ungarn und Serben.
Odenwälder, 25.01.12, 20:56 Uhr
Was soll man da als Handballverrückter noch sagen ? Natürlich kann man das ganze Dillema an den Schiedsrichtern aufhängen, die sehr viele Entscheidungen gegen die deutsche Mannschaft getroffen haben. Hier kann man die Entscheidung der EHF für spanische Schiedsrichter als etwas unglücklich bezeichnen. Betrachten wir uns aber den gesamten Spielverlauf, waren die Torhüterleistungen nicht von internationalem Format, die Abwehr stellenweise viel zu passiv und unser Rückraum eine Zumutung. Hier werden und wurden Fehler gemacht, die nicht zu einer EM passen, sondern an ein Bezirksligaspiel in der tiefsten Provinz erinnern. Somit müssen wir uns wohl daran gewöhnen, daß ab und zu mal eine Überraschung möglich ist, wir aber von dem Konzert der Großen ein schönes Stück entfernt sind. Deshalb das Heilmittel zum Schluß: Einbürgerung !
Schiffner, 25.01.12, 20:55 Uhr
Originalton Bundestrainer nach dem Spiel: "Ich bin stolz auf diese Mannschaft." Sie hat sich bemüht und gekämpft, das war es aber auch. Kein Rückraum, der internationalen Ansprüchen genügt und kein Gegenmittel des Trainerstabes gegen eine 60 minütige Offensivdeckung Glandorfs. Man stelle sich nur vor, Polen hätte noch mit einem Torwart gespielt. Nicht auszudenken! Also endlich eine ehrliche Bestandsaufnahme und keine Schönrederei mehr, damit vielleicht 2016 wieder eine deutsche Mannschaft an Olympischen Spielen teilnehmen kann.
Gute Besserung für Michael Haaß.
Walter Schulz, 25.01.12, 20:48 Uhr
Was passiert eigentlich wenn Mazedonien Serbien schlägt?
Mazedonien hat gegen Polen gewonnen und gegen Deutschland verloren , hätten dann alle 5 Punkte ( sprich direkter Vergleich?)
deckarm, 25.01.12, 20:08 Uhr
Endlich ist es vorbei! Großer Kampf? Gegen eine supoptimale Polener Altstars-Combo, zu Recht vorbei. Auch hier endlich die Chance auf einen wahren Neuaufbau der Nationalmannschaft. Endlich, kein Hens mehr, kein Roggisch, kein "Noch-wer". Kein Geiere mehr in Sachen Neuformierungen. Endlich etwas Ehrliches. Das hatten wir schon mal vor 20 Jahren. Wer nach dem Motto verfährt" Nur für den Kick, nur für den Augenblick? (London) handelt fahrlässig. So verblendet man in diese Euro hineingegangen ist. Der Rückraum komplett war nicht international reif. Kamen die Bälle über Aussen, waren sie drin.
Für mich das Beste was geschehen konnte!!! Jetzt ist der sg. DHB gefordert, und das ENDLICH ehrlich. Endlich kein Schön-reden.
Tom-Tom, 25.01.12, 19:52 Uhr
Leider haben wir unser Endspiel verloren.
Die Ansetzung von spanischen Schiedsrichtern kann ich nicht ganz nachvollziehen. Für die Leistung der beiden - eigentlich Unparteiischen - schäme ich mich als Bayernliga Schiedsrichter.
Es gab mindestens fünf Entscheidungen, die ganz klar zum Nachteil der Deutschen Mannschaft "ausgelegt" wurden.
Trotzdem gilt natürlich auch hier - wer vorne zu wenig Tore wirft und hinten zu viele reinbekommt, hat am Ende den Sieg und den Einzug ins Halbfinale auch nicht verdient... Schaaaade...
Gute Besserung an Michael Haaß!

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